Montag, 30. Dezember 2013

The same situation as last year?

The same situation as every year.

Dieses abgewandelte Frage-und-Antwort-Spiel ist alljährlich ein Klassiker des Silvesterprogramms. Auch im Hause ZweiLinien. Wir beenden dieses Jahr wie das davor - ohne Kind. Und das davor. Und das davor. Morgen ist der letzte Tag des Jahres und ich bin froh, dass es vorbei ist. 2013 - dieses Jahr hat uns kein Glück gebracht. Es war ein mieses Jahr. 

Beruflich stecke ich in einer Sackgasse fest, ich bin unglücklich und werde unzufrieden. Die Arbeitsbedingungen sind emotional sehr belastetend und ich kann meine Arbeit nicht so machen, wie ich gern würde, weil die Umstände es vorgeben. Der Ausweg wäre ein Jobwechsel, doch den hätte ich besser schon vor 2-3 Jahren machen sollen. Da dachte ich allerdings noch, es klappt bald mit dem Traum vom Baby. Jetzt zu wechseln wäre nicht gut, denn ein Jobwechsel und die Kinderwunschbehandlung wären schwer zu vereinbaren.

Der Kinderwunsch hat dieses Jahr sehr dominiert. Meine schwere Phase im Januar, die mich fast eine Freundschaft gekostet hätte. Dann der Info-Termin in der Kinderwunschklinik im Februar. Der erste Termin dort im April und im Mai haben wir direkt den ersten Clomifen-Zyklus gestartet und abgebrochen. Dann die Zyste, Urlaub und (eigentlich) ein Pausenzyklus und Anfang Juli der erste Schwangerschaftstest mit zwei Linien. Zwei Wochen später der Anfang vom Ende, der Wunderfloh wächst nicht weiter und geht im August zu den Sternen. Im Oktober die erste ICSI und das Negativ im November. Kryo-Zyklus im Dezember und eine Woche vor Weihnachten das nächste Negativ. Wieder stehen wir da, mit leeren Händen. Same situation as last year.

Es war ein anstrengendes Jahr. Es hat viel Kraft gekostet. Im Moment bin ich einfach nur müde, müde und erschöpft. Ich bin froh, dass wir gerade Pause machen. Ein Zyklus, in dem grade mal gar nichts passiert. Wie es weiter geht - ich weiß es gerade nicht. Wir werden es sehen. 

Doch etwas darf ich aus diesem verkorksten Jahr mitnehmen, rüber nach 2014: meinen Blog, die Blogschwestern und das Netz, dass sich hier verwoben hat. Ich hätte nicht gedacht, welch einen enormen Raum dies in meinem Leben einnehmen würde. Wie wichtig mir der Blog geworden ist, wie sehr IHR mir ans Herz gewachsen seid. Hier ist Raum für Weinen und Lachen, Hoffen und Bangen, Trauer, Wut und Hoffnungslosigkeit, für Spass und Glück und hilfreiche Ratschläge. Auch wenn das Jahr für mich nicht so glücklich endet, wie ich es mir gewünscht hätte - es ist ein großes Glück für mich, dass ich den Blog habe. Ich weiß nicht, wie ich dieses Jahr ohne diese Möglichkeit durchgestanden hätte. Ich habe einen Platz gefunden, meinen Platz, in diesem großen Kinderwunsch-Universum, mehr noch: ich habe wunderbare Menschen in mein Leben gelassen, die meisten nur virtuell, trotzdem seid ihr mir ganz nah. Ein paar haben den direkten Weg in mein Herz gefunden, sind zu Seelenschwestern geworden, starke Frauen, jede voll Weisheit, Witz und Liebe. Ihr seid wunderbar, Mädels!

Auch im realen Leben haben uns Familie und Freunde im letzten halben Jahr sehr zur Seite gestanden und aufgefangen. Dafür bin ich sehr dankbar. Es war die richtige Entscheidung, sie endlich einzuweihen und wir haben es bis heute nicht bereut. 

Eine Freundschaft, die schon lange, lange besteht, hat sich durch den Verlust des Flohs gewandelt und ist - jedenfalls für mich - viel enger geworden. Sternchen, du bist die Einzige, aus meinem realen Leben, die hier lesen darf, deshalb möchte ich dir hier an dieser Stelle sagen: Danke! Danke, dass du für mich da warst und bist, zu jeder Zeit - und auch wenn du anderer Meinung bist: ich hätte es ohne deine Hilfe nicht geschafft! Du bist großartig. Ich wünsche euch, dass 2014 ein großartiges Jahr für euch wird und freu mich, wenn wir uns bald sehen.

So starten wir also in ein paar Stunden in das neue Jahr. Möge es für uns alle viele positive Schwangerschaftstests, dicke Kugelbäuche und gesunde Babies bereit halten. 

The best is yet to come!

Happy 2014!







The same situation as last year?

The same situation as every year.

Dieses abgewandelte Frage-und-Antwort-Spiel ist alljährlich ein Klassiker des Silvesterprogramms. Auch im Hause ZweiLinien. Wir beenden dieses Jahr wie das davor - ohne Kind. Und das davor. Und das davor. Morgen ist der letzte Tag des Jahres und ich bin froh, dass es vorbei ist. 2013 - dieses Jahr hat uns kein Glück gebracht. Es war ein mieses Jahr. 

Beruflich stecke ich in einer Sackgasse fest, ich bin unglücklich und werde unzufrieden. Die Arbeitsbedingungen sind emotional sehr belastetend und ich kann meine Arbeit nicht so machen, wie ich gern würde, weil die Umstände es vorgeben. Der Ausweg wäre ein Jobwechsel, doch den hätte ich besser schon vor 2-3 Jahren machen sollen. Da dachte ich allerdings noch, es klappt bald mit dem Traum vom Baby. Jetzt zu wechseln wäre nicht gut, denn ein Jobwechsel und die Kinderwunschbehandlung wären schwer zu vereinbaren.

Der Kinderwunsch hat dieses Jahr sehr dominiert. Meine schwere Phase im Januar, die mich fast eine Freundschaft gekostet hätte. Dann der Info-Termin in der Kinderwunschklinik im Februar. Der erste Termin dort im April und im Mai haben wir direkt den ersten Clomifen-Zyklus gestartet und abgebrochen. Dann die Zyste, Urlaub und (eigentlich) ein Pausenzyklus und Anfang Juli der erste Schwangerschaftstest mit zwei Linien. Zwei Wochen später der Anfang vom Ende, der Wunderfloh wächst nicht weiter und geht im August zu den Sternen. Im Oktober die erste ICSI und das Negativ im November. Kryo-Zyklus im Dezember und eine Woche vor Weihnachten das nächste Negativ. Wieder stehen wir da, mit leeren Händen. Same situation as last year.

Es war ein anstrengendes Jahr. Es hat viel Kraft gekostet. Im Moment bin ich einfach nur müde, müde und erschöpft. Ich bin froh, dass wir gerade Pause machen. Ein Zyklus, in dem grade mal gar nichts passiert. Wie es weiter geht - ich weiß es gerade nicht. Wir werden es sehen. 

Doch etwas darf ich aus diesem verkorksten Jahr mitnehmen, rüber nach 2014: meinen Blog, die Blogschwestern und das Netz, dass sich hier verwoben hat. Ich hätte nicht gedacht, welch einen enormen Raum dies in meinem Leben einnehmen würde. Wie wichtig mir der Blog geworden ist, wie sehr IHR mir ans Herz gewachsen seid. Hier ist Raum für Weinen und Lachen, Hoffen und Bangen, Trauer, Wut und Hoffnungslosigkeit, für Spass und Glück und hilfreiche Ratschläge. Auch wenn das Jahr für mich nicht so glücklich endet, wie ich es mir gewünscht hätte - es ist ein großes Glück für mich, dass ich den Blog habe. Ich weiß nicht, wie ich dieses Jahr ohne diese Möglichkeit durchgestanden hätte. Ich habe einen Platz gefunden, meinen Platz, in diesem großen Kinderwunsch-Universum, mehr noch: ich habe wunderbare Menschen in mein Leben gelassen, die meisten nur virtuell, trotzdem seid ihr mir ganz nah. Ein paar haben den direkten Weg in mein Herz gefunden, sind zu Seelenschwestern geworden, starke Frauen, jede voll Weisheit, Witz und Liebe. Ihr seid wunderbar, Mädels!

Auch im realen Leben haben uns Familie und Freunde im letzten halben Jahr sehr zur Seite gestanden und aufgefangen. Dafür bin ich sehr dankbar. Es war die richtige Entscheidung, sie endlich einzuweihen und wir haben es bis heute nicht bereut. 

Eine Freundschaft, die schon lange, lange besteht, hat sich durch den Verlust des Flohs gewandelt und ist - jedenfalls für mich - viel enger geworden. Sternchen, du bist die Einzige, aus meinem realen Leben, die hier lesen darf, deshalb möchte ich dir hier an dieser Stelle sagen: Danke! Danke, dass du für mich da warst und bist, zu jeder Zeit - und auch wenn du anderer Meinung bist: ich hätte es ohne deine Hilfe nicht geschafft! Du bist großartig. Ich wünsche euch, dass 2014 ein großartiges Jahr für euch wird und freu mich, wenn wir uns bald sehen.

So starten wir also in ein paar Stunden in das neue Jahr. Möge es für uns alle viele positive Schwangerschaftstests, dicke Kugelbäuche und gesunde Babies bereit halten. 

The best is yet to come!

Happy 2014!







Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachten im Paralleluniversum

Tja, nun ist also Heiligabend. Das Negativ nun eine Woche her. Und als ob es nicht schon gereicht hätte, hatten wir am selben Abend noch einen Todesfall in der Familie. Ich kann mich nicht erinnern, mich gemeldet zu haben, als jemand fragte, wer denn noch mehr Mist in seinem Leben will. 

Seit Montag lebe ich also in zwei Welten gleichzeitig. Eine ist weihnachtlich, mit leuchtenden Kerzen, Weihnachtsduft, Geschenken und Vorfreude. 

Die andere ist einfach nur trüb. Da dominieren die Trauer um verlorene Chancen, Enttäuschung und Kraftlosigkeit. Im Alltag lebe ich die Tage ohne den Floh, doch jetzt gerade zu Weihnachten stiehlt sich immer öfter der Gedanke in mein Herz, dass es dieses Weihnachten anders hätte sein können. Ein anderer, positiver Ausgang der letzten zwei Transferversuche hätte diesen Schmerz vielleicht lindern können. So jedoch bin ich ihm ausgeliefert. 

Damit er nicht Überhand gewinnt, springe ich wieder in die Parallelwelt. Dort wo Weihnachten immer schön ist, wo Freude, Liebe und Licht ist und versuche, dass die Hand des Herzmannes mich dort hält. 

Vielleicht ist das nicht gerade ein hoffnungsvoller Post, wo Weihnachten doch die Zeit der Hoffnung sein soll. Doch es ist ein bisschen viel verlangt, wenn man von Weihnachten erwartet, dass es auf einmal alles Traurige vergessen macht. Weihnachten ist nicht wie in der Fernsehwerbung. 

Ich weiß nicht, warum gerade dieses letzte Negativ so schwer zu ertragen ist. Ich scheine dieses Mal mehr Zeit zu brauchen, um wieder aufzustehen. Doch ich möchte euch aus tiefstem Herzen danken, für euren Beistand und eure lieben Worte. Sie dringen vor bis in die Dunkelheit, sie wärmen in der Kälte und streicheln in der Einsamkeit. Sie umgeben mich im Grau dieses Paralleluniversums wie ein schützender Mantel und fangen mich auf wie ein Netz. 

So flüchte ich mich gleich wieder in mein Weihnachtsuniversum, in dem mich die Liebe meines Mannes, meiner Familie und meiner Freunde wieder auffängt und das Licht der Kerzen die Schatten zumindest für die nächsten Tage vertreibt. 


Weihnachten im Paralleluniversum

Tja, nun ist also Heiligabend. Das Negativ nun eine Woche her. Und als ob es nicht schon gereicht hätte, hatten wir am selben Abend noch einen Todesfall in der Familie. Ich kann mich nicht erinnern, mich gemeldet zu haben, als jemand fragte, wer denn noch mehr Mist in seinem Leben will. 

Seit Montag lebe ich also in zwei Welten gleichzeitig. Eine ist weihnachtlich, mit leuchtenden Kerzen, Weihnachtsduft, Geschenken und Vorfreude. 

Die andere ist einfach nur trüb. Da dominieren die Trauer um verlorene Chancen, Enttäuschung und Kraftlosigkeit. Im Alltag lebe ich die Tage ohne den Floh, doch jetzt gerade zu Weihnachten stiehlt sich immer öfter der Gedanke in mein Herz, dass es dieses Weihnachten anders hätte sein können. Ein anderer, positiver Ausgang der letzten zwei Transferversuche hätte diesen Schmerz vielleicht lindern können. So jedoch bin ich ihm ausgeliefert. 

Damit er nicht Überhand gewinnt, springe ich wieder in die Parallelwelt. Dort wo Weihnachten immer schön ist, wo Freude, Liebe und Licht ist und versuche, dass die Hand des Herzmannes mich dort hält. 

Vielleicht ist das nicht gerade ein hoffnungsvoller Post, wo Weihnachten doch die Zeit der Hoffnung sein soll. Doch es ist ein bisschen viel verlangt, wenn man von Weihnachten erwartet, dass es auf einmal alles Traurige vergessen macht. Weihnachten ist nicht wie in der Fernsehwerbung. 

Ich weiß nicht, warum gerade dieses letzte Negativ so schwer zu ertragen ist. Ich scheine dieses Mal mehr Zeit zu brauchen, um wieder aufzustehen. Doch ich möchte euch aus tiefstem Herzen danken, für euren Beistand und eure lieben Worte. Sie dringen vor bis in die Dunkelheit, sie wärmen in der Kälte und streicheln in der Einsamkeit. Sie umgeben mich im Grau dieses Paralleluniversums wie ein schützender Mantel und fangen mich auf wie ein Netz. 

So flüchte ich mich gleich wieder in mein Weihnachtsuniversum, in dem mich die Liebe meines Mannes, meiner Familie und meiner Freunde wieder auffängt und das Licht der Kerzen die Schatten zumindest für die nächsten Tage vertreibt. 


Montag, 16. Dezember 2013

Hello again - ich bin dein Negativ und geb dir mal wieder eins auf die Mütze.

Negativ. Wieder.
HCG bei Null.
Nix Nikolaus. Nix Xaver.

Trotz bester Voraussetzungen, super Schleimhaut, super Embryos. Wieder nix.

Ich versteh's nicht.

Hello again - ich bin dein Negativ und geb dir mal wieder eins auf die Mütze.

Negativ. Wieder.
HCG bei Null.
Nix Nikolaus. Nix Xaver.

Trotz bester Voraussetzungen, super Schleimhaut, super Embryos. Wieder nix.

Ich versteh's nicht.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

To whom it may concern - ich habe kalte Füsse

Ich hab kalte Füsse. Eiskalt. Gerade habe ich in meiner Statistik gelesen, dass jemand mit der Suche "Kryo positiv mir ist warm" auf meinen Blog gestossen ist. Wenn das stimmt, hat unser Versuch wohl nicht geklappt. 
 Aaaaaaaaaaaber wenn das nicht stimmt, dann würde sich mein Gefühl bestätigen. Das Problem dabei ist, ich trau diesem Gefühl nicht übern Weg. Doch ich wollt's auf jeden Fall mal vorher sagen, denn wenn ich hinterher sage, ich habs geahnt die ganze Zeit, sagt die halbe Welt "klar, kann man hinterher ja leicht sagen." Wenn nicht, hab ich mich halt getäuscht. Fallen tu ich dann eh. Aufstehen aber auch. Ich wollte es halt mal dokumentieren. Schwarzaufweiss. Ich hab ein gutes Gefühl. Xaver. Nikolaus. We will see.

To whom it may concern - ich habe kalte Füsse

Ich hab kalte Füsse. Eiskalt. Gerade habe ich in meiner Statistik gelesen, dass jemand mit der Suche "Kryo positiv mir ist warm" auf meinen Blog gestossen ist. Wenn das stimmt, hat unser Versuch wohl nicht geklappt. 
 Aaaaaaaaaaaber wenn das nicht stimmt, dann würde sich mein Gefühl bestätigen. Das Problem dabei ist, ich trau diesem Gefühl nicht übern Weg. Doch ich wollt's auf jeden Fall mal vorher sagen, denn wenn ich hinterher sage, ich habs geahnt die ganze Zeit, sagt die halbe Welt "klar, kann man hinterher ja leicht sagen." Wenn nicht, hab ich mich halt getäuscht. Fallen tu ich dann eh. Aufstehen aber auch. Ich wollte es halt mal dokumentieren. Schwarzaufweiss. Ich hab ein gutes Gefühl. Xaver. Nikolaus. We will see.

Freitag, 6. Dezember 2013

Nikolaus und Xaver

Sturm Xaver hat uns am Nikolaustag einige Zentimeter Schnee gebracht. Zuerst schaufel ich also mein Auto vom Schnee frei. Dann fahre ich 90 Minuten vor Termin los - ich befürchte Verkehrschaos auf den Straßen. Am Dienstag habe ich für 20 km eine Stunde Fahrzeit gebraucht. In unserer kleinen Straße ist es recht rutschig, aber kaum bin auch auf der Autobahn ist die ganze weiße Pracht weg. Ich komme ganz gut durch und bin in 35 Minuten da. Was mach ich bloss mit so viel Zeit? Na klar, Parkplatz suchen. Das dauert ungefähr 20 Minuten. Ich kurve und kurve... und ich muss aufs Klo. Darf ich aber nicht. "Sie dürfen gern zuhause nochmal zur Toilette, aber dann nicht mehr, die Blase muss ein bisschen gefüllt sein, dann ist es einfacher mit dem Transfer." Aber so ist dass, sagt dir einer, du darfst nicht - dann muuuuuuussst du. Mist. Kaum bin ich also vom Auto zur Klinik gelaufen, mittlerweile in heftigem Schneegestöber ist direkt vor der Tür ein Parkplatz frei. Na, hoffentlich läuft der Rest des Tages besser...

Inzwischen ist es 10 Uhr, in einer halben Stunde bin ich dran. Heute ist etwas mehr los, 3-4 andere Frauen im Wartebereich. Ich setze mich, zieh mein Buch raus und komme endlich zum lesen. Aber ich komm wieder nicht weit. Nach ein paar Minuten werde ich aufgerufen und es geht los. Die Schwester nimmt mich in Empfang: "Ach, Sie sind allein?" Äh, ja - aber ist ja nur Transfer. Ich scheine ihr trotzdem leid zu tun. Sie geht kurz Labor und Ärztin informieren, dass ich da bin - derweil entblätter ich mich schon mal unten rum und setz mich auf den Stuhl. Schnell ist sie wieder da "damit sie nicht so allein sind". Irgendwie hab ich das Gefühl, ich bin eine Ausnahme. Dann kommt die Ärztin dazu, es ist die nette Blonde von Dienstag, sie erkennt mich auch wieder und freut sich. Es geht los, nochmal US und dann kommt die Biologin und bringt meine zwei Eis-Schätzchen. Alle beide haben das auftauen gut überstanden und die Ärztin ist sehr zufrieden über die schöne Qualität. Wir witzeln noch ein bisschen darüber, dass es ja heute perfektes Wetter für Eisbärchen ist und schon ist die ganze Prozedur vorbei. Nikolaus und Xaver sind eingezogen. Ich hoffe, zumindest einer von ihnen bleibt. Ab jetzt wieder ein bisschen schwanger. :) 

Die Warteschleife ist dieses Mal richtig kurz: am 16.12. darf ich schon zum Bluttest. Na, das klingt doch gut. ich verabschiede mich von allen, schnapp mir meinen Transferbericht und stiefel durch den Schnee zum Auto. Dort lese ich erstmal, was im Bericht steht: einen 8- und einen 10-Zeller habe ich zurück bekommen.

Ich freue mich auf ein paar freie Tage beim Schwesterherz ab morgen und habe schon angekündigt, dass wir zu Dritt kommen.


Nikolaus und Xaver

Sturm Xaver hat uns am Nikolaustag einige Zentimeter Schnee gebracht. Zuerst schaufel ich also mein Auto vom Schnee frei. Dann fahre ich 90 Minuten vor Termin los - ich befürchte Verkehrschaos auf den Straßen. Am Dienstag habe ich für 20 km eine Stunde Fahrzeit gebraucht. In unserer kleinen Straße ist es recht rutschig, aber kaum bin auch auf der Autobahn ist die ganze weiße Pracht weg. Ich komme ganz gut durch und bin in 35 Minuten da. Was mach ich bloss mit so viel Zeit? Na klar, Parkplatz suchen. Das dauert ungefähr 20 Minuten. Ich kurve und kurve... und ich muss aufs Klo. Darf ich aber nicht. "Sie dürfen gern zuhause nochmal zur Toilette, aber dann nicht mehr, die Blase muss ein bisschen gefüllt sein, dann ist es einfacher mit dem Transfer." Aber so ist dass, sagt dir einer, du darfst nicht - dann muuuuuuussst du. Mist. Kaum bin ich also vom Auto zur Klinik gelaufen, mittlerweile in heftigem Schneegestöber ist direkt vor der Tür ein Parkplatz frei. Na, hoffentlich läuft der Rest des Tages besser...

Inzwischen ist es 10 Uhr, in einer halben Stunde bin ich dran. Heute ist etwas mehr los, 3-4 andere Frauen im Wartebereich. Ich setze mich, zieh mein Buch raus und komme endlich zum lesen. Aber ich komm wieder nicht weit. Nach ein paar Minuten werde ich aufgerufen und es geht los. Die Schwester nimmt mich in Empfang: "Ach, Sie sind allein?" Äh, ja - aber ist ja nur Transfer. Ich scheine ihr trotzdem leid zu tun. Sie geht kurz Labor und Ärztin informieren, dass ich da bin - derweil entblätter ich mich schon mal unten rum und setz mich auf den Stuhl. Schnell ist sie wieder da "damit sie nicht so allein sind". Irgendwie hab ich das Gefühl, ich bin eine Ausnahme. Dann kommt die Ärztin dazu, es ist die nette Blonde von Dienstag, sie erkennt mich auch wieder und freut sich. Es geht los, nochmal US und dann kommt die Biologin und bringt meine zwei Eis-Schätzchen. Alle beide haben das auftauen gut überstanden und die Ärztin ist sehr zufrieden über die schöne Qualität. Wir witzeln noch ein bisschen darüber, dass es ja heute perfektes Wetter für Eisbärchen ist und schon ist die ganze Prozedur vorbei. Nikolaus und Xaver sind eingezogen. Ich hoffe, zumindest einer von ihnen bleibt. Ab jetzt wieder ein bisschen schwanger. :) 

Die Warteschleife ist dieses Mal richtig kurz: am 16.12. darf ich schon zum Bluttest. Na, das klingt doch gut. ich verabschiede mich von allen, schnapp mir meinen Transferbericht und stiefel durch den Schnee zum Auto. Dort lese ich erstmal, was im Bericht steht: einen 8- und einen 10-Zeller habe ich zurück bekommen.

Ich freue mich auf ein paar freie Tage beim Schwesterherz ab morgen und habe schon angekündigt, dass wir zu Dritt kommen.


Donnerstag, 5. Dezember 2013

Morgen wird es Kinder geben...

Upps, schon wieder das böse Wort. Aber heute mal nix über Ferrero & Co. (das habe ich per Kommentarfunktion erledigt). 

Nein, mir schwirrt heute dieses altbekannte Weihnachtslied im Kopf herum. Allerdings habe ich die Reihenfolge der Worte ein wenig umgestellt - aus aktuellem Anlass, sozusagen. Denn vor lauter ärgern über - na ihr wisst schon wen und was - habe ich noch gar nicht erzählt, was am Dienstag bei meinem US beschlossen wurde. 

Nachdem ich also - verkehrsbedingt - auf die letzte Minute vor der Kiwu geparkt habe, war ich etwas erstaunt. Dienstag morgen, 8:33 Uhr: 3 (nicht 30, blöder Tippfehler - hahahaha) Arzthelferinnen hinter der Anmeldung aber kein Mensch im Wartebereich. Keine Kiwufrau, kein Kiwumann. Total tote Hose. Ich setz mich trotzdem kurz, schlage mein Buch auf und werde schon zur Blutabnahme gebeten. Es dauert ein bisschen, bis meine liebste Vorzeigevene gefunden ist, ein bisschen Small Talk und ich dackel zurück ins Wartebereich. 8:42 Uhr und ich bin noch immer allein. Will denn keiner mehr Kinderwunschbehandlungen machen? Wo zum Teufel seid ihr, Mädels? Bei Frau Dr. ist auch noch die Tür zu. Ich krame mein Buch wieder raus, kaum habe ich ein paar Zeilen gelesen, werde ich schon wieder unterbrochen. Eine mir bis dahin unbekannte blonde Frau Dr. steht vor mir. Sie lächelt, stellt sich vor und sagt, sie habe gesehen dass ich einen Termin bei ihrer Kollegin habe um 8:30 Uhr - die sei allerdings noch im Gespräch, ich könne gern auf sie warten oder direkt mit ihr mitkommen - also, wenn das für mich OK wäre und ich sonst nichts mehr mit "meiner" Frau Dr. zu besprechen hätte. 

Na, da geh ich doch gleich mit, dann komme ich wenigstens schneller wieder ins Büro (guute Entscheidung, ich brauchte nämlich für 12 km eine geschlagene dreiviertel Stunde im Stadtverkehr). Die blonde Frau Dr. schaut sich meine Akte an, den ICSI Bericht und den Kryoplan. Dann gucken wir mal, wie es innen drinnen aussieht. Während ich mich entpelle, fragt sie, wie ich mit den Pflastern zurecht komme. Ich berichte von den ständigen Kopfschmerzen und Migräne; ja, das käme durch den schwankenden Östrogenspiegel. Ok, bekannte Nebenwirkung - muss ich jetzt wohl mit leben. 

Sie schaut nach der Schleimhaut und die sieht super aus. Also, auch wenn ich von allein keine gescheiten Eier produzieren kann, aber Schleimhaut, Schleimhaut kann ich. Wenigstens etwas. An ZT 14 ist die Schleimhaut mal wieder schöööön dreischichtig und bei 10 mm. Dieses "dreischichtig" scheint wohl irgendso ein "besonders-wertvoll-Prädikat" zu sein, egal wer bis jetzt bei mir US gemacht, jeder teilte mir voller Stolz mit, dass die Schleimhaut "schööööhn dreischichtig" sei. Vielleicht lass ich mir mal ein T-Shirt drucken mit dem Spruch.

Übrigens keine Eierchen - sollte wohl auch so sein, die Pflaster kleb ich ja nicht umsonst. Das Endergebnis ist jetzt allerdings, dass der für nächsten Mittwoch geplante Transfer verlegt wurde. Auf MORGEN! Ich hätte sie auch schon heute zurück bekommen können, aber ich habe erst für morgen Urlaub bekommen. So habe ich ein schönes, langes Wochenende. Denn am Samstag fahre ich zu meinem Schwesterherz und bleibe bis Dienstag.

Für mich ist es total unwirklich, dass es jetzt morgen schon wieder soweit ist. Irgendwie ging alles so wahnsinnig schnell. Die PU ist gerade mal 4 Wochen her und schon bekomme ich morgen die ersten Kryos zurück.

Morgen wird es Kinder geben...

Upps, schon wieder das böse Wort. Aber heute mal nix über Ferrero & Co. (das habe ich per Kommentarfunktion erledigt). 

Nein, mir schwirrt heute dieses altbekannte Weihnachtslied im Kopf herum. Allerdings habe ich die Reihenfolge der Worte ein wenig umgestellt - aus aktuellem Anlass, sozusagen. Denn vor lauter ärgern über - na ihr wisst schon wen und was - habe ich noch gar nicht erzählt, was am Dienstag bei meinem US beschlossen wurde. 

Nachdem ich also - verkehrsbedingt - auf die letzte Minute vor der Kiwu geparkt habe, war ich etwas erstaunt. Dienstag morgen, 8:33 Uhr: 3 (nicht 30, blöder Tippfehler - hahahaha) Arzthelferinnen hinter der Anmeldung aber kein Mensch im Wartebereich. Keine Kiwufrau, kein Kiwumann. Total tote Hose. Ich setz mich trotzdem kurz, schlage mein Buch auf und werde schon zur Blutabnahme gebeten. Es dauert ein bisschen, bis meine liebste Vorzeigevene gefunden ist, ein bisschen Small Talk und ich dackel zurück ins Wartebereich. 8:42 Uhr und ich bin noch immer allein. Will denn keiner mehr Kinderwunschbehandlungen machen? Wo zum Teufel seid ihr, Mädels? Bei Frau Dr. ist auch noch die Tür zu. Ich krame mein Buch wieder raus, kaum habe ich ein paar Zeilen gelesen, werde ich schon wieder unterbrochen. Eine mir bis dahin unbekannte blonde Frau Dr. steht vor mir. Sie lächelt, stellt sich vor und sagt, sie habe gesehen dass ich einen Termin bei ihrer Kollegin habe um 8:30 Uhr - die sei allerdings noch im Gespräch, ich könne gern auf sie warten oder direkt mit ihr mitkommen - also, wenn das für mich OK wäre und ich sonst nichts mehr mit "meiner" Frau Dr. zu besprechen hätte. 

Na, da geh ich doch gleich mit, dann komme ich wenigstens schneller wieder ins Büro (guute Entscheidung, ich brauchte nämlich für 12 km eine geschlagene dreiviertel Stunde im Stadtverkehr). Die blonde Frau Dr. schaut sich meine Akte an, den ICSI Bericht und den Kryoplan. Dann gucken wir mal, wie es innen drinnen aussieht. Während ich mich entpelle, fragt sie, wie ich mit den Pflastern zurecht komme. Ich berichte von den ständigen Kopfschmerzen und Migräne; ja, das käme durch den schwankenden Östrogenspiegel. Ok, bekannte Nebenwirkung - muss ich jetzt wohl mit leben. 

Sie schaut nach der Schleimhaut und die sieht super aus. Also, auch wenn ich von allein keine gescheiten Eier produzieren kann, aber Schleimhaut, Schleimhaut kann ich. Wenigstens etwas. An ZT 14 ist die Schleimhaut mal wieder schöööön dreischichtig und bei 10 mm. Dieses "dreischichtig" scheint wohl irgendso ein "besonders-wertvoll-Prädikat" zu sein, egal wer bis jetzt bei mir US gemacht, jeder teilte mir voller Stolz mit, dass die Schleimhaut "schööööhn dreischichtig" sei. Vielleicht lass ich mir mal ein T-Shirt drucken mit dem Spruch.

Übrigens keine Eierchen - sollte wohl auch so sein, die Pflaster kleb ich ja nicht umsonst. Das Endergebnis ist jetzt allerdings, dass der für nächsten Mittwoch geplante Transfer verlegt wurde. Auf MORGEN! Ich hätte sie auch schon heute zurück bekommen können, aber ich habe erst für morgen Urlaub bekommen. So habe ich ein schönes, langes Wochenende. Denn am Samstag fahre ich zu meinem Schwesterherz und bleibe bis Dienstag.

Für mich ist es total unwirklich, dass es jetzt morgen schon wieder soweit ist. Irgendwie ging alles so wahnsinnig schnell. Die PU ist gerade mal 4 Wochen her und schon bekomme ich morgen die ersten Kryos zurück.

Montag, 2. Dezember 2013

Welcher Depp hat sich DAS ausgedacht???!!!

Ich schwöre, ich bin wirklich viel lockerer geworden, was den Kinderwunsch im Alltag angeht. Ich kann Schwangere und Babies und Kleinkinder - sogar nervige im Supermarkt - problemlos ertragen. Ich weine nicht bei der Pampers-Werbung im Fernsehen, Claus Hipp oder die glückliche Kleinfamilie in diversen Werbespots machen mir nichts aus. Auch die naive TV-Tante, die der allwissenden "Claire" die Frage nach den besten Tagen um schwanger zu werden stellt, geht mir sonst wo vorbei. Und die Kinder auf dem Karusell auf dem Weihnachtsmarkt stürzen mich nicht in Depressionen. 

Fragt ihr euch, worauf ich hinaus will? Oder ahnt ihr es schon? Was mich wirklich wirklich wirklich richtig auf die Palme bringt? Wo ich jedes Mal am liebsten irgendwas Schweres, Hartes, Spitzes in den heißgeliebten, superteuren und noch ziemlich neuen Plasmafernseher schmeißen möchte? Ich hasse die Weihnachtswerbung von Ferrero mit der dämlichen Frage "was wäre Weihnachten ohne Kinder...?" - die natürlich auf die Kinderschokoladen-Produkte abzielt. Diese Frage sticht mir buchstäblich ins Herz. Denn sie impliziert für mich als Kinderwunschfrau vor allem eines: Weihnachten ist NICHTS ohne Kinder. DU hast keine Kinder, also hast du auch kein Recht auf ein schönes Weihnachten. Wofür machst du dir die Mühe, denn da werden keine leuchtenden Kinderaugen sein, die auf das Christkind warten? Also, lass es bleiben. 

Aber, liebe Marketing-Leute von Ferrero, die ihr für die Kinder-Kampagne zuständig seid: 
IHR KÖNNT MICH MAL KREUZWEISE!

Ich hab eine schöne Weihnachtszeit. Noch ohne Kinder. Aber dafür mit jeder Menge Kerzen. Selbstgebackenen Plätzchen. Weihnachtsgeschichten für Kinder, die auch Erwachsenen das Herz aufgehen lassen. Weihnachtstee. Punsch. Tannennadelduft. Schneemännern. Weihnachtsfilmen. Tannenbaum. Adventskranz. Adventskalender. Weihnachtsliedern. Liebevoll verpackten Päcken. Kleinen Überraschungen. Gebrannten Mandeln. Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt. Glühwein. Schneeflockengestöber. Weihnachtspost. Glöckchengeläut. Kartoffelsalat. Zeit mit der Familie. Lachen. Liebe. 

Ohne Ferrero. 

Welcher Depp hat sich DAS ausgedacht???!!!

Ich schwöre, ich bin wirklich viel lockerer geworden, was den Kinderwunsch im Alltag angeht. Ich kann Schwangere und Babies und Kleinkinder - sogar nervige im Supermarkt - problemlos ertragen. Ich weine nicht bei der Pampers-Werbung im Fernsehen, Claus Hipp oder die glückliche Kleinfamilie in diversen Werbespots machen mir nichts aus. Auch die naive TV-Tante, die der allwissenden "Claire" die Frage nach den besten Tagen um schwanger zu werden stellt, geht mir sonst wo vorbei. Und die Kinder auf dem Karusell auf dem Weihnachtsmarkt stürzen mich nicht in Depressionen. 

Fragt ihr euch, worauf ich hinaus will? Oder ahnt ihr es schon? Was mich wirklich wirklich wirklich richtig auf die Palme bringt? Wo ich jedes Mal am liebsten irgendwas Schweres, Hartes, Spitzes in den heißgeliebten, superteuren und noch ziemlich neuen Plasmafernseher schmeißen möchte? Ich hasse die Weihnachtswerbung von Ferrero mit der dämlichen Frage "was wäre Weihnachten ohne Kinder...?" - die natürlich auf die Kinderschokoladen-Produkte abzielt. Diese Frage sticht mir buchstäblich ins Herz. Denn sie impliziert für mich als Kinderwunschfrau vor allem eines: Weihnachten ist NICHTS ohne Kinder. DU hast keine Kinder, also hast du auch kein Recht auf ein schönes Weihnachten. Wofür machst du dir die Mühe, denn da werden keine leuchtenden Kinderaugen sein, die auf das Christkind warten? Also, lass es bleiben. 

Aber, liebe Marketing-Leute von Ferrero, die ihr für die Kinder-Kampagne zuständig seid: 
IHR KÖNNT MICH MAL KREUZWEISE!

Ich hab eine schöne Weihnachtszeit. Noch ohne Kinder. Aber dafür mit jeder Menge Kerzen. Selbstgebackenen Plätzchen. Weihnachtsgeschichten für Kinder, die auch Erwachsenen das Herz aufgehen lassen. Weihnachtstee. Punsch. Tannennadelduft. Schneemännern. Weihnachtsfilmen. Tannenbaum. Adventskranz. Adventskalender. Weihnachtsliedern. Liebevoll verpackten Päcken. Kleinen Überraschungen. Gebrannten Mandeln. Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt. Glühwein. Schneeflockengestöber. Weihnachtspost. Glöckchengeläut. Kartoffelsalat. Zeit mit der Familie. Lachen. Liebe. 

Ohne Ferrero. 

Freitag, 29. November 2013

Ich wünsch mir meine Nadeln zurück

Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Wirklich nicht. Mir haben diese Nadeln sooo viel Angst gemacht. Und die Hormone - man hört ja immer: Nebenwirkungen! Nebenwirkungen! Nebenwirkungen! Mir ging es bestens während der Stimu-Zeit. 

Jetzt allerdings ist Kryo-Zeit. Ganz unkompliziert für den Körper. Weil, es passiert ja kaum was. Nur ein paar Pflaster kleben alle paar Tage. Denkste! Pustekuchen. Seit Samstag kleb ich alle zwei Tage ein Östrogen-Pflaster irgendwo hin. Seit Sonntag habe ich - immer am Tag nach Pflasterwechsel - Migräne. Ich weiß, ich bin in dieser Hinsicht vorbelastet. Doch weil es während der Stimu echt gut lief, habe ich das jetzt nicht erwartet. Aber ich kann die Uhr danach stellen. Pünktlich am nachmittag nach Pflasterwechseltag geht es los und nichts hilft, außer richtigen Tabletten. Das nervt mich, weil ich davon sooo schön weg war. Verflixte Hormone. 

Die ganze Zeit stelle ich mir also die Frage, ob das wirklich notwendig ist mit diesen Pflastern. Wenn ich das richtig verstanden habe - und bitte, wer Ahnung hat, möge mich korrigieren - sind diese Pflaster dazu da, die Schleimhaut aufzubauen. Damit habe ich aber überhaupt keine Probleme - weder damals mit Clomi noch jetzt bei der ICSI. Sicherlich auch dank Kalium Carbonicum. Wenn also noch eine Kryo nötig sein sollte - könnte ich nicht auch ohne Pflaster??? 

Dienstag ist Ultraschall. Dann werde ich sehen, wann ich meine "Eiswürfelchen" zurückbekomme. Wahrscheinlich erst nach dem verlängerten Plätzchenbackwochenende mit meinem Schwesterherz. Dieses Mal wird Frau Doktor es wohl selber machen - jedenfalls ist sie (mal wieder) zu einem Kongress und so wird der Transfer, wenn alles passt, genau auf den einen Tag gelegt, an dem wir beide "können". 

Hat sie jetzt doch der Ehrgeiz gepackt? Will sie ihr Versprechen "wir machen sie schwanger in 2013" auf jeden Fall einlösen? Das erste Mal hatte sie ja nichts damit zu tun und Punktion und Transfer hat ein Kollege gemacht. Nun, in dem Fall habe ich nichts gegen ihren Ehrgeiz - wie singt doch noch ein sehr geschätzter deutscher Liedermacher "aller guten Dinge sind drei!" 

So. Ich geh mich jetzt erstmal pflastern...

Ich wünsch mir meine Nadeln zurück

Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Wirklich nicht. Mir haben diese Nadeln sooo viel Angst gemacht. Und die Hormone - man hört ja immer: Nebenwirkungen! Nebenwirkungen! Nebenwirkungen! Mir ging es bestens während der Stimu-Zeit. 

Jetzt allerdings ist Kryo-Zeit. Ganz unkompliziert für den Körper. Weil, es passiert ja kaum was. Nur ein paar Pflaster kleben alle paar Tage. Denkste! Pustekuchen. Seit Samstag kleb ich alle zwei Tage ein Östrogen-Pflaster irgendwo hin. Seit Sonntag habe ich - immer am Tag nach Pflasterwechsel - Migräne. Ich weiß, ich bin in dieser Hinsicht vorbelastet. Doch weil es während der Stimu echt gut lief, habe ich das jetzt nicht erwartet. Aber ich kann die Uhr danach stellen. Pünktlich am nachmittag nach Pflasterwechseltag geht es los und nichts hilft, außer richtigen Tabletten. Das nervt mich, weil ich davon sooo schön weg war. Verflixte Hormone. 

Die ganze Zeit stelle ich mir also die Frage, ob das wirklich notwendig ist mit diesen Pflastern. Wenn ich das richtig verstanden habe - und bitte, wer Ahnung hat, möge mich korrigieren - sind diese Pflaster dazu da, die Schleimhaut aufzubauen. Damit habe ich aber überhaupt keine Probleme - weder damals mit Clomi noch jetzt bei der ICSI. Sicherlich auch dank Kalium Carbonicum. Wenn also noch eine Kryo nötig sein sollte - könnte ich nicht auch ohne Pflaster??? 

Dienstag ist Ultraschall. Dann werde ich sehen, wann ich meine "Eiswürfelchen" zurückbekomme. Wahrscheinlich erst nach dem verlängerten Plätzchenbackwochenende mit meinem Schwesterherz. Dieses Mal wird Frau Doktor es wohl selber machen - jedenfalls ist sie (mal wieder) zu einem Kongress und so wird der Transfer, wenn alles passt, genau auf den einen Tag gelegt, an dem wir beide "können". 

Hat sie jetzt doch der Ehrgeiz gepackt? Will sie ihr Versprechen "wir machen sie schwanger in 2013" auf jeden Fall einlösen? Das erste Mal hatte sie ja nichts damit zu tun und Punktion und Transfer hat ein Kollege gemacht. Nun, in dem Fall habe ich nichts gegen ihren Ehrgeiz - wie singt doch noch ein sehr geschätzter deutscher Liedermacher "aller guten Dinge sind drei!" 

So. Ich geh mich jetzt erstmal pflastern...

Sonntag, 24. November 2013

7-Meilen-Kryo-Stiefel. Oder: perfektes Timing

Ich muss gestehen, ich bin kein Musterbeispiel für die deutsche Pünktlichkeit. Bisher ließ mein Timing schon öfters mal zu wünschen übrig. Zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Zur falschen Zeit in den falschen Typen verliebt. Nicht den richtigen Zeitpunkt für den Jobwechsel gefunden. Undsoweiterundsofort. Doch das Timing für die ICSI war super: Plangespräch und abends direkt die erste Spritze. 

Nach dem Negativ am Montag habe ich direkt einen Termin zum Befundgespräch vereinbart und auch das passte super, direkt am Freitag durfte ich kommen. Und so sass ich am Freitag wieder in der Kiwu. Meine Frau Doktor hat sich gefreut, dass es so schnell ging mit einem Termin. Wir haben also die ICSI nochmal durchgesprochen - Lehrbuch-ICSI eigentlich, sagt sie. Bis auf das Ergebnis, sage ich. Ja, sagt sie, dass hätte ich mir anders vorgestellt. Ich erzähle, wie es mir während der Warteschleife erging und dass ich zwar die Hoffnung gehabt hatte, dass es klappt - eben weil die Voraussetzungen wirklich, wirklich gut waren. Aber ich hatte die ganze Zeit, ganz tief drinnen das Gefühl, dass Paul und Paula nicht sich nicht festgekrallt hatten. Genauso, wie ich beim Floh ganz genau wusste, dass etwas nicht in Ordnung war, noch bevor ich bestätigte Befunde vom Arzt hatte. So, wie ich vom Gefühl her genau sagen konnte, wann er sich verabschiedet hat, noch bevor der Körper Anzeichen gezeigt hat. Frau Doktor ist sehr interessiert, will alles ganz genau wissen - ich spüre, dass sie das Ernst nimmt und mir glaubt. Sie sagt, es gibt Frauen, die ein derartiges Gespür haben ohne dass man das irgendwie erklären kann.

Deshalb ist ihre Empfehlung auch ganz klar: wir machen schon in diesem Zyklus weiter mit der Kryo. Ich finde das gut, erzähle ihr aber auch direkt, dass wir Zuhause geteilter Meinung darüber waren. Der Herzensmann wollte ja noch warten, meinte, dass ginge vielleicht zu schnell. Wir hatten uns am Donnerstag abend dann darauf geeinigt, dass wir der Empfehlung der Ärztin folgen würden, selbst wenn es warten hieße. 

Nun, sagt sie, meine Empfehlung fällt immer individuell aus. Medizinisch sollte natürlich alles ok sein, heißt Gebärmutter und Eierstöcke sollten wieder in "gutem Zustand" sein. Doch sie vermutet bei mir keine Probleme, da wir ja nur ganz gering stimuliert haben - "eigentlich nur angehustet". Der andere Aspekt ist die psychologische Seite - eine Wartezeit bis Januar findet sie zu lang für uns. Sie sagt, wir sind "bereit", also wozu warten? Ich bin überglücklich. 

Bevor wir aber weiter in die Theorie gehen, möchte sie sicherheitshalber nochmal einen Ultraschall machen. Nur zur Sicherheit. Doch wie erwartet sieht alles bestens aus. Die Gebärmutter sieht für den 4. ZT wieder schön aus, die Eierstöcke sind wieder völlig normal.Wir werden also 2 Eisbärchen noch vor Weihnachten in die schöne, warme Kuschelhöhle zurückholen. 

Mit einem Rezept für Östrogenpflaster und Crinone stiefel ich mit meinen 7-Meilen-Kryo-Stiefeln in die Apotheke. Neben mir steht eine ältere Dame, die beraten wird. Als die Apothekendame mir den Preis von 150 Euro nennt, guckt die Oma erschrocken auf. Vor allem wahrscheinlich, weil ich nur 2 kleine Pflasterschachteln und die eine etwas größere Crinonebox habe. 

Die Pflaster klebe ich mir jetzt alle 2 Tage irgendwohin: Beine, Po, Bauch, Arme - egal wohin, nur nicht auf den Busen. Wer bitte käme auf so eine Idee? 

Jetzt sitze ich hier gemütlich auf dem Sofa und kann noch garnicht fassen, dass ich schon wieder mitten drin bin. Mitten in meinem ersten Kryozyklus. Mit 7-Meilen Stiefeln. Kann mich mal bitte einer kneifen?





7-Meilen-Kryo-Stiefel. Oder: perfektes Timing

Ich muss gestehen, ich bin kein Musterbeispiel für die deutsche Pünktlichkeit. Bisher ließ mein Timing schon öfters mal zu wünschen übrig. Zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Zur falschen Zeit in den falschen Typen verliebt. Nicht den richtigen Zeitpunkt für den Jobwechsel gefunden. Undsoweiterundsofort. Doch das Timing für die ICSI war super: Plangespräch und abends direkt die erste Spritze. 

Nach dem Negativ am Montag habe ich direkt einen Termin zum Befundgespräch vereinbart und auch das passte super, direkt am Freitag durfte ich kommen. Und so sass ich am Freitag wieder in der Kiwu. Meine Frau Doktor hat sich gefreut, dass es so schnell ging mit einem Termin. Wir haben also die ICSI nochmal durchgesprochen - Lehrbuch-ICSI eigentlich, sagt sie. Bis auf das Ergebnis, sage ich. Ja, sagt sie, dass hätte ich mir anders vorgestellt. Ich erzähle, wie es mir während der Warteschleife erging und dass ich zwar die Hoffnung gehabt hatte, dass es klappt - eben weil die Voraussetzungen wirklich, wirklich gut waren. Aber ich hatte die ganze Zeit, ganz tief drinnen das Gefühl, dass Paul und Paula nicht sich nicht festgekrallt hatten. Genauso, wie ich beim Floh ganz genau wusste, dass etwas nicht in Ordnung war, noch bevor ich bestätigte Befunde vom Arzt hatte. So, wie ich vom Gefühl her genau sagen konnte, wann er sich verabschiedet hat, noch bevor der Körper Anzeichen gezeigt hat. Frau Doktor ist sehr interessiert, will alles ganz genau wissen - ich spüre, dass sie das Ernst nimmt und mir glaubt. Sie sagt, es gibt Frauen, die ein derartiges Gespür haben ohne dass man das irgendwie erklären kann.

Deshalb ist ihre Empfehlung auch ganz klar: wir machen schon in diesem Zyklus weiter mit der Kryo. Ich finde das gut, erzähle ihr aber auch direkt, dass wir Zuhause geteilter Meinung darüber waren. Der Herzensmann wollte ja noch warten, meinte, dass ginge vielleicht zu schnell. Wir hatten uns am Donnerstag abend dann darauf geeinigt, dass wir der Empfehlung der Ärztin folgen würden, selbst wenn es warten hieße. 

Nun, sagt sie, meine Empfehlung fällt immer individuell aus. Medizinisch sollte natürlich alles ok sein, heißt Gebärmutter und Eierstöcke sollten wieder in "gutem Zustand" sein. Doch sie vermutet bei mir keine Probleme, da wir ja nur ganz gering stimuliert haben - "eigentlich nur angehustet". Der andere Aspekt ist die psychologische Seite - eine Wartezeit bis Januar findet sie zu lang für uns. Sie sagt, wir sind "bereit", also wozu warten? Ich bin überglücklich. 

Bevor wir aber weiter in die Theorie gehen, möchte sie sicherheitshalber nochmal einen Ultraschall machen. Nur zur Sicherheit. Doch wie erwartet sieht alles bestens aus. Die Gebärmutter sieht für den 4. ZT wieder schön aus, die Eierstöcke sind wieder völlig normal.Wir werden also 2 Eisbärchen noch vor Weihnachten in die schöne, warme Kuschelhöhle zurückholen. 

Mit einem Rezept für Östrogenpflaster und Crinone stiefel ich mit meinen 7-Meilen-Kryo-Stiefeln in die Apotheke. Neben mir steht eine ältere Dame, die beraten wird. Als die Apothekendame mir den Preis von 150 Euro nennt, guckt die Oma erschrocken auf. Vor allem wahrscheinlich, weil ich nur 2 kleine Pflasterschachteln und die eine etwas größere Crinonebox habe. 

Die Pflaster klebe ich mir jetzt alle 2 Tage irgendwohin: Beine, Po, Bauch, Arme - egal wohin, nur nicht auf den Busen. Wer bitte käme auf so eine Idee? 

Jetzt sitze ich hier gemütlich auf dem Sofa und kann noch garnicht fassen, dass ich schon wieder mitten drin bin. Mitten in meinem ersten Kryozyklus. Mit 7-Meilen Stiefeln. Kann mich mal bitte einer kneifen?





Dienstag, 19. November 2013

Heute wieder eine Kriegerin des Lichts

Das war kein leichter Tag gestern. Ich habe viel geweint. Nicht im Büro, da habe ich mich noch zusammengerissen. Aber kaum saß ich in der Tiefgarage im Auto, da flossen die Tränen und wollten gar nicht aufhören. Ich weiß, man sollte in so einem Zustand nicht Autofahren... aber ich musste ja irgendwie nach Hause kommen.

Was hat mir geholfen? Ihr - ganz ganz viel. All die lieben Kommentare und Mails und SMS. Das Netz der Blogschwestern wird immer stärker und enger, ich bin gefallen, ja, aber ich bin aufgefangen worden. 

Danke euch allen. 

Ich mopse jetzt mal  hier bei Sandra den Text, der mich heute morgen wieder auf die Füße gebracht hat. Ich habe es gelesen und erstmal wieder geweint. Dann habe tief durchgeatmet. Bin aufgestanden. Habe beschlossen, ich kämpfe weiter. Heute bin ich wieder eine Kriegerin des Lichts.

So habe ich jetzt am Freitag um 10 Uhr einen Termin mit meiner Kinderwunschfraudoktor - zur Befundbesprechung. Was für mich heißt: wann machen wir die Kryo? Ich schwanke noch zwischen doch jetzt sofort oder erst im Januar. Mal sehen, was sie sagt. Und wie der Herzensmann darüber denkt. Ich vermute, sofort ist ihm zu schnell. Aber bis Freitag kann er ja noch überlegen. Heute hat jedenfalls die Blutung eingesetzt. Das war somit der kürzeste Zyklus seit 1,5 Jahren. 

Diese Schlacht habe ich vielleicht verloren, aber der Kinderwunsch-Krieg ist noch lange nicht zu Ende.  

P.S. das Buch von Paul Coelho "Handbuch des Kriegers des Lichts" hatte die Buchhandlung heute sogar vorrätig und so liegt es jetzt hier und ich freue mich aufs lesen.




Heute wieder eine Kriegerin des Lichts

Das war kein leichter Tag gestern. Ich habe viel geweint. Nicht im Büro, da habe ich mich noch zusammengerissen. Aber kaum saß ich in der Tiefgarage im Auto, da flossen die Tränen und wollten gar nicht aufhören. Ich weiß, man sollte in so einem Zustand nicht Autofahren... aber ich musste ja irgendwie nach Hause kommen.

Was hat mir geholfen? Ihr - ganz ganz viel. All die lieben Kommentare und Mails und SMS. Das Netz der Blogschwestern wird immer stärker und enger, ich bin gefallen, ja, aber ich bin aufgefangen worden. 

Danke euch allen. 

Ich mopse jetzt mal  hier bei Sandra den Text, der mich heute morgen wieder auf die Füße gebracht hat. Ich habe es gelesen und erstmal wieder geweint. Dann habe tief durchgeatmet. Bin aufgestanden. Habe beschlossen, ich kämpfe weiter. Heute bin ich wieder eine Kriegerin des Lichts.

So habe ich jetzt am Freitag um 10 Uhr einen Termin mit meiner Kinderwunschfraudoktor - zur Befundbesprechung. Was für mich heißt: wann machen wir die Kryo? Ich schwanke noch zwischen doch jetzt sofort oder erst im Januar. Mal sehen, was sie sagt. Und wie der Herzensmann darüber denkt. Ich vermute, sofort ist ihm zu schnell. Aber bis Freitag kann er ja noch überlegen. Heute hat jedenfalls die Blutung eingesetzt. Das war somit der kürzeste Zyklus seit 1,5 Jahren. 

Diese Schlacht habe ich vielleicht verloren, aber der Kinderwunsch-Krieg ist noch lange nicht zu Ende.  

P.S. das Buch von Paul Coelho "Handbuch des Kriegers des Lichts" hatte die Buchhandlung heute sogar vorrätig und so liegt es jetzt hier und ich freue mich aufs lesen.




Montag, 18. November 2013

Negativ

Was soll ich groß drumherum reden. Der Test ist negativ. Noch nicht mal der Hauch einer Einnistung. 

Ich brauch auch nicht viel schreiben, ihr wisst, wie es mir geht. Danke für eure Daumen und die lieben Worte, die mich inzwischen erreicht haben. Ich heul erstmal ne Runde und sammle die Scherben auf. 

Negativ

Was soll ich groß drumherum reden. Der Test ist negativ. Noch nicht mal der Hauch einer Einnistung. 

Ich brauch auch nicht viel schreiben, ihr wisst, wie es mir geht. Danke für eure Daumen und die lieben Worte, die mich inzwischen erreicht haben. Ich heul erstmal ne Runde und sammle die Scherben auf. 

Sonntag, 17. November 2013

Demut und Dankbarkeit

Zwei kleine Worte. So viel dahinter. 

Im letzten Post habe ich gejammert, dass diese ICSI von außen so leicht erscheint. Spaziergang. Superwoman. Garantieschein. Doch dann gab es zwei Nachrichten, da habe ich mich geschämt über dieses Gejammer. Denn ich jammere hier auf sehr, sehr hohem Niveau. Und das tut mir wahnsinnig leid.

Demut und Dankbarkeit 

Ich weiß, jede Kinderwunschgeschichte ist einzigartig. Ich kann mich nicht vergleichen mit Anderen. Doch ich kann lernen, dankbar zu sein, für das, was ich habe. Ich habe die Hormone prima vertragen. Meine Eier sind gewachsen. Das SG war ausreichend gut. Ein großer Teil meiner Eizellen ließ sich befruchten. Mein Transfer war problemlos. Ich habe trotz PCO keine Überstimulation bekommen. Meine Warteschleife war eigentlich ein Klacks. Wenn dieser Test morgen negativ ausfällt, haben wir 4 eisige Eierchen von guter Qualität. Plus noch 2 genehmigte ICSIs.

Dankbarkeit. 

Demut. 








Dieser Post ist für Hanni und Bummel Hummel ♥ - Danke und Entschuldigung









Demut und Dankbarkeit

Zwei kleine Worte. So viel dahinter. 

Im letzten Post habe ich gejammert, dass diese ICSI von außen so leicht erscheint. Spaziergang. Superwoman. Garantieschein. Doch dann gab es zwei Nachrichten, da habe ich mich geschämt über dieses Gejammer. Denn ich jammere hier auf sehr, sehr hohem Niveau. Und das tut mir wahnsinnig leid.

Demut und Dankbarkeit 

Ich weiß, jede Kinderwunschgeschichte ist einzigartig. Ich kann mich nicht vergleichen mit Anderen. Doch ich kann lernen, dankbar zu sein, für das, was ich habe. Ich habe die Hormone prima vertragen. Meine Eier sind gewachsen. Das SG war ausreichend gut. Ein großer Teil meiner Eizellen ließ sich befruchten. Mein Transfer war problemlos. Ich habe trotz PCO keine Überstimulation bekommen. Meine Warteschleife war eigentlich ein Klacks. Wenn dieser Test morgen negativ ausfällt, haben wir 4 eisige Eierchen von guter Qualität. Plus noch 2 genehmigte ICSIs.

Dankbarkeit. 

Demut. 








Dieser Post ist für Hanni und Bummel Hummel ♥ - Danke und Entschuldigung









Mittwoch, 13. November 2013

und so vergehn die Tage...

Jetzt ist der Transfer tatsächlich schon eine ganze Woche her. Eine Woche. Irgendwie ist die Zeit so schnell vergangen und doch kommt es mir so vor, als hätte ich noch mindestens zweimal so viel Zeit vor mir, bis ich zum Bluttest muss. Im Grunde geht es ganz gut bis hier her. Bis auf diese Geschichte mit dem Nerv, der sich als verdrehter Lendenwirbel entpuppte. Ich habe tatsächlich kurzfristig einen Termin bekommen und es hat wirklich super geholfen - ich kann mich wieder bewegen! Seit Sonntag habe ich auch nicht mehr diesen Druck im Bauch von den Eierstöcken - da hat ein ziemlich großer Eiweißshake wahre Wunder bewirkt. Allerdings war mir danach ziemlich übel und um dieses fiese Gefühl loszuwerden, habe ich einen ganzen Lindt-Teddy aufgefuttert. Ja - ich kann's nicht leugnen, Schokolade macht glücklich.

Ansonsten merke ich vor allem, dass meine Brüste auf die Hormone anspringen. Jemand mit einem A-Körbchen findet das vielleicht prima, aber ich habe da schon einiges mehr und denke schon über eine Zweitkarriere als Amme nach. Schwierigkeit dabei ist nur - das Schwangerwerden... Das erst ständig vorhandene Ziehen ist zwischendurch verschwunden, seit heute ist es wieder zurück - so "welcome home, buddy". Bedeuten tut es nicht wirklich was - ich habe es, wenn ich PMS habe und ich hatte es beim Floh. Wir wissen also, dass wir nichts wissen.

Und auch wenn ich bisher noch keine Warteschleifenkoller habe, es ist schwer für mich, mich auf die Arbeit zu konzentrieren. Einfach, weil es mir erstens alles so nebensächlich erscheint und es zweitens auch momentan überhaupt keinen Spass macht, weil ich grundsätzlich mit der Arbeitssituation unzufrieden bin. Zum Glück habe ich nur noch morgen und am Freitag dann frei. Das Wochenende verbringen wir mit Freunden und ich freue mich schon darauf - diese 3 Tage werden mit Sicherheit schnell vergehen. 

Heute habe ich das erste Mal darüber nachgedacht, vielleicht doch am Montag morgen zu testen. Vor dem BT - einfach um vorbereitet zu sein. Doch eigentlich will ich nicht testen. Ich will nicht wieder nur eine Linie sehen. Und wenn da eine zweite Linie wäre, ich weiß nicht, ob ich sie glauben würde. 

Meine schlimmste Angst ist nicht ein Negativ. Meine schlimmste Angst ist eine nicht intakte, nicht stabile Schwangerschaft. Etwas wieder hergeben zu müssen, was man schon so lieb gewonnen hat. Es mag von außen so erscheinen, als ob diese ICSI ein Spaziergang wäre, völlig problemlos und ich Superwoman, die da einfach so durchschlendert. Doch glaubt mir, auch mir hat niemand einen Garantieschein gegeben. Und so vergehn die Tage ...



und so vergehn die Tage...

Jetzt ist der Transfer tatsächlich schon eine ganze Woche her. Eine Woche. Irgendwie ist die Zeit so schnell vergangen und doch kommt es mir so vor, als hätte ich noch mindestens zweimal so viel Zeit vor mir, bis ich zum Bluttest muss. Im Grunde geht es ganz gut bis hier her. Bis auf diese Geschichte mit dem Nerv, der sich als verdrehter Lendenwirbel entpuppte. Ich habe tatsächlich kurzfristig einen Termin bekommen und es hat wirklich super geholfen - ich kann mich wieder bewegen! Seit Sonntag habe ich auch nicht mehr diesen Druck im Bauch von den Eierstöcken - da hat ein ziemlich großer Eiweißshake wahre Wunder bewirkt. Allerdings war mir danach ziemlich übel und um dieses fiese Gefühl loszuwerden, habe ich einen ganzen Lindt-Teddy aufgefuttert. Ja - ich kann's nicht leugnen, Schokolade macht glücklich.

Ansonsten merke ich vor allem, dass meine Brüste auf die Hormone anspringen. Jemand mit einem A-Körbchen findet das vielleicht prima, aber ich habe da schon einiges mehr und denke schon über eine Zweitkarriere als Amme nach. Schwierigkeit dabei ist nur - das Schwangerwerden... Das erst ständig vorhandene Ziehen ist zwischendurch verschwunden, seit heute ist es wieder zurück - so "welcome home, buddy". Bedeuten tut es nicht wirklich was - ich habe es, wenn ich PMS habe und ich hatte es beim Floh. Wir wissen also, dass wir nichts wissen.

Und auch wenn ich bisher noch keine Warteschleifenkoller habe, es ist schwer für mich, mich auf die Arbeit zu konzentrieren. Einfach, weil es mir erstens alles so nebensächlich erscheint und es zweitens auch momentan überhaupt keinen Spass macht, weil ich grundsätzlich mit der Arbeitssituation unzufrieden bin. Zum Glück habe ich nur noch morgen und am Freitag dann frei. Das Wochenende verbringen wir mit Freunden und ich freue mich schon darauf - diese 3 Tage werden mit Sicherheit schnell vergehen. 

Heute habe ich das erste Mal darüber nachgedacht, vielleicht doch am Montag morgen zu testen. Vor dem BT - einfach um vorbereitet zu sein. Doch eigentlich will ich nicht testen. Ich will nicht wieder nur eine Linie sehen. Und wenn da eine zweite Linie wäre, ich weiß nicht, ob ich sie glauben würde. 

Meine schlimmste Angst ist nicht ein Negativ. Meine schlimmste Angst ist eine nicht intakte, nicht stabile Schwangerschaft. Etwas wieder hergeben zu müssen, was man schon so lieb gewonnen hat. Es mag von außen so erscheinen, als ob diese ICSI ein Spaziergang wäre, völlig problemlos und ich Superwoman, die da einfach so durchschlendert. Doch glaubt mir, auch mir hat niemand einen Garantieschein gegeben. Und so vergehn die Tage ...



Sonntag, 10. November 2013

Ge-Nervt

Nein, nicht von der Warteschleife. Das geht eigentlich sehr gut. Das warten auf die Fehlgeburt im Sommer war emotional kräftezehrender. Dafür plage ich mich mit anderen Wehwehchen herum. Gestern haben wir nach länger zeit mal wieder einen Stadtbummel gemacht. Doch scheinbar habe ich mich dabei irgendwie komisch bewegt. Jedenfalls merkte ich am Nachmittag Zuhause Schmerzen in Höhe des Steißbeins. Bis zum Abend wurde es nicht besser, ich habe den Rest des Abends in Bauchlage verbracht. Meine Vermutung ist, dass ich mir durch eine falsche Bewegung einen Nerv geklemmt habe oder sowas. Mist. Ganz großer Mist. Ich wusste nicht, wie ich schlafen soll. Rücken ging nicht. Seite ging auch nicht, da habe ich das Gefühl, der Eierstock, der dann oben ist "hängt" irgendwie runter und drückt überall. Also blieb noch der Bauch. Da bin ich auch erst eingeschlafen, doch nach gut einer Stunde vor Schmerzen wach geworden, weil ich irgendwie im Hohlkreuz lag. Mit einem Kissen unter dem Becken hab ich dann den Rest der Nacht irgendwie rumgekriegt. Heute geht es etwas besser, trotzdem geh ich morgen erstmal zum Arzt. Genauer gesagt, gibt es hier eine Osteopathin, ich hoffe, sie kann mir helfen. 

Gestern habe ich dann noch bei meiner Mama angerufen. Eigentlich werde ich mit meinen Wehwehchen immer ganz gut selbst fertig, aber manchmal - und daran merke ich immer, dass ich ernsthaft was habe - habe ich das Bedürfnis nach MAMA. Auch mit 36. auch, wenn ich hoffentlich bald selber Mama bin. Oft fühle ich mich nämlich, als ob unsere Rollen vertauscht wären, sie Kind, ich Mama. Aber gestern nicht, gestern durfte ich Kind sein. Das Telefonat tat mir gut und hat mich etwas beruhigt. Zum Schluss sagte sie mir etwas ganz süßes: "Pass schön auf dich auf und grüß mir Paul und Paula." Ich wusste erst gar nicht, wen sie meint, schließlich haben wir niemanden der so heißt. Doch dann ging mir ein ganzer Kronleuchter auf. Das hat mir gezeigt, dass es richtig war, unsere Eltern einzuweihen. All die Befürchtung es könnte den Druck erhöhen, haben sich nicht bewahrheitet. Wir werden liebevoll und gleichzeitig zurückhaltend unterstützt, aber von keiner Seite erdrückt. Es ist erleichternd, keine Ausreden mehr erfinden zu müssen. 

So nervt mich im Moment nur der Nerv. 

Ge-Nervt

Nein, nicht von der Warteschleife. Das geht eigentlich sehr gut. Das warten auf die Fehlgeburt im Sommer war emotional kräftezehrender. Dafür plage ich mich mit anderen Wehwehchen herum. Gestern haben wir nach länger zeit mal wieder einen Stadtbummel gemacht. Doch scheinbar habe ich mich dabei irgendwie komisch bewegt. Jedenfalls merkte ich am Nachmittag Zuhause Schmerzen in Höhe des Steißbeins. Bis zum Abend wurde es nicht besser, ich habe den Rest des Abends in Bauchlage verbracht. Meine Vermutung ist, dass ich mir durch eine falsche Bewegung einen Nerv geklemmt habe oder sowas. Mist. Ganz großer Mist. Ich wusste nicht, wie ich schlafen soll. Rücken ging nicht. Seite ging auch nicht, da habe ich das Gefühl, der Eierstock, der dann oben ist "hängt" irgendwie runter und drückt überall. Also blieb noch der Bauch. Da bin ich auch erst eingeschlafen, doch nach gut einer Stunde vor Schmerzen wach geworden, weil ich irgendwie im Hohlkreuz lag. Mit einem Kissen unter dem Becken hab ich dann den Rest der Nacht irgendwie rumgekriegt. Heute geht es etwas besser, trotzdem geh ich morgen erstmal zum Arzt. Genauer gesagt, gibt es hier eine Osteopathin, ich hoffe, sie kann mir helfen. 

Gestern habe ich dann noch bei meiner Mama angerufen. Eigentlich werde ich mit meinen Wehwehchen immer ganz gut selbst fertig, aber manchmal - und daran merke ich immer, dass ich ernsthaft was habe - habe ich das Bedürfnis nach MAMA. Auch mit 36. auch, wenn ich hoffentlich bald selber Mama bin. Oft fühle ich mich nämlich, als ob unsere Rollen vertauscht wären, sie Kind, ich Mama. Aber gestern nicht, gestern durfte ich Kind sein. Das Telefonat tat mir gut und hat mich etwas beruhigt. Zum Schluss sagte sie mir etwas ganz süßes: "Pass schön auf dich auf und grüß mir Paul und Paula." Ich wusste erst gar nicht, wen sie meint, schließlich haben wir niemanden der so heißt. Doch dann ging mir ein ganzer Kronleuchter auf. Das hat mir gezeigt, dass es richtig war, unsere Eltern einzuweihen. All die Befürchtung es könnte den Druck erhöhen, haben sich nicht bewahrheitet. Wir werden liebevoll und gleichzeitig zurückhaltend unterstützt, aber von keiner Seite erdrückt. Es ist erleichternd, keine Ausreden mehr erfinden zu müssen. 

So nervt mich im Moment nur der Nerv. 

Freitag, 8. November 2013

Willst du Köttbullar essen? - Grüße aus der Warteschleife

Mittwoch mittag, irgendwo in Deutschland. Ein Mann und seine Frau fahren im Auto. Sie kommen gerade aus der Kinderwunschklinik und haben ihre wunderschönen Embryos abgeholt. Es entspannt sich folgender Dialog:

Sie: Du musst links rüber, sonst landen wir bei IKEA.
Er: Willste dahin?
Sie: Nein, nicht jetzt. Aber wenn ich schwanger bin, dann möchte ich vor Weihnachten zu IKEA.
Er: Warum? Willste Köttbullar essen?


Die kluge Leserin hat vielleicht schon erkannt, dass es sich bei diesem Paar um Herrn und Frau ZweiLinien handelte. Mit Sicherheit ist der klugen Leserin auch klar, warum ich zu IKEA möchte, ohne dass ich es erklären müsste. Irgendwie haben wir Frauen ein IKEA-Gen, wenigstens die meisten von uns. Jede von uns träumt davon, irgendwann dort durch diese Kinderabteilung zu wandeln, dies und das winzige, bunte Ding anzufassen und zu überlegen, ob man das wohl für den Nachwuchs "unbedingt braucht". Bei mir jedenfalls ist das so. Keine Kinderabteilung übt auf mich so viel Faszination aus wie die beim schwedischen Möbelriesen. Aber damit kann ich leben. Ich bin mir sicher, beim nächsten IKEA-Besuch guck ich in der Kinderabteilung. Und wer weiß, vielleicht essen wir auch Köttbullar.


Wie gehts mir sonst? Gut. Wirklich. So langsam lässt das Druckgefühl nach. Das war wirklich das Unangenehmste bisher. Erst fühlte es sich so an, also ob die durch das viele Trinken ständig gefüllte Blase sich mit dem rechten Eierstock uneinig über den Platzanspruch wäre, das war so Montag und Dienstag und wechselte dann nach links. Seit Donnerstag, also dem Tag nach Transfer, gehe ich wieder Arbeiten und es geht besser als ich dachte. Auch links beruhigt es sich so langsam, sitzen ist ok, wenn ich auch zwischendurch oft aufstehe.

Ein Kampf sind für mich die mindestens 3 Liter trinken am Tag. Ich bin jemand, der leider generell viel zu wenig trinkt, auch wenn ich weiß, dass das nicht gut ist. Aber ich habe meine Stationbecher rausgeholt und damit geht es. Fassungsvermögen: 0,5 Liter - sechs davon muss ich am Tag schaffen, dann ist das Miniumziel erreicht.

Der Antrag für die Erstattung unseres Eigenanteils geht morgen an die Krankenkasse. Da ich nicht wirklich viele Medikamente gebraucht habe (1100 Einheiten Gonal F, 6 x Orgalutran, 1 x Ovitrelle) belaufen sich die Kosten für die Medikamente auf knapp 600 Euro, dazu kommen nochmal 800 Euro für die ICSI. Insgesamt hätte uns dieser Versuch 1400 Euro gekostet, wenn wir nicht zur Knappschaft gewechselt wären. 1400 Euro, die wir für Kryos verbraten können, wenn wir müssen. Oder für nen Kinderwagen...





Willst du Köttbullar essen? - Grüße aus der Warteschleife

Mittwoch mittag, irgendwo in Deutschland. Ein Mann und seine Frau fahren im Auto. Sie kommen gerade aus der Kinderwunschklinik und haben ihre wunderschönen Embryos abgeholt. Es entspannt sich folgender Dialog:

Sie: Du musst links rüber, sonst landen wir bei IKEA.
Er: Willste dahin?
Sie: Nein, nicht jetzt. Aber wenn ich schwanger bin, dann möchte ich vor Weihnachten zu IKEA.
Er: Warum? Willste Köttbullar essen?


Die kluge Leserin hat vielleicht schon erkannt, dass es sich bei diesem Paar um Herrn und Frau ZweiLinien handelte. Mit Sicherheit ist der klugen Leserin auch klar, warum ich zu IKEA möchte, ohne dass ich es erklären müsste. Irgendwie haben wir Frauen ein IKEA-Gen, wenigstens die meisten von uns. Jede von uns träumt davon, irgendwann dort durch diese Kinderabteilung zu wandeln, dies und das winzige, bunte Ding anzufassen und zu überlegen, ob man das wohl für den Nachwuchs "unbedingt braucht". Bei mir jedenfalls ist das so. Keine Kinderabteilung übt auf mich so viel Faszination aus wie die beim schwedischen Möbelriesen. Aber damit kann ich leben. Ich bin mir sicher, beim nächsten IKEA-Besuch guck ich in der Kinderabteilung. Und wer weiß, vielleicht essen wir auch Köttbullar.


Wie gehts mir sonst? Gut. Wirklich. So langsam lässt das Druckgefühl nach. Das war wirklich das Unangenehmste bisher. Erst fühlte es sich so an, also ob die durch das viele Trinken ständig gefüllte Blase sich mit dem rechten Eierstock uneinig über den Platzanspruch wäre, das war so Montag und Dienstag und wechselte dann nach links. Seit Donnerstag, also dem Tag nach Transfer, gehe ich wieder Arbeiten und es geht besser als ich dachte. Auch links beruhigt es sich so langsam, sitzen ist ok, wenn ich auch zwischendurch oft aufstehe.

Ein Kampf sind für mich die mindestens 3 Liter trinken am Tag. Ich bin jemand, der leider generell viel zu wenig trinkt, auch wenn ich weiß, dass das nicht gut ist. Aber ich habe meine Stationbecher rausgeholt und damit geht es. Fassungsvermögen: 0,5 Liter - sechs davon muss ich am Tag schaffen, dann ist das Miniumziel erreicht.

Der Antrag für die Erstattung unseres Eigenanteils geht morgen an die Krankenkasse. Da ich nicht wirklich viele Medikamente gebraucht habe (1100 Einheiten Gonal F, 6 x Orgalutran, 1 x Ovitrelle) belaufen sich die Kosten für die Medikamente auf knapp 600 Euro, dazu kommen nochmal 800 Euro für die ICSI. Insgesamt hätte uns dieser Versuch 1400 Euro gekostet, wenn wir nicht zur Knappschaft gewechselt wären. 1400 Euro, die wir für Kryos verbraten können, wenn wir müssen. Oder für nen Kinderwagen...





Mittwoch, 6. November 2013

Eieieieieieiei

Transfer geschafft! Ich kann es kaum glauben, es fühlt sich noch völlig unwirklich an. Ich habe meine Zwei zurück. Den Arzt, der den Transfer durchführen würde, durfte ich mir aussuchen. Da meine Frau Doktor heute nicht da war, habe ich mich für Dr. Charming entschieden, denn der hat ja schon die Punktion am Montag so schön gemacht. Nachdem ich über den ganzen Transfer aufgeklärt wurde, folgte noch ein Ultraschall. Alles sieht super aus, Beschwerden habe ich keine, wir können starten. Die vier ins Eis gewanderten Geschwister haben alle eine sehr gute Qualität, das freut mich und den Doc. Er ist sehr zufrieden mit der Befruchtungsrate, vor allem bei der Spitzenqualität. "Ich gebe Ihnen jetzt erstmal Kind 1 und 2 zurück, für Nr. 3,4,5 und 6 kommen sie einfach irgendwann nochmal zurück." Ein charmantes Lächeln. 

Dann kommt die Biologin mit meinem ganzen Stolz: ein 8-Zeller und ein 6-Zeller, beide in A-Qualität. Ich grinse im Kreis. Alles ist gut. 

Ein Foto gab es leider nicht, dafür einen Bericht, in dem noch einmal alles genau aufgeschrieben ist. 

Mit strahlendem Gesicht geht's zurück zum Herzensmann, der uns ganz happy in Empfang nimmt und und sich im Auto erstmal alle Details erzählen lässt. Ich sehe, dass er mindestens so stolz und glücklich ist wie ich.

Ab jetzt: ab in die Warteschleife ❤

Eieieieieieiei

Transfer geschafft! Ich kann es kaum glauben, es fühlt sich noch völlig unwirklich an. Ich habe meine Zwei zurück. Den Arzt, der den Transfer durchführen würde, durfte ich mir aussuchen. Da meine Frau Doktor heute nicht da war, habe ich mich für Dr. Charming entschieden, denn der hat ja schon die Punktion am Montag so schön gemacht. Nachdem ich über den ganzen Transfer aufgeklärt wurde, folgte noch ein Ultraschall. Alles sieht super aus, Beschwerden habe ich keine, wir können starten. Die vier ins Eis gewanderten Geschwister haben alle eine sehr gute Qualität, das freut mich und den Doc. Er ist sehr zufrieden mit der Befruchtungsrate, vor allem bei der Spitzenqualität. "Ich gebe Ihnen jetzt erstmal Kind 1 und 2 zurück, für Nr. 3,4,5 und 6 kommen sie einfach irgendwann nochmal zurück." Ein charmantes Lächeln. 

Dann kommt die Biologin mit meinem ganzen Stolz: ein 8-Zeller und ein 6-Zeller, beide in A-Qualität. Ich grinse im Kreis. Alles ist gut. 

Ein Foto gab es leider nicht, dafür einen Bericht, in dem noch einmal alles genau aufgeschrieben ist. 

Mit strahlendem Gesicht geht's zurück zum Herzensmann, der uns ganz happy in Empfang nimmt und und sich im Auto erstmal alle Details erzählen lässt. Ich sehe, dass er mindestens so stolz und glücklich ist wie ich.

Ab jetzt: ab in die Warteschleife ❤

Dienstag, 5. November 2013

Ein schönes Ergebnis

Gerade schau ich auf die Uhr, es ist schon 10:05 Uhr! Ich kann im Labor anrufen - hurra! Kaum habe ich die Nummer gewählt, habe ich auch schon eine nette Frauenstimme am Telefon. "Hallo, hier ist Frau ZweiLinien - ich hatte gestern Punktion und wollte mal hören, wie es ausschaut..." "Ja, wir haben gestern 14 punktiert, davon waren 9 reif und 6 haben sich befruchten lassen. Ein schönes Ergebnis. So haben wir 4 zum einfrieren und Sie bekommen morgen 2 zurück. Passt es um 10 Uhr?" Jaaa - das passt uns wunderbar. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis.

Die Punktion gestern habe ich eigentlich ganz gut überstanden. Allerdings hat mein Kreislauf hinterher ein bisschen schlapp gemacht. Doch erstmal der Reihe nach: wir sollten um 10:30 Uhr in der KIWU erscheinen und waren überpünktlich da, weil wir gut durchgekommen sind und direkt einen Parkplatz vor der Tür bekommen haben. Also erstmal die noch notwendige Überweisung für den Herzensmann abgegeben und ich durfte ein Formular ausfüllen, wann ich die Auslösespritze gegeben habe. Es gibt ja viele Stimmen, die behaupten, Uniklinik ist anonym und man ist nur eine Nummer. Dieses Gefühl hat sich bei mir auch gestern wieder nicht besätigt. Wir standen noch an der Anmeldung, die Dame dort war noch mit einer Eintragung in den PC beschäftigt und wir mussten kurz warten - doch noch bevor ich unseren Namen sagen konnte und weswegen wir da waren, hatte die zweite Schwester schon unsere Akte in der Hand: "ich kenn sie doch..." Ich fand das ganz toll, denn wir waren ja noch gar nicht sooo oft da. Dann durften wir im Wartebereich Platz nehmen. Nach einer Weile war der Herzensmann dran - erinnert ihr euch an meinen anfänglichen Post mit dem "Spermagewinnungsraum"? *grins*. Aber auch dort lief es scheinbar problemlos, Erleichterung meinerseits. Seinerseits sicher auch. DAS hat schon mal geklappt. Dann warteten wir wieder eine Weile, inzwischen waren noch ein paar Paare, die eindeutig auch ihren Punktionstermin hatten. Zusammen mit einer anderen Dame wurde ich aufgerufen und wir gingen in den Ruhrraum. Meine - ich nenne sie mal - Punktionspartnerin war schon erfahrener als ich, für sie war es nicht das erste Mal. Die Schwester gab uns also eine kurze Einweisung: Liegesessel aussuchen, nochmal zur Toilette gehen, OP-Hemdchen, Socken und Gummischuhe anziehen, bequem machen und warten. Ich war sehr froh, dass ich nicht ganz alleine dort sitzen musste, denn obwohl ich ganz entspannt war, war ich doch sehr unsicher und neugierig, wie es nun genau ablaufen würde. So unterhielten wir uns ein bisschen, vorallem über die Erfahrungen, die wir mit unseren Ärzten gemacht hatten bisher. Sie kannte den Doktor schon, der die Punktion machen würde - für mich heißt er Dr. Charming (das passt nämlich wirklich) - und sagte, er wäre wirklich sehr nett.

Dann kam auch schon eine der Damen in Grün, stellte sich vor und verpasste mir erstmal einen Zugang in die Hand, nachdem sie gefühlte hundert Mal geklopft und gestrichen hat, damit eine von meinen mickerigen Venen sich zeigt. Auch wenn sie meinte, es wäre eine ganz dünne Nadel, selbst im Vergleich zur Orgalutran-Nadel war sie riesig! Das Blut floß aber, dank meines fleißigen Trinkens, ganz gut. Dann ging es schon rüber in den OP. Rauf auf den Stuhl und ich bekam den Narkoseschlauch angestöpselt, Blutdruckmanschette an den einen Arm und so ein Plastikding zur Überwachung auf den Finger. Dann bekamm ich noch eine kleine Sauerstoffmaske auf die Nase: "frische, gute Luft". Alle Werte waren prima und wir konnten starten. Dann kam Dr. Charming, erklärte kurz was passieren würde und los ging es. Erst merkte ich noch nichts von der Narkose, aber dann hat sie es ein bisschen erhöht und ich fühlte mich ein bisschen besoffen. Von der angeblich kalten Spülung habe ich nichts gemerkt. Dann ging es weiter und ich dachte, jetzt macht er erstmal Ultraschall, denn er hatte meine schönen Eierchen ja noch garnicht gesehen. Er war genauso entzückt wie meine Frau Doktor, da ich auf beiden Seiten so schön reagiert hatte. Wir unterhalten uns währendessen, auch wenn ich durch die Maske etwas eingeschränkt bin. Ich warte immer noch auf das von allen versprochene "und dann zählst du bis drei und bist dann weg...". Es drückte allerdings während des Schallens allerdings ganz schön, doch da ich Freitag und Samstag auch schon rechts sehr druckempfindlich war, hat mich das nicht verwundert. Aber die Punktion hätte ich so nicht überstanden - dachte ich. Als er also fertig ist, sag ich zu ihm: "Für die Punktion gleich krieg ich aber noch ein bisschen mehr Narkose, bitte? Das hat schon ein bisschen gedrückt ..." Er grinst und sagt: "Das war schon die Punktion, ich bin schon fertig - sie haben das ganz toll gemacht." Häh? Was? Fertig? Ich bin doch noch wach. Das Ergebnis sagt er mir direkt: 14 Eizellen und auch keine Katastrophenmeldungen vom SG. Na, das klingt doch super.

Ich darf wieder in den Ruheraum, jetzt ist gleich meine Punktionspartnerin dran. Meine Werte werden kontrolliert, ich kriege Wasser zu trinken und der Doktor kommt mit dem OP-Bericht. Überall springt mir das Wort "optimal" entgegen. Und eine dicke, fette 14. Nach einer Weile darf ich mich anziehen, es geht mir bestens. Ich habe es geschafft. Jetzt habe ich Hunger. Eine Schwester bringt mich zurück in den Wartebereich (Uniklinik halt - hihi) und ich packe mein Brötchen aus. 2 mal reingebissen. Doch ich kriege kaum was runter. Mir wird irgendwie komisch, kalter Schweiss bricht mir überall aus, dabei ging es mir vor 5 Minuten super. Ich stupse den Herzensmann an, er soll mal jemanden holen. Die Schwester guckt mich an, ist besorgt, ich lege mich hin, Füsse hoch. Mir ist egal, ob da Leute drumherum sitzen, aber wir haben einen einigermaßen geschützen Platz. Nach einer Weile geht es, die Schwester meint, ich wäre ein bisschen unterzuckert. Es wird nochmal Blutdruck gemessen, aber der Wert ist prima. Da ich keinen Kaffee mag, besorgt der Herzensmann mir einen schönen Kakao. Man, hätte ich gewusst, dass der da so gut schmeckt... lecker. Die Lebensgeister kehren zurück. Der Herzensmann schaut mich die ganze Zeit kritisch-besorgt an, so kennt er mich nicht. Ich hoffe, dass ich ihn nicht zu doll erschreckt habe.

Wir warten noch ein Weile, es geht mir langsam besser, der Kakao hilft. Dann noch ein leckerer Schokomuffin obendrauf. Jetzt möchte ich nur noch auf mein bequemes Sofa. Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, werden wir wieder aufgerufen und mit einigen Hinweisen entlassen. Auf dem Weg nach draußen sehen wir nochmal den Doc, er wünscht uns alles Gute und wir sind draußen.

Den Rest des Tages habe ich gemütlich auf dem Sofa verbracht, umhegt und gepflegt von meinem Mann. Jetzt bin ich gespannt, wie es morgen weitergeht.

Danke für alle eure lieben Kommentare und eure Daumen!