Montag, 30. Dezember 2013

The same situation as last year?

The same situation as every year.

Dieses abgewandelte Frage-und-Antwort-Spiel ist alljährlich ein Klassiker des Silvesterprogramms. Auch im Hause ZweiLinien. Wir beenden dieses Jahr wie das davor - ohne Kind. Und das davor. Und das davor. Morgen ist der letzte Tag des Jahres und ich bin froh, dass es vorbei ist. 2013 - dieses Jahr hat uns kein Glück gebracht. Es war ein mieses Jahr. 

Beruflich stecke ich in einer Sackgasse fest, ich bin unglücklich und werde unzufrieden. Die Arbeitsbedingungen sind emotional sehr belastetend und ich kann meine Arbeit nicht so machen, wie ich gern würde, weil die Umstände es vorgeben. Der Ausweg wäre ein Jobwechsel, doch den hätte ich besser schon vor 2-3 Jahren machen sollen. Da dachte ich allerdings noch, es klappt bald mit dem Traum vom Baby. Jetzt zu wechseln wäre nicht gut, denn ein Jobwechsel und die Kinderwunschbehandlung wären schwer zu vereinbaren.

Der Kinderwunsch hat dieses Jahr sehr dominiert. Meine schwere Phase im Januar, die mich fast eine Freundschaft gekostet hätte. Dann der Info-Termin in der Kinderwunschklinik im Februar. Der erste Termin dort im April und im Mai haben wir direkt den ersten Clomifen-Zyklus gestartet und abgebrochen. Dann die Zyste, Urlaub und (eigentlich) ein Pausenzyklus und Anfang Juli der erste Schwangerschaftstest mit zwei Linien. Zwei Wochen später der Anfang vom Ende, der Wunderfloh wächst nicht weiter und geht im August zu den Sternen. Im Oktober die erste ICSI und das Negativ im November. Kryo-Zyklus im Dezember und eine Woche vor Weihnachten das nächste Negativ. Wieder stehen wir da, mit leeren Händen. Same situation as last year.

Es war ein anstrengendes Jahr. Es hat viel Kraft gekostet. Im Moment bin ich einfach nur müde, müde und erschöpft. Ich bin froh, dass wir gerade Pause machen. Ein Zyklus, in dem grade mal gar nichts passiert. Wie es weiter geht - ich weiß es gerade nicht. Wir werden es sehen. 

Doch etwas darf ich aus diesem verkorksten Jahr mitnehmen, rüber nach 2014: meinen Blog, die Blogschwestern und das Netz, dass sich hier verwoben hat. Ich hätte nicht gedacht, welch einen enormen Raum dies in meinem Leben einnehmen würde. Wie wichtig mir der Blog geworden ist, wie sehr IHR mir ans Herz gewachsen seid. Hier ist Raum für Weinen und Lachen, Hoffen und Bangen, Trauer, Wut und Hoffnungslosigkeit, für Spass und Glück und hilfreiche Ratschläge. Auch wenn das Jahr für mich nicht so glücklich endet, wie ich es mir gewünscht hätte - es ist ein großes Glück für mich, dass ich den Blog habe. Ich weiß nicht, wie ich dieses Jahr ohne diese Möglichkeit durchgestanden hätte. Ich habe einen Platz gefunden, meinen Platz, in diesem großen Kinderwunsch-Universum, mehr noch: ich habe wunderbare Menschen in mein Leben gelassen, die meisten nur virtuell, trotzdem seid ihr mir ganz nah. Ein paar haben den direkten Weg in mein Herz gefunden, sind zu Seelenschwestern geworden, starke Frauen, jede voll Weisheit, Witz und Liebe. Ihr seid wunderbar, Mädels!

Auch im realen Leben haben uns Familie und Freunde im letzten halben Jahr sehr zur Seite gestanden und aufgefangen. Dafür bin ich sehr dankbar. Es war die richtige Entscheidung, sie endlich einzuweihen und wir haben es bis heute nicht bereut. 

Eine Freundschaft, die schon lange, lange besteht, hat sich durch den Verlust des Flohs gewandelt und ist - jedenfalls für mich - viel enger geworden. Sternchen, du bist die Einzige, aus meinem realen Leben, die hier lesen darf, deshalb möchte ich dir hier an dieser Stelle sagen: Danke! Danke, dass du für mich da warst und bist, zu jeder Zeit - und auch wenn du anderer Meinung bist: ich hätte es ohne deine Hilfe nicht geschafft! Du bist großartig. Ich wünsche euch, dass 2014 ein großartiges Jahr für euch wird und freu mich, wenn wir uns bald sehen.

So starten wir also in ein paar Stunden in das neue Jahr. Möge es für uns alle viele positive Schwangerschaftstests, dicke Kugelbäuche und gesunde Babies bereit halten. 

The best is yet to come!

Happy 2014!







Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachten im Paralleluniversum

Tja, nun ist also Heiligabend. Das Negativ nun eine Woche her. Und als ob es nicht schon gereicht hätte, hatten wir am selben Abend noch einen Todesfall in der Familie. Ich kann mich nicht erinnern, mich gemeldet zu haben, als jemand fragte, wer denn noch mehr Mist in seinem Leben will. 

Seit Montag lebe ich also in zwei Welten gleichzeitig. Eine ist weihnachtlich, mit leuchtenden Kerzen, Weihnachtsduft, Geschenken und Vorfreude. 

Die andere ist einfach nur trüb. Da dominieren die Trauer um verlorene Chancen, Enttäuschung und Kraftlosigkeit. Im Alltag lebe ich die Tage ohne den Floh, doch jetzt gerade zu Weihnachten stiehlt sich immer öfter der Gedanke in mein Herz, dass es dieses Weihnachten anders hätte sein können. Ein anderer, positiver Ausgang der letzten zwei Transferversuche hätte diesen Schmerz vielleicht lindern können. So jedoch bin ich ihm ausgeliefert. 

Damit er nicht Überhand gewinnt, springe ich wieder in die Parallelwelt. Dort wo Weihnachten immer schön ist, wo Freude, Liebe und Licht ist und versuche, dass die Hand des Herzmannes mich dort hält. 

Vielleicht ist das nicht gerade ein hoffnungsvoller Post, wo Weihnachten doch die Zeit der Hoffnung sein soll. Doch es ist ein bisschen viel verlangt, wenn man von Weihnachten erwartet, dass es auf einmal alles Traurige vergessen macht. Weihnachten ist nicht wie in der Fernsehwerbung. 

Ich weiß nicht, warum gerade dieses letzte Negativ so schwer zu ertragen ist. Ich scheine dieses Mal mehr Zeit zu brauchen, um wieder aufzustehen. Doch ich möchte euch aus tiefstem Herzen danken, für euren Beistand und eure lieben Worte. Sie dringen vor bis in die Dunkelheit, sie wärmen in der Kälte und streicheln in der Einsamkeit. Sie umgeben mich im Grau dieses Paralleluniversums wie ein schützender Mantel und fangen mich auf wie ein Netz. 

So flüchte ich mich gleich wieder in mein Weihnachtsuniversum, in dem mich die Liebe meines Mannes, meiner Familie und meiner Freunde wieder auffängt und das Licht der Kerzen die Schatten zumindest für die nächsten Tage vertreibt. 


Montag, 16. Dezember 2013

Hello again - ich bin dein Negativ und geb dir mal wieder eins auf die Mütze.

Negativ. Wieder.
HCG bei Null.
Nix Nikolaus. Nix Xaver.

Trotz bester Voraussetzungen, super Schleimhaut, super Embryos. Wieder nix.

Ich versteh's nicht.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

To whom it may concern - ich habe kalte Füsse

Ich hab kalte Füsse. Eiskalt. Gerade habe ich in meiner Statistik gelesen, dass jemand mit der Suche "Kryo positiv mir ist warm" auf meinen Blog gestossen ist. Wenn das stimmt, hat unser Versuch wohl nicht geklappt. 
 Aaaaaaaaaaaber wenn das nicht stimmt, dann würde sich mein Gefühl bestätigen. Das Problem dabei ist, ich trau diesem Gefühl nicht übern Weg. Doch ich wollt's auf jeden Fall mal vorher sagen, denn wenn ich hinterher sage, ich habs geahnt die ganze Zeit, sagt die halbe Welt "klar, kann man hinterher ja leicht sagen." Wenn nicht, hab ich mich halt getäuscht. Fallen tu ich dann eh. Aufstehen aber auch. Ich wollte es halt mal dokumentieren. Schwarzaufweiss. Ich hab ein gutes Gefühl. Xaver. Nikolaus. We will see.

Freitag, 6. Dezember 2013

Nikolaus und Xaver

Sturm Xaver hat uns am Nikolaustag einige Zentimeter Schnee gebracht. Zuerst schaufel ich also mein Auto vom Schnee frei. Dann fahre ich 90 Minuten vor Termin los - ich befürchte Verkehrschaos auf den Straßen. Am Dienstag habe ich für 20 km eine Stunde Fahrzeit gebraucht. In unserer kleinen Straße ist es recht rutschig, aber kaum bin auch auf der Autobahn ist die ganze weiße Pracht weg. Ich komme ganz gut durch und bin in 35 Minuten da. Was mach ich bloss mit so viel Zeit? Na klar, Parkplatz suchen. Das dauert ungefähr 20 Minuten. Ich kurve und kurve... und ich muss aufs Klo. Darf ich aber nicht. "Sie dürfen gern zuhause nochmal zur Toilette, aber dann nicht mehr, die Blase muss ein bisschen gefüllt sein, dann ist es einfacher mit dem Transfer." Aber so ist dass, sagt dir einer, du darfst nicht - dann muuuuuuussst du. Mist. Kaum bin ich also vom Auto zur Klinik gelaufen, mittlerweile in heftigem Schneegestöber ist direkt vor der Tür ein Parkplatz frei. Na, hoffentlich läuft der Rest des Tages besser...

Inzwischen ist es 10 Uhr, in einer halben Stunde bin ich dran. Heute ist etwas mehr los, 3-4 andere Frauen im Wartebereich. Ich setze mich, zieh mein Buch raus und komme endlich zum lesen. Aber ich komm wieder nicht weit. Nach ein paar Minuten werde ich aufgerufen und es geht los. Die Schwester nimmt mich in Empfang: "Ach, Sie sind allein?" Äh, ja - aber ist ja nur Transfer. Ich scheine ihr trotzdem leid zu tun. Sie geht kurz Labor und Ärztin informieren, dass ich da bin - derweil entblätter ich mich schon mal unten rum und setz mich auf den Stuhl. Schnell ist sie wieder da "damit sie nicht so allein sind". Irgendwie hab ich das Gefühl, ich bin eine Ausnahme. Dann kommt die Ärztin dazu, es ist die nette Blonde von Dienstag, sie erkennt mich auch wieder und freut sich. Es geht los, nochmal US und dann kommt die Biologin und bringt meine zwei Eis-Schätzchen. Alle beide haben das auftauen gut überstanden und die Ärztin ist sehr zufrieden über die schöne Qualität. Wir witzeln noch ein bisschen darüber, dass es ja heute perfektes Wetter für Eisbärchen ist und schon ist die ganze Prozedur vorbei. Nikolaus und Xaver sind eingezogen. Ich hoffe, zumindest einer von ihnen bleibt. Ab jetzt wieder ein bisschen schwanger. :) 

Die Warteschleife ist dieses Mal richtig kurz: am 16.12. darf ich schon zum Bluttest. Na, das klingt doch gut. ich verabschiede mich von allen, schnapp mir meinen Transferbericht und stiefel durch den Schnee zum Auto. Dort lese ich erstmal, was im Bericht steht: einen 8- und einen 10-Zeller habe ich zurück bekommen.

Ich freue mich auf ein paar freie Tage beim Schwesterherz ab morgen und habe schon angekündigt, dass wir zu Dritt kommen.


Donnerstag, 5. Dezember 2013

Morgen wird es Kinder geben...

Upps, schon wieder das böse Wort. Aber heute mal nix über Ferrero & Co. (das habe ich per Kommentarfunktion erledigt). 

Nein, mir schwirrt heute dieses altbekannte Weihnachtslied im Kopf herum. Allerdings habe ich die Reihenfolge der Worte ein wenig umgestellt - aus aktuellem Anlass, sozusagen. Denn vor lauter ärgern über - na ihr wisst schon wen und was - habe ich noch gar nicht erzählt, was am Dienstag bei meinem US beschlossen wurde. 

Nachdem ich also - verkehrsbedingt - auf die letzte Minute vor der Kiwu geparkt habe, war ich etwas erstaunt. Dienstag morgen, 8:33 Uhr: 3 (nicht 30, blöder Tippfehler - hahahaha) Arzthelferinnen hinter der Anmeldung aber kein Mensch im Wartebereich. Keine Kiwufrau, kein Kiwumann. Total tote Hose. Ich setz mich trotzdem kurz, schlage mein Buch auf und werde schon zur Blutabnahme gebeten. Es dauert ein bisschen, bis meine liebste Vorzeigevene gefunden ist, ein bisschen Small Talk und ich dackel zurück ins Wartebereich. 8:42 Uhr und ich bin noch immer allein. Will denn keiner mehr Kinderwunschbehandlungen machen? Wo zum Teufel seid ihr, Mädels? Bei Frau Dr. ist auch noch die Tür zu. Ich krame mein Buch wieder raus, kaum habe ich ein paar Zeilen gelesen, werde ich schon wieder unterbrochen. Eine mir bis dahin unbekannte blonde Frau Dr. steht vor mir. Sie lächelt, stellt sich vor und sagt, sie habe gesehen dass ich einen Termin bei ihrer Kollegin habe um 8:30 Uhr - die sei allerdings noch im Gespräch, ich könne gern auf sie warten oder direkt mit ihr mitkommen - also, wenn das für mich OK wäre und ich sonst nichts mehr mit "meiner" Frau Dr. zu besprechen hätte. 

Na, da geh ich doch gleich mit, dann komme ich wenigstens schneller wieder ins Büro (guute Entscheidung, ich brauchte nämlich für 12 km eine geschlagene dreiviertel Stunde im Stadtverkehr). Die blonde Frau Dr. schaut sich meine Akte an, den ICSI Bericht und den Kryoplan. Dann gucken wir mal, wie es innen drinnen aussieht. Während ich mich entpelle, fragt sie, wie ich mit den Pflastern zurecht komme. Ich berichte von den ständigen Kopfschmerzen und Migräne; ja, das käme durch den schwankenden Östrogenspiegel. Ok, bekannte Nebenwirkung - muss ich jetzt wohl mit leben. 

Sie schaut nach der Schleimhaut und die sieht super aus. Also, auch wenn ich von allein keine gescheiten Eier produzieren kann, aber Schleimhaut, Schleimhaut kann ich. Wenigstens etwas. An ZT 14 ist die Schleimhaut mal wieder schöööön dreischichtig und bei 10 mm. Dieses "dreischichtig" scheint wohl irgendso ein "besonders-wertvoll-Prädikat" zu sein, egal wer bis jetzt bei mir US gemacht, jeder teilte mir voller Stolz mit, dass die Schleimhaut "schööööhn dreischichtig" sei. Vielleicht lass ich mir mal ein T-Shirt drucken mit dem Spruch.

Übrigens keine Eierchen - sollte wohl auch so sein, die Pflaster kleb ich ja nicht umsonst. Das Endergebnis ist jetzt allerdings, dass der für nächsten Mittwoch geplante Transfer verlegt wurde. Auf MORGEN! Ich hätte sie auch schon heute zurück bekommen können, aber ich habe erst für morgen Urlaub bekommen. So habe ich ein schönes, langes Wochenende. Denn am Samstag fahre ich zu meinem Schwesterherz und bleibe bis Dienstag.

Für mich ist es total unwirklich, dass es jetzt morgen schon wieder soweit ist. Irgendwie ging alles so wahnsinnig schnell. Die PU ist gerade mal 4 Wochen her und schon bekomme ich morgen die ersten Kryos zurück.

Montag, 2. Dezember 2013

Welcher Depp hat sich DAS ausgedacht???!!!

Ich schwöre, ich bin wirklich viel lockerer geworden, was den Kinderwunsch im Alltag angeht. Ich kann Schwangere und Babies und Kleinkinder - sogar nervige im Supermarkt - problemlos ertragen. Ich weine nicht bei der Pampers-Werbung im Fernsehen, Claus Hipp oder die glückliche Kleinfamilie in diversen Werbespots machen mir nichts aus. Auch die naive TV-Tante, die der allwissenden "Claire" die Frage nach den besten Tagen um schwanger zu werden stellt, geht mir sonst wo vorbei. Und die Kinder auf dem Karusell auf dem Weihnachtsmarkt stürzen mich nicht in Depressionen. 

Fragt ihr euch, worauf ich hinaus will? Oder ahnt ihr es schon? Was mich wirklich wirklich wirklich richtig auf die Palme bringt? Wo ich jedes Mal am liebsten irgendwas Schweres, Hartes, Spitzes in den heißgeliebten, superteuren und noch ziemlich neuen Plasmafernseher schmeißen möchte? Ich hasse die Weihnachtswerbung von Ferrero mit der dämlichen Frage "was wäre Weihnachten ohne Kinder...?" - die natürlich auf die Kinderschokoladen-Produkte abzielt. Diese Frage sticht mir buchstäblich ins Herz. Denn sie impliziert für mich als Kinderwunschfrau vor allem eines: Weihnachten ist NICHTS ohne Kinder. DU hast keine Kinder, also hast du auch kein Recht auf ein schönes Weihnachten. Wofür machst du dir die Mühe, denn da werden keine leuchtenden Kinderaugen sein, die auf das Christkind warten? Also, lass es bleiben. 

Aber, liebe Marketing-Leute von Ferrero, die ihr für die Kinder-Kampagne zuständig seid: 
IHR KÖNNT MICH MAL KREUZWEISE!

Ich hab eine schöne Weihnachtszeit. Noch ohne Kinder. Aber dafür mit jeder Menge Kerzen. Selbstgebackenen Plätzchen. Weihnachtsgeschichten für Kinder, die auch Erwachsenen das Herz aufgehen lassen. Weihnachtstee. Punsch. Tannennadelduft. Schneemännern. Weihnachtsfilmen. Tannenbaum. Adventskranz. Adventskalender. Weihnachtsliedern. Liebevoll verpackten Päcken. Kleinen Überraschungen. Gebrannten Mandeln. Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt. Glühwein. Schneeflockengestöber. Weihnachtspost. Glöckchengeläut. Kartoffelsalat. Zeit mit der Familie. Lachen. Liebe. 

Ohne Ferrero. 

Freitag, 29. November 2013

Ich wünsch mir meine Nadeln zurück

Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Wirklich nicht. Mir haben diese Nadeln sooo viel Angst gemacht. Und die Hormone - man hört ja immer: Nebenwirkungen! Nebenwirkungen! Nebenwirkungen! Mir ging es bestens während der Stimu-Zeit. 

Jetzt allerdings ist Kryo-Zeit. Ganz unkompliziert für den Körper. Weil, es passiert ja kaum was. Nur ein paar Pflaster kleben alle paar Tage. Denkste! Pustekuchen. Seit Samstag kleb ich alle zwei Tage ein Östrogen-Pflaster irgendwo hin. Seit Sonntag habe ich - immer am Tag nach Pflasterwechsel - Migräne. Ich weiß, ich bin in dieser Hinsicht vorbelastet. Doch weil es während der Stimu echt gut lief, habe ich das jetzt nicht erwartet. Aber ich kann die Uhr danach stellen. Pünktlich am nachmittag nach Pflasterwechseltag geht es los und nichts hilft, außer richtigen Tabletten. Das nervt mich, weil ich davon sooo schön weg war. Verflixte Hormone. 

Die ganze Zeit stelle ich mir also die Frage, ob das wirklich notwendig ist mit diesen Pflastern. Wenn ich das richtig verstanden habe - und bitte, wer Ahnung hat, möge mich korrigieren - sind diese Pflaster dazu da, die Schleimhaut aufzubauen. Damit habe ich aber überhaupt keine Probleme - weder damals mit Clomi noch jetzt bei der ICSI. Sicherlich auch dank Kalium Carbonicum. Wenn also noch eine Kryo nötig sein sollte - könnte ich nicht auch ohne Pflaster??? 

Dienstag ist Ultraschall. Dann werde ich sehen, wann ich meine "Eiswürfelchen" zurückbekomme. Wahrscheinlich erst nach dem verlängerten Plätzchenbackwochenende mit meinem Schwesterherz. Dieses Mal wird Frau Doktor es wohl selber machen - jedenfalls ist sie (mal wieder) zu einem Kongress und so wird der Transfer, wenn alles passt, genau auf den einen Tag gelegt, an dem wir beide "können". 

Hat sie jetzt doch der Ehrgeiz gepackt? Will sie ihr Versprechen "wir machen sie schwanger in 2013" auf jeden Fall einlösen? Das erste Mal hatte sie ja nichts damit zu tun und Punktion und Transfer hat ein Kollege gemacht. Nun, in dem Fall habe ich nichts gegen ihren Ehrgeiz - wie singt doch noch ein sehr geschätzter deutscher Liedermacher "aller guten Dinge sind drei!" 

So. Ich geh mich jetzt erstmal pflastern...

Sonntag, 24. November 2013

7-Meilen-Kryo-Stiefel. Oder: perfektes Timing

Ich muss gestehen, ich bin kein Musterbeispiel für die deutsche Pünktlichkeit. Bisher ließ mein Timing schon öfters mal zu wünschen übrig. Zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Zur falschen Zeit in den falschen Typen verliebt. Nicht den richtigen Zeitpunkt für den Jobwechsel gefunden. Undsoweiterundsofort. Doch das Timing für die ICSI war super: Plangespräch und abends direkt die erste Spritze. 

Nach dem Negativ am Montag habe ich direkt einen Termin zum Befundgespräch vereinbart und auch das passte super, direkt am Freitag durfte ich kommen. Und so sass ich am Freitag wieder in der Kiwu. Meine Frau Doktor hat sich gefreut, dass es so schnell ging mit einem Termin. Wir haben also die ICSI nochmal durchgesprochen - Lehrbuch-ICSI eigentlich, sagt sie. Bis auf das Ergebnis, sage ich. Ja, sagt sie, dass hätte ich mir anders vorgestellt. Ich erzähle, wie es mir während der Warteschleife erging und dass ich zwar die Hoffnung gehabt hatte, dass es klappt - eben weil die Voraussetzungen wirklich, wirklich gut waren. Aber ich hatte die ganze Zeit, ganz tief drinnen das Gefühl, dass Paul und Paula nicht sich nicht festgekrallt hatten. Genauso, wie ich beim Floh ganz genau wusste, dass etwas nicht in Ordnung war, noch bevor ich bestätigte Befunde vom Arzt hatte. So, wie ich vom Gefühl her genau sagen konnte, wann er sich verabschiedet hat, noch bevor der Körper Anzeichen gezeigt hat. Frau Doktor ist sehr interessiert, will alles ganz genau wissen - ich spüre, dass sie das Ernst nimmt und mir glaubt. Sie sagt, es gibt Frauen, die ein derartiges Gespür haben ohne dass man das irgendwie erklären kann.

Deshalb ist ihre Empfehlung auch ganz klar: wir machen schon in diesem Zyklus weiter mit der Kryo. Ich finde das gut, erzähle ihr aber auch direkt, dass wir Zuhause geteilter Meinung darüber waren. Der Herzensmann wollte ja noch warten, meinte, dass ginge vielleicht zu schnell. Wir hatten uns am Donnerstag abend dann darauf geeinigt, dass wir der Empfehlung der Ärztin folgen würden, selbst wenn es warten hieße. 

Nun, sagt sie, meine Empfehlung fällt immer individuell aus. Medizinisch sollte natürlich alles ok sein, heißt Gebärmutter und Eierstöcke sollten wieder in "gutem Zustand" sein. Doch sie vermutet bei mir keine Probleme, da wir ja nur ganz gering stimuliert haben - "eigentlich nur angehustet". Der andere Aspekt ist die psychologische Seite - eine Wartezeit bis Januar findet sie zu lang für uns. Sie sagt, wir sind "bereit", also wozu warten? Ich bin überglücklich. 

Bevor wir aber weiter in die Theorie gehen, möchte sie sicherheitshalber nochmal einen Ultraschall machen. Nur zur Sicherheit. Doch wie erwartet sieht alles bestens aus. Die Gebärmutter sieht für den 4. ZT wieder schön aus, die Eierstöcke sind wieder völlig normal.Wir werden also 2 Eisbärchen noch vor Weihnachten in die schöne, warme Kuschelhöhle zurückholen. 

Mit einem Rezept für Östrogenpflaster und Crinone stiefel ich mit meinen 7-Meilen-Kryo-Stiefeln in die Apotheke. Neben mir steht eine ältere Dame, die beraten wird. Als die Apothekendame mir den Preis von 150 Euro nennt, guckt die Oma erschrocken auf. Vor allem wahrscheinlich, weil ich nur 2 kleine Pflasterschachteln und die eine etwas größere Crinonebox habe. 

Die Pflaster klebe ich mir jetzt alle 2 Tage irgendwohin: Beine, Po, Bauch, Arme - egal wohin, nur nicht auf den Busen. Wer bitte käme auf so eine Idee? 

Jetzt sitze ich hier gemütlich auf dem Sofa und kann noch garnicht fassen, dass ich schon wieder mitten drin bin. Mitten in meinem ersten Kryozyklus. Mit 7-Meilen Stiefeln. Kann mich mal bitte einer kneifen?





Dienstag, 19. November 2013

Heute wieder eine Kriegerin des Lichts

Das war kein leichter Tag gestern. Ich habe viel geweint. Nicht im Büro, da habe ich mich noch zusammengerissen. Aber kaum saß ich in der Tiefgarage im Auto, da flossen die Tränen und wollten gar nicht aufhören. Ich weiß, man sollte in so einem Zustand nicht Autofahren... aber ich musste ja irgendwie nach Hause kommen.

Was hat mir geholfen? Ihr - ganz ganz viel. All die lieben Kommentare und Mails und SMS. Das Netz der Blogschwestern wird immer stärker und enger, ich bin gefallen, ja, aber ich bin aufgefangen worden. 

Danke euch allen. 

Ich mopse jetzt mal  hier bei Sandra den Text, der mich heute morgen wieder auf die Füße gebracht hat. Ich habe es gelesen und erstmal wieder geweint. Dann habe tief durchgeatmet. Bin aufgestanden. Habe beschlossen, ich kämpfe weiter. Heute bin ich wieder eine Kriegerin des Lichts.

So habe ich jetzt am Freitag um 10 Uhr einen Termin mit meiner Kinderwunschfraudoktor - zur Befundbesprechung. Was für mich heißt: wann machen wir die Kryo? Ich schwanke noch zwischen doch jetzt sofort oder erst im Januar. Mal sehen, was sie sagt. Und wie der Herzensmann darüber denkt. Ich vermute, sofort ist ihm zu schnell. Aber bis Freitag kann er ja noch überlegen. Heute hat jedenfalls die Blutung eingesetzt. Das war somit der kürzeste Zyklus seit 1,5 Jahren. 

Diese Schlacht habe ich vielleicht verloren, aber der Kinderwunsch-Krieg ist noch lange nicht zu Ende.  

P.S. das Buch von Paul Coelho "Handbuch des Kriegers des Lichts" hatte die Buchhandlung heute sogar vorrätig und so liegt es jetzt hier und ich freue mich aufs lesen.




Montag, 18. November 2013

Negativ

Was soll ich groß drumherum reden. Der Test ist negativ. Noch nicht mal der Hauch einer Einnistung. 

Ich brauch auch nicht viel schreiben, ihr wisst, wie es mir geht. Danke für eure Daumen und die lieben Worte, die mich inzwischen erreicht haben. Ich heul erstmal ne Runde und sammle die Scherben auf. 

Sonntag, 17. November 2013

Demut und Dankbarkeit

Zwei kleine Worte. So viel dahinter. 

Im letzten Post habe ich gejammert, dass diese ICSI von außen so leicht erscheint. Spaziergang. Superwoman. Garantieschein. Doch dann gab es zwei Nachrichten, da habe ich mich geschämt über dieses Gejammer. Denn ich jammere hier auf sehr, sehr hohem Niveau. Und das tut mir wahnsinnig leid.

Demut und Dankbarkeit 

Ich weiß, jede Kinderwunschgeschichte ist einzigartig. Ich kann mich nicht vergleichen mit Anderen. Doch ich kann lernen, dankbar zu sein, für das, was ich habe. Ich habe die Hormone prima vertragen. Meine Eier sind gewachsen. Das SG war ausreichend gut. Ein großer Teil meiner Eizellen ließ sich befruchten. Mein Transfer war problemlos. Ich habe trotz PCO keine Überstimulation bekommen. Meine Warteschleife war eigentlich ein Klacks. Wenn dieser Test morgen negativ ausfällt, haben wir 4 eisige Eierchen von guter Qualität. Plus noch 2 genehmigte ICSIs.

Dankbarkeit. 

Demut. 








Dieser Post ist für Hanni und Bummel Hummel ♥ - Danke und Entschuldigung









Mittwoch, 13. November 2013

und so vergehn die Tage...

Jetzt ist der Transfer tatsächlich schon eine ganze Woche her. Eine Woche. Irgendwie ist die Zeit so schnell vergangen und doch kommt es mir so vor, als hätte ich noch mindestens zweimal so viel Zeit vor mir, bis ich zum Bluttest muss. Im Grunde geht es ganz gut bis hier her. Bis auf diese Geschichte mit dem Nerv, der sich als verdrehter Lendenwirbel entpuppte. Ich habe tatsächlich kurzfristig einen Termin bekommen und es hat wirklich super geholfen - ich kann mich wieder bewegen! Seit Sonntag habe ich auch nicht mehr diesen Druck im Bauch von den Eierstöcken - da hat ein ziemlich großer Eiweißshake wahre Wunder bewirkt. Allerdings war mir danach ziemlich übel und um dieses fiese Gefühl loszuwerden, habe ich einen ganzen Lindt-Teddy aufgefuttert. Ja - ich kann's nicht leugnen, Schokolade macht glücklich.

Ansonsten merke ich vor allem, dass meine Brüste auf die Hormone anspringen. Jemand mit einem A-Körbchen findet das vielleicht prima, aber ich habe da schon einiges mehr und denke schon über eine Zweitkarriere als Amme nach. Schwierigkeit dabei ist nur - das Schwangerwerden... Das erst ständig vorhandene Ziehen ist zwischendurch verschwunden, seit heute ist es wieder zurück - so "welcome home, buddy". Bedeuten tut es nicht wirklich was - ich habe es, wenn ich PMS habe und ich hatte es beim Floh. Wir wissen also, dass wir nichts wissen.

Und auch wenn ich bisher noch keine Warteschleifenkoller habe, es ist schwer für mich, mich auf die Arbeit zu konzentrieren. Einfach, weil es mir erstens alles so nebensächlich erscheint und es zweitens auch momentan überhaupt keinen Spass macht, weil ich grundsätzlich mit der Arbeitssituation unzufrieden bin. Zum Glück habe ich nur noch morgen und am Freitag dann frei. Das Wochenende verbringen wir mit Freunden und ich freue mich schon darauf - diese 3 Tage werden mit Sicherheit schnell vergehen. 

Heute habe ich das erste Mal darüber nachgedacht, vielleicht doch am Montag morgen zu testen. Vor dem BT - einfach um vorbereitet zu sein. Doch eigentlich will ich nicht testen. Ich will nicht wieder nur eine Linie sehen. Und wenn da eine zweite Linie wäre, ich weiß nicht, ob ich sie glauben würde. 

Meine schlimmste Angst ist nicht ein Negativ. Meine schlimmste Angst ist eine nicht intakte, nicht stabile Schwangerschaft. Etwas wieder hergeben zu müssen, was man schon so lieb gewonnen hat. Es mag von außen so erscheinen, als ob diese ICSI ein Spaziergang wäre, völlig problemlos und ich Superwoman, die da einfach so durchschlendert. Doch glaubt mir, auch mir hat niemand einen Garantieschein gegeben. Und so vergehn die Tage ...



Sonntag, 10. November 2013

Ge-Nervt

Nein, nicht von der Warteschleife. Das geht eigentlich sehr gut. Das warten auf die Fehlgeburt im Sommer war emotional kräftezehrender. Dafür plage ich mich mit anderen Wehwehchen herum. Gestern haben wir nach länger zeit mal wieder einen Stadtbummel gemacht. Doch scheinbar habe ich mich dabei irgendwie komisch bewegt. Jedenfalls merkte ich am Nachmittag Zuhause Schmerzen in Höhe des Steißbeins. Bis zum Abend wurde es nicht besser, ich habe den Rest des Abends in Bauchlage verbracht. Meine Vermutung ist, dass ich mir durch eine falsche Bewegung einen Nerv geklemmt habe oder sowas. Mist. Ganz großer Mist. Ich wusste nicht, wie ich schlafen soll. Rücken ging nicht. Seite ging auch nicht, da habe ich das Gefühl, der Eierstock, der dann oben ist "hängt" irgendwie runter und drückt überall. Also blieb noch der Bauch. Da bin ich auch erst eingeschlafen, doch nach gut einer Stunde vor Schmerzen wach geworden, weil ich irgendwie im Hohlkreuz lag. Mit einem Kissen unter dem Becken hab ich dann den Rest der Nacht irgendwie rumgekriegt. Heute geht es etwas besser, trotzdem geh ich morgen erstmal zum Arzt. Genauer gesagt, gibt es hier eine Osteopathin, ich hoffe, sie kann mir helfen. 

Gestern habe ich dann noch bei meiner Mama angerufen. Eigentlich werde ich mit meinen Wehwehchen immer ganz gut selbst fertig, aber manchmal - und daran merke ich immer, dass ich ernsthaft was habe - habe ich das Bedürfnis nach MAMA. Auch mit 36. auch, wenn ich hoffentlich bald selber Mama bin. Oft fühle ich mich nämlich, als ob unsere Rollen vertauscht wären, sie Kind, ich Mama. Aber gestern nicht, gestern durfte ich Kind sein. Das Telefonat tat mir gut und hat mich etwas beruhigt. Zum Schluss sagte sie mir etwas ganz süßes: "Pass schön auf dich auf und grüß mir Paul und Paula." Ich wusste erst gar nicht, wen sie meint, schließlich haben wir niemanden der so heißt. Doch dann ging mir ein ganzer Kronleuchter auf. Das hat mir gezeigt, dass es richtig war, unsere Eltern einzuweihen. All die Befürchtung es könnte den Druck erhöhen, haben sich nicht bewahrheitet. Wir werden liebevoll und gleichzeitig zurückhaltend unterstützt, aber von keiner Seite erdrückt. Es ist erleichternd, keine Ausreden mehr erfinden zu müssen. 

So nervt mich im Moment nur der Nerv. 

Freitag, 8. November 2013

Willst du Köttbullar essen? - Grüße aus der Warteschleife

Mittwoch mittag, irgendwo in Deutschland. Ein Mann und seine Frau fahren im Auto. Sie kommen gerade aus der Kinderwunschklinik und haben ihre wunderschönen Embryos abgeholt. Es entspannt sich folgender Dialog:

Sie: Du musst links rüber, sonst landen wir bei IKEA.
Er: Willste dahin?
Sie: Nein, nicht jetzt. Aber wenn ich schwanger bin, dann möchte ich vor Weihnachten zu IKEA.
Er: Warum? Willste Köttbullar essen?


Die kluge Leserin hat vielleicht schon erkannt, dass es sich bei diesem Paar um Herrn und Frau ZweiLinien handelte. Mit Sicherheit ist der klugen Leserin auch klar, warum ich zu IKEA möchte, ohne dass ich es erklären müsste. Irgendwie haben wir Frauen ein IKEA-Gen, wenigstens die meisten von uns. Jede von uns träumt davon, irgendwann dort durch diese Kinderabteilung zu wandeln, dies und das winzige, bunte Ding anzufassen und zu überlegen, ob man das wohl für den Nachwuchs "unbedingt braucht". Bei mir jedenfalls ist das so. Keine Kinderabteilung übt auf mich so viel Faszination aus wie die beim schwedischen Möbelriesen. Aber damit kann ich leben. Ich bin mir sicher, beim nächsten IKEA-Besuch guck ich in der Kinderabteilung. Und wer weiß, vielleicht essen wir auch Köttbullar.


Wie gehts mir sonst? Gut. Wirklich. So langsam lässt das Druckgefühl nach. Das war wirklich das Unangenehmste bisher. Erst fühlte es sich so an, also ob die durch das viele Trinken ständig gefüllte Blase sich mit dem rechten Eierstock uneinig über den Platzanspruch wäre, das war so Montag und Dienstag und wechselte dann nach links. Seit Donnerstag, also dem Tag nach Transfer, gehe ich wieder Arbeiten und es geht besser als ich dachte. Auch links beruhigt es sich so langsam, sitzen ist ok, wenn ich auch zwischendurch oft aufstehe.

Ein Kampf sind für mich die mindestens 3 Liter trinken am Tag. Ich bin jemand, der leider generell viel zu wenig trinkt, auch wenn ich weiß, dass das nicht gut ist. Aber ich habe meine Stationbecher rausgeholt und damit geht es. Fassungsvermögen: 0,5 Liter - sechs davon muss ich am Tag schaffen, dann ist das Miniumziel erreicht.

Der Antrag für die Erstattung unseres Eigenanteils geht morgen an die Krankenkasse. Da ich nicht wirklich viele Medikamente gebraucht habe (1100 Einheiten Gonal F, 6 x Orgalutran, 1 x Ovitrelle) belaufen sich die Kosten für die Medikamente auf knapp 600 Euro, dazu kommen nochmal 800 Euro für die ICSI. Insgesamt hätte uns dieser Versuch 1400 Euro gekostet, wenn wir nicht zur Knappschaft gewechselt wären. 1400 Euro, die wir für Kryos verbraten können, wenn wir müssen. Oder für nen Kinderwagen...





Mittwoch, 6. November 2013

Eieieieieieiei

Transfer geschafft! Ich kann es kaum glauben, es fühlt sich noch völlig unwirklich an. Ich habe meine Zwei zurück. Den Arzt, der den Transfer durchführen würde, durfte ich mir aussuchen. Da meine Frau Doktor heute nicht da war, habe ich mich für Dr. Charming entschieden, denn der hat ja schon die Punktion am Montag so schön gemacht. Nachdem ich über den ganzen Transfer aufgeklärt wurde, folgte noch ein Ultraschall. Alles sieht super aus, Beschwerden habe ich keine, wir können starten. Die vier ins Eis gewanderten Geschwister haben alle eine sehr gute Qualität, das freut mich und den Doc. Er ist sehr zufrieden mit der Befruchtungsrate, vor allem bei der Spitzenqualität. "Ich gebe Ihnen jetzt erstmal Kind 1 und 2 zurück, für Nr. 3,4,5 und 6 kommen sie einfach irgendwann nochmal zurück." Ein charmantes Lächeln. 

Dann kommt die Biologin mit meinem ganzen Stolz: ein 8-Zeller und ein 6-Zeller, beide in A-Qualität. Ich grinse im Kreis. Alles ist gut. 

Ein Foto gab es leider nicht, dafür einen Bericht, in dem noch einmal alles genau aufgeschrieben ist. 

Mit strahlendem Gesicht geht's zurück zum Herzensmann, der uns ganz happy in Empfang nimmt und und sich im Auto erstmal alle Details erzählen lässt. Ich sehe, dass er mindestens so stolz und glücklich ist wie ich.

Ab jetzt: ab in die Warteschleife ❤

Dienstag, 5. November 2013

Ein schönes Ergebnis

Gerade schau ich auf die Uhr, es ist schon 10:05 Uhr! Ich kann im Labor anrufen - hurra! Kaum habe ich die Nummer gewählt, habe ich auch schon eine nette Frauenstimme am Telefon. "Hallo, hier ist Frau ZweiLinien - ich hatte gestern Punktion und wollte mal hören, wie es ausschaut..." "Ja, wir haben gestern 14 punktiert, davon waren 9 reif und 6 haben sich befruchten lassen. Ein schönes Ergebnis. So haben wir 4 zum einfrieren und Sie bekommen morgen 2 zurück. Passt es um 10 Uhr?" Jaaa - das passt uns wunderbar. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis.

Die Punktion gestern habe ich eigentlich ganz gut überstanden. Allerdings hat mein Kreislauf hinterher ein bisschen schlapp gemacht. Doch erstmal der Reihe nach: wir sollten um 10:30 Uhr in der KIWU erscheinen und waren überpünktlich da, weil wir gut durchgekommen sind und direkt einen Parkplatz vor der Tür bekommen haben. Also erstmal die noch notwendige Überweisung für den Herzensmann abgegeben und ich durfte ein Formular ausfüllen, wann ich die Auslösespritze gegeben habe. Es gibt ja viele Stimmen, die behaupten, Uniklinik ist anonym und man ist nur eine Nummer. Dieses Gefühl hat sich bei mir auch gestern wieder nicht besätigt. Wir standen noch an der Anmeldung, die Dame dort war noch mit einer Eintragung in den PC beschäftigt und wir mussten kurz warten - doch noch bevor ich unseren Namen sagen konnte und weswegen wir da waren, hatte die zweite Schwester schon unsere Akte in der Hand: "ich kenn sie doch..." Ich fand das ganz toll, denn wir waren ja noch gar nicht sooo oft da. Dann durften wir im Wartebereich Platz nehmen. Nach einer Weile war der Herzensmann dran - erinnert ihr euch an meinen anfänglichen Post mit dem "Spermagewinnungsraum"? *grins*. Aber auch dort lief es scheinbar problemlos, Erleichterung meinerseits. Seinerseits sicher auch. DAS hat schon mal geklappt. Dann warteten wir wieder eine Weile, inzwischen waren noch ein paar Paare, die eindeutig auch ihren Punktionstermin hatten. Zusammen mit einer anderen Dame wurde ich aufgerufen und wir gingen in den Ruhrraum. Meine - ich nenne sie mal - Punktionspartnerin war schon erfahrener als ich, für sie war es nicht das erste Mal. Die Schwester gab uns also eine kurze Einweisung: Liegesessel aussuchen, nochmal zur Toilette gehen, OP-Hemdchen, Socken und Gummischuhe anziehen, bequem machen und warten. Ich war sehr froh, dass ich nicht ganz alleine dort sitzen musste, denn obwohl ich ganz entspannt war, war ich doch sehr unsicher und neugierig, wie es nun genau ablaufen würde. So unterhielten wir uns ein bisschen, vorallem über die Erfahrungen, die wir mit unseren Ärzten gemacht hatten bisher. Sie kannte den Doktor schon, der die Punktion machen würde - für mich heißt er Dr. Charming (das passt nämlich wirklich) - und sagte, er wäre wirklich sehr nett.

Dann kam auch schon eine der Damen in Grün, stellte sich vor und verpasste mir erstmal einen Zugang in die Hand, nachdem sie gefühlte hundert Mal geklopft und gestrichen hat, damit eine von meinen mickerigen Venen sich zeigt. Auch wenn sie meinte, es wäre eine ganz dünne Nadel, selbst im Vergleich zur Orgalutran-Nadel war sie riesig! Das Blut floß aber, dank meines fleißigen Trinkens, ganz gut. Dann ging es schon rüber in den OP. Rauf auf den Stuhl und ich bekam den Narkoseschlauch angestöpselt, Blutdruckmanschette an den einen Arm und so ein Plastikding zur Überwachung auf den Finger. Dann bekamm ich noch eine kleine Sauerstoffmaske auf die Nase: "frische, gute Luft". Alle Werte waren prima und wir konnten starten. Dann kam Dr. Charming, erklärte kurz was passieren würde und los ging es. Erst merkte ich noch nichts von der Narkose, aber dann hat sie es ein bisschen erhöht und ich fühlte mich ein bisschen besoffen. Von der angeblich kalten Spülung habe ich nichts gemerkt. Dann ging es weiter und ich dachte, jetzt macht er erstmal Ultraschall, denn er hatte meine schönen Eierchen ja noch garnicht gesehen. Er war genauso entzückt wie meine Frau Doktor, da ich auf beiden Seiten so schön reagiert hatte. Wir unterhalten uns währendessen, auch wenn ich durch die Maske etwas eingeschränkt bin. Ich warte immer noch auf das von allen versprochene "und dann zählst du bis drei und bist dann weg...". Es drückte allerdings während des Schallens allerdings ganz schön, doch da ich Freitag und Samstag auch schon rechts sehr druckempfindlich war, hat mich das nicht verwundert. Aber die Punktion hätte ich so nicht überstanden - dachte ich. Als er also fertig ist, sag ich zu ihm: "Für die Punktion gleich krieg ich aber noch ein bisschen mehr Narkose, bitte? Das hat schon ein bisschen gedrückt ..." Er grinst und sagt: "Das war schon die Punktion, ich bin schon fertig - sie haben das ganz toll gemacht." Häh? Was? Fertig? Ich bin doch noch wach. Das Ergebnis sagt er mir direkt: 14 Eizellen und auch keine Katastrophenmeldungen vom SG. Na, das klingt doch super.

Ich darf wieder in den Ruheraum, jetzt ist gleich meine Punktionspartnerin dran. Meine Werte werden kontrolliert, ich kriege Wasser zu trinken und der Doktor kommt mit dem OP-Bericht. Überall springt mir das Wort "optimal" entgegen. Und eine dicke, fette 14. Nach einer Weile darf ich mich anziehen, es geht mir bestens. Ich habe es geschafft. Jetzt habe ich Hunger. Eine Schwester bringt mich zurück in den Wartebereich (Uniklinik halt - hihi) und ich packe mein Brötchen aus. 2 mal reingebissen. Doch ich kriege kaum was runter. Mir wird irgendwie komisch, kalter Schweiss bricht mir überall aus, dabei ging es mir vor 5 Minuten super. Ich stupse den Herzensmann an, er soll mal jemanden holen. Die Schwester guckt mich an, ist besorgt, ich lege mich hin, Füsse hoch. Mir ist egal, ob da Leute drumherum sitzen, aber wir haben einen einigermaßen geschützen Platz. Nach einer Weile geht es, die Schwester meint, ich wäre ein bisschen unterzuckert. Es wird nochmal Blutdruck gemessen, aber der Wert ist prima. Da ich keinen Kaffee mag, besorgt der Herzensmann mir einen schönen Kakao. Man, hätte ich gewusst, dass der da so gut schmeckt... lecker. Die Lebensgeister kehren zurück. Der Herzensmann schaut mich die ganze Zeit kritisch-besorgt an, so kennt er mich nicht. Ich hoffe, dass ich ihn nicht zu doll erschreckt habe.

Wir warten noch ein Weile, es geht mir langsam besser, der Kakao hilft. Dann noch ein leckerer Schokomuffin obendrauf. Jetzt möchte ich nur noch auf mein bequemes Sofa. Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, werden wir wieder aufgerufen und mit einigen Hinweisen entlassen. Auf dem Weg nach draußen sehen wir nochmal den Doc, er wünscht uns alles Gute und wir sind draußen.

Den Rest des Tages habe ich gemütlich auf dem Sofa verbracht, umhegt und gepflegt von meinem Mann. Jetzt bin ich gespannt, wie es morgen weitergeht.

Danke für alle eure lieben Kommentare und eure Daumen!

Montag, 4. November 2013

Punktion optimal verlaufen

Nur ganz kurz ein Update, für alle, die Däumchen gedrückt haben und nun auf meine Ausbeute warten: 

1.) 14 wunderschöne, gleichmäßige Eizellen
2.) laut Dr. Charming keine katastrophalen Meldungen bezüglich des SG
3.) kleiner Kreislaufkollaps im Wartezimmer, als eigentlich schon alles gelaufen war

Morgen so gegen 10 Uhr werden wir erfahren, wie viele Eierchen befruchtet werden konnten. Komische Vorstellung, dass das gerade irgendwo im Labor der Klinik stattfindet. 




Freitag, 1. November 2013

Dieser Beitrag könnte so viele Überschriften haben

Thematisch wird dieser Beitrag vermutlich ein ziemliches Kuddelmuddel werden. Wo fange ich bloss an? Also, erstmal das Wichtigste. 

Überschrift 1: 1000 Dank 
Dankeschön. Vielen vielen Dank! Ich war echt soooo platt von all euren lieben Glückwünschen zum Geburtstag, sei es per Kommentar, Mail, Karte oder Geburtstagslied. Ich habe (mal wieder) was für tolle Menschen in meinem Leben sind, hier in der Blogschwesterngemeinschaft und in der realen Welt. Es gab Zeiten, da hatte ich nicht besonders viele Freundschaften, auch wenn man das vielleicht von mir nicht denkt. Umso dankbarer bin ich nun für das, was ich habe und weiß es um so höher einzuschätzen. Als ich im Januar mit dem Blog angefangen habe, hätte ich niemals gedacht, dass ich in der großen, doch sehr anonymen Kinderwunsch-Internet-Welt meinen Platz finde und wirklich Menschen kennen lernen würde, egal ob real oder virtuell, zu denen ganz schnell eine unglaubliche Nähe und Verbundenheit entstanden ist. Denkt euch alle mal ein schönes Glas mit eurem Lieblingsgetränk und stoßt mit mir an: auf uns alle - auf die Gesundheit -  und auf viele Blogschwesternbabies! Zum Wohl! 

Überschrift 2: Zwischenstand 2 - ICSI Nr. 1
Rechts, sag ich nur. Rechts. Rechts spüre ich heute ganz schön was. Kein Schmerz, nein, eher so ein Druckgefühl. Also ob da was mehr Platz braucht als normal. Der rechte Eierstock war übrigens der, den ich bei der Clomi-Stimu auch schon gemerkt habe, wenn ihr euch erinnert: der mit den 3 Eiern *g*. Links merke ich: nüscht - nada -niente. Wobei das ja nicht schlimm ist, ich weiß, da sind Eier drin. Sogar mehr als rechts. Aber ulkig ist es schon. Hauptsache, es gibt keine Überstimu. Davor habe ich einen Heidenrespekt. Aber ich trinke und trinke und trinke. Mehr kann ich bis Montag eh nicht tun. 

Überschrift 3: bin ich denn völlig meschugge?
Ich bin nicht mal schwanger - noch nicht mal ein bisschen in der Warteschleife und ich lese ein Buch über Kindererziehung. Völlig meschugge, oder? Ich meine, ich sollte doch eigentlich erstmal schwanger werden. Dann auch bleiben. Dann vielleicht den ein oder anderen Schwangerschaftsratgeber lesen und ignorieren, was mir nicht zusagt. Dann das Kind kriegen. Und dann, ja dann kann ich immer noch Erziehungsbücher lesen.

Überschrift 4: schwierige Entscheidung
Am Geburtstag bekam ich unter anderem auch einen Anruf, der mich jetzt vor eine schwierige Entscheidung stellt. Meine - ich sage jetzt mal ehemals - beste Freundin und Trauzeugin rief an. Wir haben schon lange nicht mehr telefoniert, das ist aber durchaus normal bei uns. Allerdings habe ich auch den Kontakt im letzten halben Jahr nicht besonders gesucht oder besser gesagt, ich war froh, um jeden Tag, den sie sich nicht gemeldet hat. Ich glaube, ich habe das auch schon mal hier im Blog erwähnt. Sie und ihr Lebenspartner haben ebenfalls einen Kinderwunsch, sie wurde direkt schwanger, aber das Baby hat es ebenfalls nicht geschafft und sie hatte in der siebten Woche eine Fehlgeburt und Ausschabung. Das ist jetzt gut 1,5 Jahre her und seitdem hat es - meines Wissens - nicht wieder geklappt. Mein Problem an der ganzen Geschichte ist aber, dass sie eine Hormonbehandlung total verteufeln und das mir gegenüber auch deutlich zum Ausdruck gebracht haben. Ihr Standpunkt ist: entweder es klappt so oder garnicht und dann ist das so gewollt - Zitat "mein Mann liebt mich auch ohne Kind". Ja, das tut meiner auch. Aber wir wünschen uns das Kind ja beide. Jedenfalls war ich nach dem letzten Telefonat sehr verletzt, dass sie so wenig Verständnis für mich hatte. Vielleicht auch gerade deswegen, weil ich in dieser Freundschaft immer für ALLES Verständnis hatte. Und sie hat mir wirklich einiges abverlangt. Jetzt sind wir in der nächsten Woche zum Telefonieren verabredet und ich bin mir sicher, sie wird auch wieder auf das Thema Kinderwunsch kommen. Ich weiß, dass ich nicht mit ihr über die ICSI und das ganze Drumherum reden möchte. Aber ich überlege, ob ich ihr vielleicht mal sagen sollte, dass mich ihre Einstellung so verletzt hat. Oder ob ich mir den Stress einfach erspare - denn ich stecke dann zwischen PU und TF und brauche eigentlich nicht noch mehr Drama. 

Naja, das ging ja dann doch noch. Komisch, in meinem Kopf war es wirklich ein einziges Durcheinander. Aber so schön strukturiert sieht es gar nicht mehr sooo schlimm aus.



Dienstag, 29. Oktober 2013

Zwischenstand ICSI Nr. 1 - nichts zu meckern

Nichts zu meckern. Bisher läuft die ICSI, bzw. die Stimulation wie am Schnürchen. Beim Ultraschall zeigte sich die Schleimhaut wirklich sehr schön aufgebaut, wieder Begeisterung bei Frau Doktor. Dreischichtig. Sehr gut definiert. Was auch immer das medizinisch heißt, solange sie es gut findet, hab ich auch nichts zu meckern.

Auch der Rest sieht sehr zufriedenstellend aus. Wie viele Eierchen es genau sind, weiß ich nicht. Irgendwas zwischen 6 und 8 auf jeder Seite. Alle sind schön gleichmäßig gewachsen und inzwischen so 12-13 mm groß. "Genau wie wir wollten," sagt Frau Doktor. 

Spritzen mit Gonal funktioniert super. Wirklich, das ist im Gegensatz zum Orgalutran ein Spaziergang. Aber Orgalutran und ich, wir werden wohl keine Freunde. Sich morgens nach dem Aufstehen gleich mal ne fiese Nadel in den Bauch zu jagen, wird sicher nicht mein liebster Teil der Kinderwunschbehandlung. Gleich beim ersten Mal hab ich nen blöden blauen Flecken zurück behalten. Heute morgen ging es aber schon besser. Entweder lags am Einstichwinkel oder an der Stelle, die ich dieses Mal ein bisschen tiefer gewählt hatte. Definitv aber wächst mit jeder Spritze der Respekt vor euch da draußen, vor euch, die ihr schon viel häufiger als ich diesen ganzen Spritzenmarathon durch habt.

Auf jeden Fall kann ich das noch ein bisschen perfektionieren, denn bis Freitag abend spritze ich weiter Gonal und Samstag morgen folgt dann die letzte Orgalutranspritze für diesen Zyklus. Den Samstag abend werde ich dann um 23:00 Uhr mit Ovitrelle beenden. Wer mitrechnen kann - und ich schätze mal, viele von euch haben das direkt getan - hat herausbekommen, dass Montag der große Tag ist. Genauer gesagt: 10:30 Uhr werden wir in der KIWU aufschlagen. Uhhhaaaahhhaaa. So lange drauf gewartet, jetzt geht es so schnell. Irgendwie hab ich gerade ein bisschen Angst vor der eigenen Courage - beim Heiraten haben das meist die Männer und man nennt es "kalte Füsse kriegen". Ich weiß, ich werde nicht weglaufen. Schließlich haben wir sehr lange darauf gewartet und wozu sonst hätte ich sonst die ganze Spritzerei auf mich genommen. Trotzdem, diese echte Chance so greifbar zu haben, ist irgendwie .... komisch. 

Morgen ist es übrigens exakt 4 Jahre her, dass ich meiner damaligen Frauenärztin gesagt habe, dass wir uns ein Kind wünschen. Das war das erste Mal, dass ich es jemandem gegenüber laut ausgesprochen habe. Ich weiß das deshalb so genau, weil ich Geburtstag hatte. Und schon sitze ich hier, endlich mit nem Bauch voller Eier - hipphipphurra. Und habe nichts zu meckern. 

Freitag, 25. Oktober 2013

GNT GBSH!

Ok, es gab beim heutigen Ultraschalltermin zwar kein Foto - ABER meine Gebärmutter ist definitiv in der nächsten Runde von Germanys Next Top Gebärmutterschleimhaut! Obwohl Frau Doktor mich nämlich heute "vorwarnte", dass ich nicht zuuuu entäuscht sein sollte, wenn heute noch nichts zu sehen ist, war sie dann doch ganz schön überrascht. ZT 5 - schon 3 x Gonal zu je 100 Einheiten intus und die Schleimhaut ist schon Achtung, Zitat "sehr schön definiert". Na, wenn das mal nix ist! Ich sag mal, Kalium Carbonicum ist mein Freund. Goldener Wellnesstempel, olè olè! Das war aber noch nicht alles. Rechts zeigten sich schon 4 etwas größere Eierchen und die üblichen kleinen Verdächtigen, die ich Dienstag ja auch schon gesehen hatte. Aber es war schon ganz eindeutig ein Unterschied zu erkennen. Links sah es ebenfalls sehr gut aus, da drubbelte sich alles aber ein bisschen mehr aufeinander. Alles in allem aber ein sehr zufriedenstellender Besuch in der KIWU. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich fürchte ich kann es nicht abstellen. Wahrscheinlich werde ich das noch ganz, ganz oft sagen: meine Frau Doktor ist großartig! 

Bisher war meine Gonaldosis ja erst einmal auf 100 Einheiten festgesetzt. Der heutige US und vor allem die Blutabnahme sollten entscheiden, ob die Dosis so bleibt, oder auf 125 Einheiten erhöht wird oder ob ich im Wechsel 100 und 125 Einheiten spritzen soll - und vor allem, wann ich mit dem Orgalutran zur Unterdrückung des Eisprungs beginnen soll. Wie es aussieht, läuft es gut und die Einheiten bleiben bei 100 und ab Montag morgen gibt es also jetzt Orgalutran dazu. 

Dienstag ist der nächste Ultraschall. Das ist dann Zyklustag 9. Dann werde ich hoffentlich erfahren, wann die PU ist und wenn ich diese Narkose erstmal hinter mir habe, mach ich drei Kreuze. Auch wenn das Narkose-Vorgespräch mir heute zumindest vorerst die Angst genommen hat. Mal sehen, wie lange das anhält... spätestens wenn sie mir eine Nadel in den Handrücken pieken wollen, ist sie wieder da. 

Übrigens habe ich nun auch herausgefunden, wo einer der Unterschiede zwischen der Behandlung in einer privaten Kinderwunschpraxis und einer Behandlung in der Uniklinik (mit der ich suuuuper zufrieden bin) ist. In ersterer gibts nach der PU einen schönen Milchkaffee und galaktische Croissants, in letzterer wirst du auf dem Infobogen für die PU angewiesen, dir Getränke und dein "Bütterken" selbst mitzubringen. Aber solange sie mich dort schwanger machen, stell ich mich gern morgens hin und schmier mir ne Stulle. 

Wer sich fragt, was aus der Zahngeschichte geworden ist, das ist inzwischen bestens erledigt. Es folgt lediglich noch ein Kontrolltermin in ca. 2 Wochen und dann sollten ich und meine Beißerchen eine eventuelle Schwangerschaft bestens überstehen. Aber erstmal ein Schritt nach dem anderen. 
 



Dienstag, 22. Oktober 2013

Begeisterung auf ganzer Linie

Wer hätte das gedacht, dass ich mich jemals so freue, 467,76 Euro in der Apotheke zu bezahlen? Ja, ihr habt richtig gelesen: wir können schon diesen Zyklus nutzen!!! Hurra!!! Wegen der überschwänglichen Verwendung von Ausrufezeichen in diesem Post bitte ich um Entschuldigung. Also, erstmal schön der Reihe nach. Mit allen Unterlagen bewaffnet gehts in die KIWU. Meine liebe Frau Doktor ist von ihrer Tagung zurück, ich bin urlaubserholt und noch dazu am 2. Zyklustag. Ich händige ihr alle noch nötigen Formulare und die Bewilligung der Krankenkasse aus. Schon bei der Begrüssung fragte sich mich, wie es mir geht. Sehr gut - nicht gelogen. Ich zeige ihr mein Zyklusblatt, sie ist sehr angetan davon, dass mein Zyklus sich schon wieder so gut eingependelt hat und fragt, ja, wollen Sie gleich starten? Dem steht ja eigentlich nichts im Wege. Das habe ich kaum zu hoffen gewagt. "Ja, geht denn das?" - 2. Zyklustag, ja, passt perfekt - "hach," sagt sie,"das hab ich aber gut hingekriegt mit dem Termin..."

Schon ging es rüber zum Ultraschall, auch hier ist sie sehr zufrieden, alles sieht wunderbar aus. Ich sehe viele kleine schwarze Kügelchen - die Eier stehen in den Startlöchern! Dann wieder anziehen, ich krieg das Grinsen nicht aus dem Gesicht. Dann besprechen wir den Behandlungsplan. Ich starte heute abend schon mit 100 Einheiten Gonal. Freitag gehts zum Ultraschall, dann sehen wir, wie ich und die Eierchen darauf anspringen und ob die Dosis so bleibt oder verändert werden muss. Dann folgt der nächste Ultraschall am Dienstag, einen Tag vor meinem Geburtstag. Ich wünsch mit nichts mehr als 10 schöne Eier :)        
Dann sehr wahrscheinlich nach dem Geburtstagswochenende Punktion und 2 Tage später Transfer. 

Die Gebärmutter wird übrigens schon fleissig gepimpt - das Kalium Carbonicum steht schon auf meinem Nachtisch. Bei all den Schwierigkeiten, die wir bisher hatten, allen Hindernissen und Komplikationen sieht es im Moment wirklich gut aus. Mehr als das, was wir ohnehin schon tun, können wir nicht tun. Der Rest ist Glück, Pech oder Schicksal. 

Aber jetzt gehe ich erstmal einen Schritt nach dem anderen.

 

Montag, 21. Oktober 2013

Nicht so schlimm wie befürchtet

Wenn diese Woche rum ist, wird der Mittwoch der einzige Tag gewesen sein, an dem ich keinen Arzttermin hatte. Denn heute war ich beim Zahnarzt - wegen meiner Zahnfleischgeschichte. Zum Glück alles nicht so schlimm wie befürchtet. Ich komme zwar nicht um eine nochmalige Paradontosebehandlung herum, aber die geht Donnerstag und Freitag über die Bühne und dann ist das Thema gegessen. Die Beschwerden, die ich hatte, sind seit der Intensiv-Zahnreinigung ebenfalls erledigt. Der Bakterientest hat ebenfalls nichts Besorgniserregendes ergeben. Der Rest sieht ebenfalls gut aus, die Befürchtung, dass es eventuell eine Füllung einen Riss hat, hat sich im Röntgenbild auch nicht bestätigt. Mir sind ungefähr 20.000 Steine vom Herzen gefallen. 

Im Übrigen habe ich zufällig in einer Zeitschrift einen Bericht zum Thema Paradontose gelesen. Dort war einmal die schulmedizinische Seite aufgeführt und damit all das, was mein Zahndoktor auch gesagt und getan hat. Auf der anderen Seite gab es auch eine homöopathische Seite und tata - auch dort fanden sich Globuli, die bei Zahnfleischproblemen helfen können. Natürlich nicht, wenn es gerade so akut ist wie bei mir zuletzt - aber prophylaktisch hätte ich da nichts gegen. Doch das ist erst ein Thema für "später" - erstmal eins nach dem anderen. 

Sonntag, 20. Oktober 2013

Jetzt wird's spannend

Dienstag ist das Plangespräch. So langsam tröpfelt die Mens ein - ich vermute, sie kommt heute nacht durch. Eigentlich bin ich ganz zufrieden, nachdem der letzte Zyklus 42 Tage gedauert hat, wird dieser dann schon wieder bei 33 Tagen sein - also ziemlich so wie vor der Schwangerschaft und Fehlgeburt. Für mich ein zufriedenstellendes Fazit. 

Heute habe ich dann wieder den KIWU-Ordner herausgekramt. Schließlich waren noch ein paar Formulare zu unterschreiben, denn für die geplante August-ICSI haben wir es ja noch nicht mal zum Plangespräch "geschafft". Ich bin gespannt, was ich jetzt am Dienstag zu hören kriege. Bisher weiß ich ja nur, dass wir das Antagonistenprotokoll machen werden und mit einer möglichst geringen Hormondosis stimulieren wollen. Ziel sind so um die 10 Eizellen und die Vermeidung einer Überstimulation. 

Ich kann irgendwie noch nicht glauben, dass es jetzt tatsächlich so weit sein soll. Ein komisches Gefühl, obwohl ich mir sehr bewusst bin, dass die ICSI weder eine Garantie auf eine Schwangerschaft beinhaltet noch dass es direkt beim erstem Mal klappt. Das kommt wohl auch daher, dass ich - im Gegensatz zu vielen anderen Kinderwunschpaaren und auch meinem Blogschwestern - erst eine kurze Historie mit meiner Kinderwunschklinik bzw. mit Unterstützung durch Hormone habe. Lediglich ein Zyklus mit Clomifen, der abgebrochen wurde. Dann im Folgezyklus die kurze Spontanschwangerschaft und die Fehlgeburt. Das Wort, dass meinen Zustand am besten beschreibt, ist wohl Neugier. Neugier darauf, wie das alles vor sich geht, wie mein Körper nun wohl damit umgeht und ob nun endlich mal etwas ohne "unplanmäßige Zwischenfälle" abläuft. Was ich momentan gar nicht habe, ist die Angst vor einem Negativ. Denn ich weiß, wir stehen erst am Anfang und wir haben noch alle Möglichkeiten. Wir sind schon gefallen und wir sind wieder aufgestanden. Wir werden es wieder tun, wenn wir müssen. In den letzten zwei Monaten habe ich eines gelernt: egal, was kommt - wir haben es in der Hand, was wir daraus machen. 

Zu Beginn meiner Kinderwunschkarriere, so ungefähr nach einem Jahr, habe ich gedacht, ich könnte aus einem Buch lernen, wie ich "gelassen durch die Kinderwunschzeit" komme. Die Theorie klang gut, in der Praxis hat es für mich nicht funktioniert. Doch nun ich habe sie gefunden und ich muss sagen, ich bin froh, über den Weg den ich gehen musste. Er war lang und hart und er ist hier auch noch lange nicht zu Ende. 

Aber hier und jetzt ist der beste Zeitpunkt für den nächsten Schritt. Gelassen und gespannt. 

Es kann losgehen, Frau Doktor, ich bin bereit.


Freitag, 11. Oktober 2013

Dreimal U

Update: heute gibts an der bekannten Stelle ein Update zum 60-Tage-Experiment 

Urlaub: endlich! Wir urlauben nächste Woche und vermutlich werde ich mich hier ein bisschen rar machen. Aber wir haben dringend eine Pause nötig, Zeit zu Zweit - Zeit für uns... morgen gehts los!

Und dann? Dann ist es schon soweit! Am 22.10. haben wir unser Plangespräch für die ICSI. Ich kann's kaum glauben, im August erschien es mir noch lang - jetzt sind es nur noch ein paar Tage. Ich freue mich, meine Frau Doktor wieder zu sehen, aber ich bin weder nervös noch habe ich Angst. Ich werde hingehen und sehen, was sie sagt. Eigentlich ist mein Hauptgefühl dazu wohl Neugier - wie wird meine Stimu-Indikation aussehen? Welche Medis kriege ich? Wie springe ich darauf an? Das Abenteuer ICSI kann losgehen...

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Statistikschmunzler #3

Es erstaunt mich immer wieder, was die Leute so auf meinen Blog führt. Die besten gesammelten Werke der letzten Wochen präsentiere ich euch hier:

pille blogspot.de - nachdem jemand also neulich "schwanger blogspot.de" gesucht hatte, sucht jetzt also scheinbar jemand ein Verhütungsmittel für seinen Blog... viel Erfolg!

spermiogramm null wie wahrscheinlich hormone schuld - mmmmh, nicht ausgeschlossen würd ich sagen.

schleimhaut ist dick aufgebaut wann bekomm ich die mens - wer die Antwort darauf im Internet erwartet, hat in Bio nicht richtig aufgepasst...

berauschtes gefühl nach eisprung ---- yeaaah... ich bin schon ganz high!

fuchtel in gebärmutter - bitte was ist eine Fuchtel? Oder ist damit herumfuchteln gemeint? In meiner Gebärmutter wird bald gefuchtelt, aber sowas von. Und dann wird genistet. :)

clomifen wann erste ss anzeichen - frühestens mit Ausblieben der Mens ;)

dümmste Filmzitate - da findet ihr mich? Wegen Dirty Dancing? Jetzt bin ich beleidigt.

alsoooo ,,,, jetzt geht's los !! - Ernsthaft??? Wer sowas sucht, landet bei mir??? Na, der/die wird sich gewundert haben...
 









Dienstag, 8. Oktober 2013

Zuversicht

Letzte Woche war ich mit meinem Schwesterherz auf einem wunderbaren Konzert. Es war ein bisschen eine Reise in die Vergangenheit, war gleichzeitig aber auch Gegenwart und Zukunft. Der Abend war sehr persönlich und unvergesslich. Das neue Album zur Tour kannte ich noch nicht und es war einfach toll, in dieser Atmosphäre so "berührt" zu werden. Das Lied, das ich heute mit euch teilen will, ist ursprünglich geschrieben um den Kindern "Zuversicht zu geben". Doch ich hatte das Gefühl, es wäre ganz allein für uns Kinderwunschpaare geschrieben - denn die Zuversicht, die brauchen wir ganz besonders. 



Du kannst fliegen


Immer wenn du zweifelst 
wenn du mit dir haderst
und du weißt nicht wohin

musst du dich entscheiden
stehst an einer Kreuzung
gehst du nach rechts oder links

dein herz ist der Kompass für dich
folge ihm und traue dich

wer weiß denn schon was der Morgen bringt
wer weiß schon wohin dein Weg dich lenkt
breite sie aus breite sie aus deine Flügel

auch wenn dich jetzt was am Boden hält
auch wenn du denkst dass du runterfällst
breite sie aus breite sie aus 
du kannst fliegen - wenn du willst

du hast viele Träume
willst du sie erreichen
manchmal reicht der erste Schritt

immer wenn du lächelst
wenn du dir was zutraust
kannst du über deinen Schatten springen

dreh dich zur Sonne hin
Kopf hoch du kriegst das schon hin

wer weiß denn schon was der Morgen bringt
wer weiß schon wohin dein Weg dich lenkt
breite sie aus breite sie aus deine Flügel

auch wenn dich jetzt was am Boden hält
auch wenn du denkst dass du runterfällst
breite sie aus breite sie aus 
du kannst fliegen - wenn du willst

schließ deine Augen
spürst du den Wind 
es ist nie zu spät

auch wenn dir mal ein Flügel bricht
es gibt einen der dich trägt

breite sie aus breite sie aus deine Flügel

auch wenn dich jetzt was am Boden hält
auch wenn du denkst dass du runterfällst
breite sie aus breite sie aus 
du kannst fliegen - wenn du willst


aus dem Album "wie ich bin" - Maite Kelly 





Dienstag, 1. Oktober 2013

Sonntag, 29. September 2013

Die Woche fängt gut an, sprach der Zimmermann - da hieb er sich den Daumen ab.

Nein, mein Daumen ist noch dran. Keine Sorge. Ich bin ja auch kein Zimmermann. Ich bin "bloss" eine Kinderwunschfrau. Und als wäre die Baustelle unterhalb des Bauchnabels nicht schon Problem genug, gibt es jetzt eine neue (alte) Baustelle weiter oben. Vor gut 2 Wochen konnte ich die Zahnschmerzen nicht mehr ignorieren, kalt, süss, süss und Zimmertemperatur... alles tat weh. Also habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und beim Zahnarzt angerufen, durfte auch am selben Tag noch vorbei kommen. Meine Befürchtung: Wurzelbehandlung. Seitdem ich meine feste Zahnspange vor ca. 20 Jahren los geworden bin, habe ich trotz guter Zahnhygiene immer Zahnprobleme und bin in diesem Bereich sehr empfindlich. Doch mit meinen Zähnen ist alles in Ordnung, keine Wurzelbehandlung nötig. Aber jetzt kommt (bildlich gesprochen) die Sache mit dem Daumen: Zahnfleisch entzündet - alles wird gereinigt und ich bekomme Medikamente gespritzt. Außerdem brauche ich noch einen Termin bei der Kollegin, die immer meine Zahnreinigung macht - kriege ich auch 3 Tage später. Fazit: nicht gut. Sie findet mich zu jung um diese massive Entzündung zu haben (es ist das zweite Mal in 3 Jahren) - scheinbar hat man das in meinem Alter nicht. Bei der ersten Behandlung vor 3 Jahren wurde gereinigt und gelasert und ich mache 2 mal im Jahr eine intensive (und teure) Zahnreinigung. Das es jetzt schon wieder da ist, ist kein gutes Zeichen. Sie vermutet ein Problem mit speziellen Baktieren, gegen die mein Immunsystem vermutlich nicht ankommt - genetisch bedingt möglicherweise. Das kann man untersuchen und sie empfiehlt es mir auch, denn "es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, dass dies auch zu Fehl- oder Frühgeburten führen kann". Klatsch. In einem Nebensatz. Sie weiß weder von der Kinderwunschproblematik noch von der Fehlgeburt. Aber bei mir klingeln alle Alarmglocken. Es muss keinen Zusammenhang geben, aber es könnte sein. "Wechselseitig" bedingt, hat sie mir erklärt. Für das nächste Mal will ich das also nicht riskieren und zumindest diesen Faktor ausschließen. Also wieder die nächste Untersuchung, das nächste Rädchen und 164 Euro weniger auf dem Konto. Jeder andere rollt die Augen, als Abkürzungsdame habe ich ohne mit der Wimper zu zucken unterschrieben - wir sind ganz andere Beträge gewohnt, was Mädels? Jetzt heißt es zwei Wochen warten aufs Ergebnis. Dann habe den nächsten Termin am Tag vor meinem Plangespräch. Das heißt, ich weiß dann ungefähr was zahnarzttechnisch auf mich zukommt und hoffe, ich kriege das alles vor meinem angedachten Ende-November-ICSI Termin geregelt. Denn sonst wird es wohl nichts mehr mit einer ICSI in 2013. Und auch nichts mehr mit "schwanger in 2013".

Und als ob das nicht alles schon reicht, bin ich seit Freitag krank - Halsschmerzen und Schnupfen. Hurra. Und - guess what ??? Natürlich tut mir wieder alles weh, dort wo eigentlich nach dem Zahnarztbesuch schon wieder alles schmerzfrei war. Kein Wunder - jetzt ist auch noch alles voller Erkältungsbaktierien. Yipppieyahyeeeh. 

Man reiche mir ein Beil - einen Daumen hab ich noch...