Mittwoch, 30. Januar 2013

Gedankengänge

Auf den Gedanken, über unseren Kinderwunsch zu bloggen, bin ich erst über den Eiertanz-Blog gekommen. Erst hatte ich vor, ein Tagebuch zu schreiben, doch ich merke, dass ein Blog die bessere Art für mich ist - weil man auf diese Weise auch in einen Gedankenaustausch mit anderen kommt. 

So hat jemand in Flora's Blog (http://eiertanz.blogspot.de) kommentiert, dass sie nicht versteht, wie man quasi ein Kind "zwingt" zu einem zu kommen. Passenderweise habe ich gestern in einem Buch über Kinderwunsch einen passenden Text gelesen. Im Buch "Ungestillte Sehnsucht - wenn der Kinderwunsch uns umtreibt" von Millay Hyatt schreibt sie im Kapitel "Zwischen Kindeswunsch und Kindeswohl" folgendes: 

"Bei allen ohne Hindernisse erfüllten Kinderwünschen gelten die Handlungen, die zur Entstehung des Kindes führen, schlicht als notwendige Voraussetzung dafür. Sie gehören zu der "natürlichen" oder zumindest gesellschaftlich anerkannten Ordnung, man würde sie kaum als kindschädigend beanstanden."

Und genau das ist es, was mich so stört. Wenn sich ein Paar entscheidet, ein Kind zu haben und es ein paar Monate lang probiert sagt doch auch niemand: "Also, ihr habt jetzt schon 6,8,12 Versuche gehabt, jetzt muss aber doch mal Schluss sein, wie lang soll das denn noch gehen..." Bei einem Paar mit Kinderwunsch, das eh mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, bis vielleicht mal raus ist, welche und wie viele Faktoren verhindern, dass es ohne medizinische Hilfe klappt, kriegt von allen Seiten Ratschläge und Vorschriften, ab wann denn "genug" probiert ist. Manchmal zwingen einen auch einfach nur die Finanzen in die Knie. 

Im letzen Jahr, als ich zwar schon die Diagnose PCO hatte, aber noch hoffte, dass es vielleicht reicht, Metformin zu nehmen und dann "wird alles gut", habe ich mit einer sehr guten Freundin über das Thema Kinderwunsch gesprochen. Sie ist selbst betroffen, hat im letzten Jahr in der 7.SSW eine Fehlgeburt gehabt und versucht seitdem, wieder schwanger zu werden. Im Gegensatz uns gibt es bei ihnen keine medizinischen Probleme. Sie hat sich entschieden, keine medizinische Hilfe irgendeiner Art in Anspruch zu nehmen, sprich: keine Hormonbehandlung.

Erst  da habe ich wirklich konkret angefangen, mich damit auseinander zu setzen. Im Gegensatz zu meiner Freundin ist bei uns klar, dass es ohne medizinische Unterstützung kein Baby geben wird. Ich sehe die medizinische Hilfe nicht als "Zwang" für ein Kind an, zu uns zu kommen. Ich sehe es als Hilfestellung, als Chance unserem zukünftigen Kind "die Hand zureichen", weil es uns alleine nicht erreichen kann. Ich will versuchen, dieses Bild zu bewahren für die Momente, vor denen ich mich jetzt schon fürchte: Hormonspritzen, OP's oder sonstige Abkürzungen in der Kinderwunschbehandlung.

Gedankengänge

Auf den Gedanken, über unseren Kinderwunsch zu bloggen, bin ich erst über den Eiertanz-Blog gekommen. Erst hatte ich vor, ein Tagebuch zu schreiben, doch ich merke, dass ein Blog die bessere Art für mich ist - weil man auf diese Weise auch in einen Gedankenaustausch mit anderen kommt. 

So hat jemand in Flora's Blog (http://eiertanz.blogspot.de) kommentiert, dass sie nicht versteht, wie man quasi ein Kind "zwingt" zu einem zu kommen. Passenderweise habe ich gestern in einem Buch über Kinderwunsch einen passenden Text gelesen. Im Buch "Ungestillte Sehnsucht - wenn der Kinderwunsch uns umtreibt" von Millay Hyatt schreibt sie im Kapitel "Zwischen Kindeswunsch und Kindeswohl" folgendes: 

"Bei allen ohne Hindernisse erfüllten Kinderwünschen gelten die Handlungen, die zur Entstehung des Kindes führen, schlicht als notwendige Voraussetzung dafür. Sie gehören zu der "natürlichen" oder zumindest gesellschaftlich anerkannten Ordnung, man würde sie kaum als kindschädigend beanstanden."

Und genau das ist es, was mich so stört. Wenn sich ein Paar entscheidet, ein Kind zu haben und es ein paar Monate lang probiert sagt doch auch niemand: "Also, ihr habt jetzt schon 6,8,12 Versuche gehabt, jetzt muss aber doch mal Schluss sein, wie lang soll das denn noch gehen..." Bei einem Paar mit Kinderwunsch, das eh mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, bis vielleicht mal raus ist, welche und wie viele Faktoren verhindern, dass es ohne medizinische Hilfe klappt, kriegt von allen Seiten Ratschläge und Vorschriften, ab wann denn "genug" probiert ist. Manchmal zwingen einen auch einfach nur die Finanzen in die Knie. 

Im letzen Jahr, als ich zwar schon die Diagnose PCO hatte, aber noch hoffte, dass es vielleicht reicht, Metformin zu nehmen und dann "wird alles gut", habe ich mit einer sehr guten Freundin über das Thema Kinderwunsch gesprochen. Sie ist selbst betroffen, hat im letzten Jahr in der 7.SSW eine Fehlgeburt gehabt und versucht seitdem, wieder schwanger zu werden. Im Gegensatz uns gibt es bei ihnen keine medizinischen Probleme. Sie hat sich entschieden, keine medizinische Hilfe irgendeiner Art in Anspruch zu nehmen, sprich: keine Hormonbehandlung.

Erst  da habe ich wirklich konkret angefangen, mich damit auseinander zu setzen. Im Gegensatz zu meiner Freundin ist bei uns klar, dass es ohne medizinische Unterstützung kein Baby geben wird. Ich sehe die medizinische Hilfe nicht als "Zwang" für ein Kind an, zu uns zu kommen. Ich sehe es als Hilfestellung, als Chance unserem zukünftigen Kind "die Hand zureichen", weil es uns alleine nicht erreichen kann. Ich will versuchen, dieses Bild zu bewahren für die Momente, vor denen ich mich jetzt schon fürchte: Hormonspritzen, OP's oder sonstige Abkürzungen in der Kinderwunschbehandlung.

Sonntag, 27. Januar 2013

Schwangere Kühe

Es ist ja nicht genug, dass man als Kinderwunschfrau überall Babies, Schwangere, Kinderwagen etc. sieht. Sobald man den Fernseher anschaltet auch hier Babies, Schwangere, Kinderwagen, Werbung für Pampers, Babybrei und Feuchttücher. Es gibt Zeiten, da geht mir das sehr nahe und Zeiten, da kann ich das alles ganz gut ertragen. Zuletzt gings eigentlich ganz gut und Anfang des Jahres hatte ich gedacht, in diesem Zyklus klappts vielleicht. Irgendwie hatte ich so ein gutes Gefühl, ich fühlte mich entspannt, total ohne Druck. Und dann? Zu Weihnachten haben wir ein Buch geschenkt bekommen, von einem guten Freund. Kein Kinderwunschbuch oder so. Ein Buch über Kühe. Kühe, die nach Indien auswandern. Völlig ungefährlich, sollte man da denken. Pustekuchen. Ha. Was passiert - ich glaube, im 2 oder 3 Kapitel stellt die eine Kuh fest, dass sie schwanger ist. Geht's noch? Also bitte. Echt. Schwangere Kühe. Und was mach ich, bekloppte Kuh? Ich les das ganze Buch zu Ende, obwohl ich's total bescheuert finde. Bei jeder Seite ärgere ich mich. Lese weiter. Lese bis zum Ende, an die die Kuh - ganz klar - natürlich ihr Kalb bekommt und den Kinds - äh - Kalbsvater dazu. Happy End. Alle glücklich. Doofes Buch. Blöde Kuh.

Wer nach dieser Beschreibung trotzdem noch Lust hat, das Buch zu lesen, darf sich gerne bei mir melden. Ich verschenk es und zahl sogar das Porto.

Schwangere Kühe

Es ist ja nicht genug, dass man als Kinderwunschfrau überall Babies, Schwangere, Kinderwagen etc. sieht. Sobald man den Fernseher anschaltet auch hier Babies, Schwangere, Kinderwagen, Werbung für Pampers, Babybrei und Feuchttücher. Es gibt Zeiten, da geht mir das sehr nahe und Zeiten, da kann ich das alles ganz gut ertragen. Zuletzt gings eigentlich ganz gut und Anfang des Jahres hatte ich gedacht, in diesem Zyklus klappts vielleicht. Irgendwie hatte ich so ein gutes Gefühl, ich fühlte mich entspannt, total ohne Druck. Und dann? Zu Weihnachten haben wir ein Buch geschenkt bekommen, von einem guten Freund. Kein Kinderwunschbuch oder so. Ein Buch über Kühe. Kühe, die nach Indien auswandern. Völlig ungefährlich, sollte man da denken. Pustekuchen. Ha. Was passiert - ich glaube, im 2 oder 3 Kapitel stellt die eine Kuh fest, dass sie schwanger ist. Geht's noch? Also bitte. Echt. Schwangere Kühe. Und was mach ich, bekloppte Kuh? Ich les das ganze Buch zu Ende, obwohl ich's total bescheuert finde. Bei jeder Seite ärgere ich mich. Lese weiter. Lese bis zum Ende, an die die Kuh - ganz klar - natürlich ihr Kalb bekommt und den Kinds - äh - Kalbsvater dazu. Happy End. Alle glücklich. Doofes Buch. Blöde Kuh.

Wer nach dieser Beschreibung trotzdem noch Lust hat, das Buch zu lesen, darf sich gerne bei mir melden. Ich verschenk es und zahl sogar das Porto.

Samstag, 26. Januar 2013

Geduld

"Frau X, haben Sie Geduld ... " - das war das Mantra, das meine Frauenärztin mir mitgegeben hatte. An meinem 32. Geburtstag hatte ich frei und da der Herzensmann arbeiten musste, wollte ich mir einen schönen Tag machen. Vorher hatte ich mir allerdings einen Termin bei der neuen Frauenärztin meiner Wahl geholt - wie bescheuert muss man eigentlich sein, um sich einen Arzttermin ausgerechnet auf den Geburtstag zu legen? Aber egal, die Praxis gefiel mir gut, schön hell, alle sehr freundlich und die Ärztin erschien mir kompetent. Wahrscheinlich, weil sie mir gesagt hat, ich hätte "sehr schöne Eierstöcke". Ich hatte 2 Monate vorher die Pille abgesetzt und wir wollten noch bis zum Frühjahr warten, bevor wir es richtig versuchen wollten, auch um dem Körper ein bisschen "Hormonurlaub" von der Pille zu geben. Also wurde das übliche Prozedere abgeklärt: Rötelnimpfung, schon mal Folsäure ab Januar und sonst? Probleme, neeeee ich doch nichts. Alles schön. Ein Satz von ihr ist mir allerdings im Gedächtnis geblieben. Wenn sie den mal auch so umgesetzt hätte...! Sie sagte nämlich zu mir, ich solle mir auf keinen Fall irgendwelchen Stress damit machen. Allerdings bräuchte sich heutzutage keine Frau länger als ein dreiviertel Jahr quälen, wenn es nicht klappt - und bevor man die Frau auf den Kopf stellt, schauen wir erstmal, wie es mit dem Partner aussieht, das ist nämlich auch immer weniger aufwendig als bei der Frau. 

So. Und trotz Geduld war ich auch ein Jahr später noch nicht schwanger. Ich hatte es zwar einige Male vermutet, weil ich mehrere Tage überfällig gewesen war, aber die Tests waren alle negativ. Nur eine Linie. Also wieder zur Frauenärztin. Ich hatte alle Zyklen in den Kalender eingetragen und mitgebracht, trotz 2 mal kompletter Aussetzer und sehr langen Zyklen - kurz wars, wenn ich bei 33 Tagen war, sonst gern länger. Wieder Ultraschall, sie findet wieder alles schön. Nix auffälliges. Also testen wir erstmal den Partner. Mmh. Wie bring ich ihm das jetzt bei? Nach langem hin und her hatte er endlich einen Termin. Und ich übte mich weiter in Geduld. Schwer. Sehr schwer.

Ergebnis: bei ihm alles schön, abnehmen sollte er noch was, aber mit seinen Jungs alles im grünen Bereich. Ufff. Also bin wohl doch ich das Problem, war mein Fazit. Ich bin nie krank. Er ist anfälliger. Deshalb hätte es mich nicht überrascht, wenn das Ergebnis anders gewesen wäre. Erste Zweifel kommen mir: bin ich doch nicht geduldig genug? Also erstmal Bremse getreten. Nicht so stressen. Beim Herzensmann purzelten dank Sport und Ernährungsumstellung  die Pfunde richtig schnell. Das machte sich auch in allen anderen Lebensbereichen bemerkbar. Volle Fahrt voraus ... 

Was mich aber damals richtig, richtig geärgert hat: auf dem Protokoll vom Arzt stand: Kinderwunsch seit 6 Monaten. Was? Wie bitte? 6 Monate, les ich was falsches? Denn mit 6 Monaten Kinderwunsch nimmt einen kein Arzt ernst. Das war mir schon klar. M. meinte, er hätte gesagt, ein halbes bis ein Jahr hätten wir Kinderwunsch, der Arzt hätte ihn falsch verstanden. Also bitte, wie kann man soooo eine Zeitspanne angeben? Ich habe mich tierisch geärgert. Im Bild sah ich den abgenervten Arzt vor mir, "die Olle von dem ist ja irre, die schickt ihn schon nach 6 Monaten zum Becher füllen..."   - Allerdings musste ich neulich sehr grinsen, als ich neulich auf einem anderen Blog gelesen habe, dass das auch anderen passiert ist. Und zwar GENAUSO. 

Also, bei ihm: alles schön. Bei mir: angeblich auch. Aber weiterhin nicht schwanger. Während um mich herum alle munter weiter Babys kriegten. Freundinnen, Arbeitskolleginnen und im Traum sogar meine Schwester. Mehrfach. 

Im Januar 2012 - nach 2 Jahren Kinderwunsch ohne irgendwelche weiteren Untersuchungen bei mir und der ständigen Wiederholung des Mantras seitens meiner Frauenärztin hatte ich dann die Nase voll. Ich war mal wieder überfällig, 12 Tage. Und grippekrank. Da ich blöderweise bei der Wochenendnotfallpraxis angegeben hatte, dass ich schon so lange überfällig war, (trotz negativem Test am 8 Tag) wollte man mir keine Antibiotika geben. Nachdem ich also die fieseste Grippe meines Lebens nach fast 2 Wochen endlich los war, wieder ein Termin bei der Ärztin. Denn nach 21 war ich immer noch überfällig und ein 2 Test war negativ. 

Nun endlich kam die Gute in Wallung und vermutete, dass doch irgendwas bei mir nicht stimmte. Ich bekam eine Überweisung zur Endokrinologin. Und das este Mal hörte ich von ihr die drei Buchstaben, die eine Erklärung für meine Zyklusprobleme sein könnten: PCO. 
Und den Hinweis, dass ich abnehmen sollte.   Ich hatte im letzten Jahr ein paar Pfund zugelegt, trotzdem ich das gleiche gegessen habe, wie mein Mann. Er nahm ab, ich zu. Also rief ich dort an. Und machte im Januar einen Termin aus für Mitte MAI. Der früheste Termin den ich kriegen konnte. Und dann musste ich weiter Geduld haben. Bis Mai. Vieeel Geduld. Ich hatte Geduld, aß gesund, nahm weiter zu ohne zu wissen, warum. Und ich beschloß, die Ärztin zu wechseln. Das hätte ich schon viel früher tun sollen. 

Geduld

"Frau X, haben Sie Geduld ... " - das war das Mantra, das meine Frauenärztin mir mitgegeben hatte. An meinem 32. Geburtstag hatte ich frei und da der Herzensmann arbeiten musste, wollte ich mir einen schönen Tag machen. Vorher hatte ich mir allerdings einen Termin bei der neuen Frauenärztin meiner Wahl geholt - wie bescheuert muss man eigentlich sein, um sich einen Arzttermin ausgerechnet auf den Geburtstag zu legen? Aber egal, die Praxis gefiel mir gut, schön hell, alle sehr freundlich und die Ärztin erschien mir kompetent. Wahrscheinlich, weil sie mir gesagt hat, ich hätte "sehr schöne Eierstöcke". Ich hatte 2 Monate vorher die Pille abgesetzt und wir wollten noch bis zum Frühjahr warten, bevor wir es richtig versuchen wollten, auch um dem Körper ein bisschen "Hormonurlaub" von der Pille zu geben. Also wurde das übliche Prozedere abgeklärt: Rötelnimpfung, schon mal Folsäure ab Januar und sonst? Probleme, neeeee ich doch nichts. Alles schön. Ein Satz von ihr ist mir allerdings im Gedächtnis geblieben. Wenn sie den mal auch so umgesetzt hätte...! Sie sagte nämlich zu mir, ich solle mir auf keinen Fall irgendwelchen Stress damit machen. Allerdings bräuchte sich heutzutage keine Frau länger als ein dreiviertel Jahr quälen, wenn es nicht klappt - und bevor man die Frau auf den Kopf stellt, schauen wir erstmal, wie es mit dem Partner aussieht, das ist nämlich auch immer weniger aufwendig als bei der Frau. 

So. Und trotz Geduld war ich auch ein Jahr später noch nicht schwanger. Ich hatte es zwar einige Male vermutet, weil ich mehrere Tage überfällig gewesen war, aber die Tests waren alle negativ. Nur eine Linie. Also wieder zur Frauenärztin. Ich hatte alle Zyklen in den Kalender eingetragen und mitgebracht, trotz 2 mal kompletter Aussetzer und sehr langen Zyklen - kurz wars, wenn ich bei 33 Tagen war, sonst gern länger. Wieder Ultraschall, sie findet wieder alles schön. Nix auffälliges. Also testen wir erstmal den Partner. Mmh. Wie bring ich ihm das jetzt bei? Nach langem hin und her hatte er endlich einen Termin. Und ich übte mich weiter in Geduld. Schwer. Sehr schwer.

Ergebnis: bei ihm alles schön, abnehmen sollte er noch was, aber mit seinen Jungs alles im grünen Bereich. Ufff. Also bin wohl doch ich das Problem, war mein Fazit. Ich bin nie krank. Er ist anfälliger. Deshalb hätte es mich nicht überrascht, wenn das Ergebnis anders gewesen wäre. Erste Zweifel kommen mir: bin ich doch nicht geduldig genug? Also erstmal Bremse getreten. Nicht so stressen. Beim Herzensmann purzelten dank Sport und Ernährungsumstellung  die Pfunde richtig schnell. Das machte sich auch in allen anderen Lebensbereichen bemerkbar. Volle Fahrt voraus ... 

Was mich aber damals richtig, richtig geärgert hat: auf dem Protokoll vom Arzt stand: Kinderwunsch seit 6 Monaten. Was? Wie bitte? 6 Monate, les ich was falsches? Denn mit 6 Monaten Kinderwunsch nimmt einen kein Arzt ernst. Das war mir schon klar. M. meinte, er hätte gesagt, ein halbes bis ein Jahr hätten wir Kinderwunsch, der Arzt hätte ihn falsch verstanden. Also bitte, wie kann man soooo eine Zeitspanne angeben? Ich habe mich tierisch geärgert. Im Bild sah ich den abgenervten Arzt vor mir, "die Olle von dem ist ja irre, die schickt ihn schon nach 6 Monaten zum Becher füllen..."   - Allerdings musste ich neulich sehr grinsen, als ich neulich auf einem anderen Blog gelesen habe, dass das auch anderen passiert ist. Und zwar GENAUSO. 

Also, bei ihm: alles schön. Bei mir: angeblich auch. Aber weiterhin nicht schwanger. Während um mich herum alle munter weiter Babys kriegten. Freundinnen, Arbeitskolleginnen und im Traum sogar meine Schwester. Mehrfach. 

Im Januar 2012 - nach 2 Jahren Kinderwunsch ohne irgendwelche weiteren Untersuchungen bei mir und der ständigen Wiederholung des Mantras seitens meiner Frauenärztin hatte ich dann die Nase voll. Ich war mal wieder überfällig, 12 Tage. Und grippekrank. Da ich blöderweise bei der Wochenendnotfallpraxis angegeben hatte, dass ich schon so lange überfällig war, (trotz negativem Test am 8 Tag) wollte man mir keine Antibiotika geben. Nachdem ich also die fieseste Grippe meines Lebens nach fast 2 Wochen endlich los war, wieder ein Termin bei der Ärztin. Denn nach 21 war ich immer noch überfällig und ein 2 Test war negativ. 

Nun endlich kam die Gute in Wallung und vermutete, dass doch irgendwas bei mir nicht stimmte. Ich bekam eine Überweisung zur Endokrinologin. Und das este Mal hörte ich von ihr die drei Buchstaben, die eine Erklärung für meine Zyklusprobleme sein könnten: PCO. 
Und den Hinweis, dass ich abnehmen sollte.   Ich hatte im letzten Jahr ein paar Pfund zugelegt, trotzdem ich das gleiche gegessen habe, wie mein Mann. Er nahm ab, ich zu. Also rief ich dort an. Und machte im Januar einen Termin aus für Mitte MAI. Der früheste Termin den ich kriegen konnte. Und dann musste ich weiter Geduld haben. Bis Mai. Vieeel Geduld. Ich hatte Geduld, aß gesund, nahm weiter zu ohne zu wissen, warum. Und ich beschloß, die Ärztin zu wechseln. Das hätte ich schon viel früher tun sollen. 

Freitag, 25. Januar 2013

Definitionssache

Her­zens­wunsch, der
Wortart : Substantiv, maskulin
Worttrennung: Her|zens|wunsch
Bedeutung: sehnlichster, innigst gehegter Wunsch

So definiert der Duden den Begriff Herzenswunsch. Wenn Herr Duden mich fragen würde, wie die Bedeutung von Herzenswunsch ist, wäre meine Antwort „zwei Linien auf dem Schwangerschaftstest“. Herr Duden fragt mich aber nicht. Ist ja auch keine allgemeingültige Definition. Nur meine. Halt, nein. Nicht nur meine. Auch die von M. – ich bin ja nicht alleine mit diesem Wunsch. Und wir Zwei sind auch nicht die Einzigen, die sich sehnlich und schon ziemlich lange ein Baby wünschen. Von uns Kinderwunschpaaren gibt es ziemlich viele. Es gibt haufenweise Foren im Internet, die sich mit dem Thema beschäftigen, ich hab mir viele angeguckt in den letzten 3 Jahren. Ich hab nur eins gefunden, in dem ich mal ab und an was geschrieben habe – ich mag keine Foren, in denen man vor lauter Smilies, gruseliger Grammatik oder völliger Ignoranz der deutschen Rechtschreibung nichts mehr lesen kann. Durch den Eiertanz-Blog von Flora Albarelli bin ich auf einige andere, sehr schön geschriebene Kinderwunsch-Blogs gestoßen und vieles von dem, was ich dort gelesen habe, kann ich zu 100% unterschreiben. Immer wieder hab ich in Gedanken „ha, ja, genauso geht’s mir auch“ gerufen. Nicht laut, M. hätte mich wohl für irre erklärt. Aber es hilft unheimlich zu wissen, dass man nicht die Einzige ist, deren verdrehtes Hirn die merkwürdigsten Gedanken denkt. Einfach so. Ohne gefragt zu werden. Und damit es alles nicht mehr nur so in meinem Kopf herumschwirrt und mehr Platz ist für einen vernünftigen Gedanken – jedenfalls ab und zu – dafür gibt es jetzt diesen Blog. Für mich, für den Herzensmann, für den Herzenswunsch und die vage Hoffnung auf zwei Linien am Ende eines langen Weges.

Definitionssache

Her­zens­wunsch, der
Wortart : Substantiv, maskulin
Worttrennung: Her|zens|wunsch
Bedeutung: sehnlichster, innigst gehegter Wunsch

So definiert der Duden den Begriff Herzenswunsch. Wenn Herr Duden mich fragen würde, wie die Bedeutung von Herzenswunsch ist, wäre meine Antwort „zwei Linien auf dem Schwangerschaftstest“. Herr Duden fragt mich aber nicht. Ist ja auch keine allgemeingültige Definition. Nur meine. Halt, nein. Nicht nur meine. Auch die von M. – ich bin ja nicht alleine mit diesem Wunsch. Und wir Zwei sind auch nicht die Einzigen, die sich sehnlich und schon ziemlich lange ein Baby wünschen. Von uns Kinderwunschpaaren gibt es ziemlich viele. Es gibt haufenweise Foren im Internet, die sich mit dem Thema beschäftigen, ich hab mir viele angeguckt in den letzten 3 Jahren. Ich hab nur eins gefunden, in dem ich mal ab und an was geschrieben habe – ich mag keine Foren, in denen man vor lauter Smilies, gruseliger Grammatik oder völliger Ignoranz der deutschen Rechtschreibung nichts mehr lesen kann. Durch den Eiertanz-Blog von Flora Albarelli bin ich auf einige andere, sehr schön geschriebene Kinderwunsch-Blogs gestoßen und vieles von dem, was ich dort gelesen habe, kann ich zu 100% unterschreiben. Immer wieder hab ich in Gedanken „ha, ja, genauso geht’s mir auch“ gerufen. Nicht laut, M. hätte mich wohl für irre erklärt. Aber es hilft unheimlich zu wissen, dass man nicht die Einzige ist, deren verdrehtes Hirn die merkwürdigsten Gedanken denkt. Einfach so. Ohne gefragt zu werden. Und damit es alles nicht mehr nur so in meinem Kopf herumschwirrt und mehr Platz ist für einen vernünftigen Gedanken – jedenfalls ab und zu – dafür gibt es jetzt diesen Blog. Für mich, für den Herzensmann, für den Herzenswunsch und die vage Hoffnung auf zwei Linien am Ende eines langen Weges.