Donnerstag, 30. Januar 2014

Liebe unbekannte Sternchenmami

Wir sind uns nie begegnet. Und doch verbindet uns etwas. Ein Stückchen von unseren Herzen lebt am Sternenhimmel weiter. 

Wenig weiß ich von dir - und fühle mich dir doch so nah in dieser Zeit. Ich bin vor einiger Zeit den gleichen Weg gegangen, den du gerade gegangen bist und auf dem du noch gehst. Du warst mutig und stark, diesen Weg zu gehen, so lang er auch gedauert hat. Ich habe viel an dich gedacht und gehofft, dass es dir hilft zu wissen, dass du nicht allein bist auf diesem Weg. 

Ich wünsche dir, dass du Menschen an deiner Seite hast, die dir Trost und Hilfe sind, genau auf die Weise, die für dich richtig ist. 

Dieses Gedicht ist für dich - liebe unbekannte Sternchenmami. Ich habe es kürzlich entdeckt und es beschreibt ganz gut, wie ich mich damals gefühlt habe. Unsere Sternchen werden immer ein Teil von uns sein - unvergessen. 


Wer sagt, die Zeit heilt Wunden,
der hat es nicht gesehn,
der hats noch nicht empfunden,
wenn Geliebte von uns gehen.

Wer sagt, es geht doch weiter,
das Leben und die Welt,
der kennt nicht diese Schwere,
die mich so oft befällt.

Wer sagt, ich kanns verstehen,
  es fehlt dir halt so sehr
und kennt die Schmerzen selbst nicht,
sagt besser gar nichts mehr.

Wie will er denn verstehen,
steckt nicht in meiner Haut,
kennt nicht den Strick um meinen Hals,
der mir den Atem raubt.

Ich weiß, sie wollen helfen,
mit Worten gut gemeint
doch ist das keine Hilfe,
wenn man nicht mit mir weint.

Und andre schweigen einfach,
weil sie so hilflos sind.
Sie wollen mich nicht verletzen,
doch töten so mein Kind.

Ich will nicht euer Beileid,
das so kein Trost mir ist.
Was ich brauch ist ein Herz,
das nie mein Kind vergisst.

Ja, Trost das wär so einfach,
die Nähe, die entsteht,
bei dem Versuch zu trösten,
wenn man den Weg gemeinsam geht.

(Verfasser nicht bekannt)

Liebe unbekannte Sternchenmami

Wir sind uns nie begegnet. Und doch verbindet uns etwas. Ein Stückchen von unseren Herzen lebt am Sternenhimmel weiter. 

Wenig weiß ich von dir - und fühle mich dir doch so nah in dieser Zeit. Ich bin vor einiger Zeit den gleichen Weg gegangen, den du gerade gegangen bist und auf dem du noch gehst. Du warst mutig und stark, diesen Weg zu gehen, so lang er auch gedauert hat. Ich habe viel an dich gedacht und gehofft, dass es dir hilft zu wissen, dass du nicht allein bist auf diesem Weg. 

Ich wünsche dir, dass du Menschen an deiner Seite hast, die dir Trost und Hilfe sind, genau auf die Weise, die für dich richtig ist. 

Dieses Gedicht ist für dich - liebe unbekannte Sternchenmami. Ich habe es kürzlich entdeckt und es beschreibt ganz gut, wie ich mich damals gefühlt habe. Unsere Sternchen werden immer ein Teil von uns sein - unvergessen. 


Wer sagt, die Zeit heilt Wunden,
der hat es nicht gesehn,
der hats noch nicht empfunden,
wenn Geliebte von uns gehen.

Wer sagt, es geht doch weiter,
das Leben und die Welt,
der kennt nicht diese Schwere,
die mich so oft befällt.

Wer sagt, ich kanns verstehen,
  es fehlt dir halt so sehr
und kennt die Schmerzen selbst nicht,
sagt besser gar nichts mehr.

Wie will er denn verstehen,
steckt nicht in meiner Haut,
kennt nicht den Strick um meinen Hals,
der mir den Atem raubt.

Ich weiß, sie wollen helfen,
mit Worten gut gemeint
doch ist das keine Hilfe,
wenn man nicht mit mir weint.

Und andre schweigen einfach,
weil sie so hilflos sind.
Sie wollen mich nicht verletzen,
doch töten so mein Kind.

Ich will nicht euer Beileid,
das so kein Trost mir ist.
Was ich brauch ist ein Herz,
das nie mein Kind vergisst.

Ja, Trost das wär so einfach,
die Nähe, die entsteht,
bei dem Versuch zu trösten,
wenn man den Weg gemeinsam geht.

(Verfasser nicht bekannt)

Montag, 27. Januar 2014

Hallo Herr Professor, schön, dass Sie mal reinschaun!

Was soll ich sagen? Das war sooooo krasscool  - bitte verzeiht mir dieses denglisch. Eigentlich drücke ich mich ja normalerweise nicht so aus. Aber ich war total fasziniert von dem, was ich da heute erlebt habe. Wirklich unglaublich.

Bsspspseespspspsss. Ich spule mal zurück auf Anfang. 

Erst einmal habe ich heute zur Abwechslung mal ganz entspannt den Weg zwischen Büro und Kinderwunschklinik hinter mich gebracht, nachdem mich letztes Mal eine Großraumbaustelle in den Wahnnsinn getrieben und Schweißausbrüche verursacht hat. Dieses Mal bin ich anders gefahren und war schon sehr zeitig da. Lief wie geschmiert, so konnte es weitergehen. 

Mein Termin war um 13 Uhr, aber Frau Doktor hatte mir extra aufgeschrieben, ich möge doch bitte schon um 12:45 Uhr dort sein. Nun, ich war überpünktlich um 12:35 da. Leider hatte ich mein überaus spannendes Buch vergessen, so blieben mir nur die ausliegenden Zeitschriften. 3 Stück habe ich komplett von vorne bis hinten durchgelesen, denn es waren noch ein paar Damen zur Punktion da und Eier haben nun mal Vorrang. Es war irgendwie merkwürdig, zu sehen, wie sie sich nach der Punktion wie auf Eiern bewegt haben - entschuldigt den Vergleich - und wie sorgsam und liebevoll die Männer waren. Jede wurde behandelt wie - sorry, geht nicht anders - ein rohes Ei. Hier und da hörte man "es waren nur 4 reif", "ja, der Doktor war auch enttäuscht, weil so viele Follikel da waren", "nein, es waren nur zwei, die anderen waren weg" "viel Glück". Genauso habe ich vor ein paar Wochen auch da gessesen. 

Langsam wurde es leerer, ich sass immer noch dort und fragte mich, ob man mich wohl vergessen hat. Dann wurde ich aufgerufen. Den Raum kannte ich schon von der PU und meinen beiden Transfers. Den Professor kannte ich noch nicht. Er war sehr locker und gut gelaunt, stellte sich kurz vor und fragte mich genau, ob ich aufgeklärt worden sei, was heute gemacht würde. Ja, alles bestens, Herr Professor, ich weiß Bescheid. Also unten rum frei machen und das frisch polierte Untergeschoss ins grelle Licht halten. 

Auch der Professor wies mich noch einmal darauf hin, dass die ganze Prozedur eigentlich ganz einfach sei: entweder er kommt problemlos mit der Kamera in die Gebärmutter oder es gibt Schwierigkeiten, dann wird sofort abgebrochen - denn Narkose "ist ja nicht heute". 

Zuerst wurde nochmal die Gebärmutter nochmal über den Bauch geschallt, um zu sehen, wo sie genau sitzt. Genau in der Mitte, bestens, sagt der Prof. Ähhh, Moment mal, was hat er erwartet wo sie sitzt? Soo viele Möglichkeiten gibt es ja nicht. 

Dann ging es mitsamt Stuhl in die Höhe und ein bisschen in Schieflage - "sehen Sie den Monitor gut? Sie können gleich live zugucken". Es wurde alles desinfiziert, ich fand es wirklich toll, dass er mir jeden Schritt erklärt hat. Es gibt ein spezielles Desinfektionsmittel, extra für Schleimhäute, damit es nicht brennt. Tat es auch nicht, war nur kühl. Also wurde "außen" und "innen" gründlich desinfiziert - so "keimfrei" war ich dort sicher noch nie! 

Dann kamen diese zwei Metalldinger zum Einsatz, ähnlich wie beim Gyn, wenn ein Abstrich gemacht wird. Auch völlig unproblematisch, ein paar Mal tief aus-und-einatmen, alles ok. Der Professor nimmt das Kamerateil in die Hand, es sieht irgendwie ulkig aus, ein Griff und ein langer, sehr dünner Stab mit einem Licht vorne dran. Dann geht es los, "die Reise ins ICH". 

An dem Kamerading ist noch ein Schlauch, aus dem Flüssigkeit "gespritzt" wird, damit es besser "flutscht". Die Kamera sucht sich ihren Weg, es ist hell im Tunnel, dann kommt etwas Weißes, wie ein Netz aus Bläschen oder Blasen oder so - der Druck der Flüssigkeit bahnt sich einen Weg und die Kamera ist daran vorbei. Schwupps. Mir wird klar: das war der Muttermund. 

Ich spüre nur einen kleinen Druck, garnicht schmerzhaft. Die Kamera zeigt eine rosa "Höhle". Sogar ich als Laie kann sehen, dass dort alles so ist wie es sein soll. Die Kamera geht nach rechts, ein kleines Loch erscheint - "sehen Sie wie die kleinen Luftbläschen daraus kommen?" fragt der Prof. "Das bedeutet, dass die Eileiter durchlässig sind, sonst würde das anders aussehen." Dann wurde noch die andere Seite gecheckt, auch dort sieht alles gut aus. Noch ein letzter Blick in die rose Höhle: "hier sieht alles so aus wie es sein soll, keine Verwachsungen, keine Myome, nichts was da nicht hingehört. Schön." Der Professor sieht zufrieden aus. 

Ich bin ein bisschen verliebt. Ich gebs zu. In meine Gebärmutter. So hübsch!

Die Flüssigkeit läuft aus mir raus auf Stuhl und Boden, ich trockne mich mit ein paar Tüchern ab, dann darf ich mich wieder anziehen. Der Prof schreibt noch einen kleinen Bericht, ich darf solange draußen warten. Nach ein paar Minuten kommt der Prof, drückt mir den Bericht in die Hand, lacht mich kurz an und wünscht mir einen schönen Tag. 

Ich bin heilfroh, dass alles so gut geklappt hat. Es hat wirklich überhaupt nicht weh getan, eine Narkose wäre völlig unnötig gewesen. Zum Glück hat mir Frau Doktor geraten, an eine Slipeinlage zu denken, denn die restliche Flüssigkeit läuft aus mir raus ein kleiner Bach. 

Im OP-Bericht liest sich das auszugsweise so: 

Zyklustag: 10
Endometrium: 7 mm

Eingehen mit dem 3 mm Storz-Hysteroskop unter Flüssigkeitsdistension. Vorschieben des Hysteroskopes unter Sicht gelingt problemlos, der Muttermund muss nicht angehakt werden. Das Cavum entfaltet sich symmetrisch, beide Eileiterabgänge lassen sich in typischer Lage darstellen und erscheinen offen. Intracavitär kein Anhalt für Myomimpression, keine Polypen oder Synechieen, das Cavum ist allseits von glatter Schleimhaut ausgekleidet. Zurückziehen des Hysteroskopes unter Sicht: keine Auffälligkeiten im Zervikalkanal. 

Alles in Allem sage ich: Vielen Dank, Herr Professor, schön, dass Sie mal reingeschaut haben!


Hallo Herr Professor, schön, dass Sie mal reinschaun!

Was soll ich sagen? Das war sooooo krasscool  - bitte verzeiht mir dieses denglisch. Eigentlich drücke ich mich ja normalerweise nicht so aus. Aber ich war total fasziniert von dem, was ich da heute erlebt habe. Wirklich unglaublich.

Bsspspseespspspsss. Ich spule mal zurück auf Anfang. 

Erst einmal habe ich heute zur Abwechslung mal ganz entspannt den Weg zwischen Büro und Kinderwunschklinik hinter mich gebracht, nachdem mich letztes Mal eine Großraumbaustelle in den Wahnnsinn getrieben und Schweißausbrüche verursacht hat. Dieses Mal bin ich anders gefahren und war schon sehr zeitig da. Lief wie geschmiert, so konnte es weitergehen. 

Mein Termin war um 13 Uhr, aber Frau Doktor hatte mir extra aufgeschrieben, ich möge doch bitte schon um 12:45 Uhr dort sein. Nun, ich war überpünktlich um 12:35 da. Leider hatte ich mein überaus spannendes Buch vergessen, so blieben mir nur die ausliegenden Zeitschriften. 3 Stück habe ich komplett von vorne bis hinten durchgelesen, denn es waren noch ein paar Damen zur Punktion da und Eier haben nun mal Vorrang. Es war irgendwie merkwürdig, zu sehen, wie sie sich nach der Punktion wie auf Eiern bewegt haben - entschuldigt den Vergleich - und wie sorgsam und liebevoll die Männer waren. Jede wurde behandelt wie - sorry, geht nicht anders - ein rohes Ei. Hier und da hörte man "es waren nur 4 reif", "ja, der Doktor war auch enttäuscht, weil so viele Follikel da waren", "nein, es waren nur zwei, die anderen waren weg" "viel Glück". Genauso habe ich vor ein paar Wochen auch da gessesen. 

Langsam wurde es leerer, ich sass immer noch dort und fragte mich, ob man mich wohl vergessen hat. Dann wurde ich aufgerufen. Den Raum kannte ich schon von der PU und meinen beiden Transfers. Den Professor kannte ich noch nicht. Er war sehr locker und gut gelaunt, stellte sich kurz vor und fragte mich genau, ob ich aufgeklärt worden sei, was heute gemacht würde. Ja, alles bestens, Herr Professor, ich weiß Bescheid. Also unten rum frei machen und das frisch polierte Untergeschoss ins grelle Licht halten. 

Auch der Professor wies mich noch einmal darauf hin, dass die ganze Prozedur eigentlich ganz einfach sei: entweder er kommt problemlos mit der Kamera in die Gebärmutter oder es gibt Schwierigkeiten, dann wird sofort abgebrochen - denn Narkose "ist ja nicht heute". 

Zuerst wurde nochmal die Gebärmutter nochmal über den Bauch geschallt, um zu sehen, wo sie genau sitzt. Genau in der Mitte, bestens, sagt der Prof. Ähhh, Moment mal, was hat er erwartet wo sie sitzt? Soo viele Möglichkeiten gibt es ja nicht. 

Dann ging es mitsamt Stuhl in die Höhe und ein bisschen in Schieflage - "sehen Sie den Monitor gut? Sie können gleich live zugucken". Es wurde alles desinfiziert, ich fand es wirklich toll, dass er mir jeden Schritt erklärt hat. Es gibt ein spezielles Desinfektionsmittel, extra für Schleimhäute, damit es nicht brennt. Tat es auch nicht, war nur kühl. Also wurde "außen" und "innen" gründlich desinfiziert - so "keimfrei" war ich dort sicher noch nie! 

Dann kamen diese zwei Metalldinger zum Einsatz, ähnlich wie beim Gyn, wenn ein Abstrich gemacht wird. Auch völlig unproblematisch, ein paar Mal tief aus-und-einatmen, alles ok. Der Professor nimmt das Kamerateil in die Hand, es sieht irgendwie ulkig aus, ein Griff und ein langer, sehr dünner Stab mit einem Licht vorne dran. Dann geht es los, "die Reise ins ICH". 

An dem Kamerading ist noch ein Schlauch, aus dem Flüssigkeit "gespritzt" wird, damit es besser "flutscht". Die Kamera sucht sich ihren Weg, es ist hell im Tunnel, dann kommt etwas Weißes, wie ein Netz aus Bläschen oder Blasen oder so - der Druck der Flüssigkeit bahnt sich einen Weg und die Kamera ist daran vorbei. Schwupps. Mir wird klar: das war der Muttermund. 

Ich spüre nur einen kleinen Druck, garnicht schmerzhaft. Die Kamera zeigt eine rosa "Höhle". Sogar ich als Laie kann sehen, dass dort alles so ist wie es sein soll. Die Kamera geht nach rechts, ein kleines Loch erscheint - "sehen Sie wie die kleinen Luftbläschen daraus kommen?" fragt der Prof. "Das bedeutet, dass die Eileiter durchlässig sind, sonst würde das anders aussehen." Dann wurde noch die andere Seite gecheckt, auch dort sieht alles gut aus. Noch ein letzter Blick in die rose Höhle: "hier sieht alles so aus wie es sein soll, keine Verwachsungen, keine Myome, nichts was da nicht hingehört. Schön." Der Professor sieht zufrieden aus. 

Ich bin ein bisschen verliebt. Ich gebs zu. In meine Gebärmutter. So hübsch!

Die Flüssigkeit läuft aus mir raus auf Stuhl und Boden, ich trockne mich mit ein paar Tüchern ab, dann darf ich mich wieder anziehen. Der Prof schreibt noch einen kleinen Bericht, ich darf solange draußen warten. Nach ein paar Minuten kommt der Prof, drückt mir den Bericht in die Hand, lacht mich kurz an und wünscht mir einen schönen Tag. 

Ich bin heilfroh, dass alles so gut geklappt hat. Es hat wirklich überhaupt nicht weh getan, eine Narkose wäre völlig unnötig gewesen. Zum Glück hat mir Frau Doktor geraten, an eine Slipeinlage zu denken, denn die restliche Flüssigkeit läuft aus mir raus ein kleiner Bach. 

Im OP-Bericht liest sich das auszugsweise so: 

Zyklustag: 10
Endometrium: 7 mm

Eingehen mit dem 3 mm Storz-Hysteroskop unter Flüssigkeitsdistension. Vorschieben des Hysteroskopes unter Sicht gelingt problemlos, der Muttermund muss nicht angehakt werden. Das Cavum entfaltet sich symmetrisch, beide Eileiterabgänge lassen sich in typischer Lage darstellen und erscheinen offen. Intracavitär kein Anhalt für Myomimpression, keine Polypen oder Synechieen, das Cavum ist allseits von glatter Schleimhaut ausgekleidet. Zurückziehen des Hysteroskopes unter Sicht: keine Auffälligkeiten im Zervikalkanal. 

Alles in Allem sage ich: Vielen Dank, Herr Professor, schön, dass Sie mal reingeschaut haben!


Sonntag, 26. Januar 2014

Ich präsentiere die Erweiterung meines Ärzte-Portfolios

Wie praktisch, dass der Termin für meine HSK oder auf nicht Kinderwünschlerdeutsch: Gebärmutterspiegelung, also dass der Termin auf einem Montag liegt. So konnte ich heute noch ein gemütliches Schaumbad nehmen - inklusive "Politur" des Untergeschosses. So fühle ich mich bei dieser ganzen Prozedur wenigstens ein bisschen wohler. 

Ich habe mir extra einen halben Tag frei genommen, vielleicht mache ich danach noch einen kleinen Bummel und gönn mir was Schönes. Es sollte noch genug vom Rest des Tages übrig bleiben, denn schließlich mache ich "HSK - light", d.h. keine Narkose o.ä. - eine sogenannte "Office HSK": weil man es praktisch auf jedem Büroschreibtisch machen könnte. Wobei, ich glaube, dem Professor wäre es nicht so recht, wenn ich mich auf seine Befunde setze.

Sollte es irgendwelche unvorhergesehenen Komplikationen geben, z.B. der Zugang für die Kamera nicht problemlos gemanagt werden, wird abgebrochen und unter Narkose wiederholt. Muss ich nicht haben - Narkose ist wirklich nicht so meins. 

Auf den Prof. bin ich allerdings schon gespannt, bisher habe ich nur Gutes gehört. Im Flur bin ich ihm auch schon mal über den Weg gelaufen, aber mehr nicht. Nun, Frau Doktor sagt, er macht das sehr gut und einfühlsam. Ich bin gespannt. Ein weiterer Punkt, den ich dann auf meiner Liste abhaken könnte. 


Nächste Woche werde ich übrigens mein Ärzte-Portfolio erweitern. Seit Ende letzten Jahres plagen mich ja wieder die Stoffwechselprobleme ganz arg. Also habe ich ganz streng wieder alle stärkehaltigen Lebensmittel gestrichen bzw. soweit möglich reduziert. Zumindest die schlimmsten Probleme (sagen wir mal im Magen-Darm-Bereich) hat das erstmal stoppen können - aber dass dieses Problem wieder da ist, zeigt mir, dass die bisherigen Möglichkeiten der Schulmedizin nicht ausreichen, um dauerhaft Abhilfe zu schaffen. Deswegen habe ich jetzt einen Termin bei einer TCM-Medizinierin, ein paar Kilometer von hier. Sie ist - praktischerweise - auf diese Problematik spezialisiert und ratet auf was noch? Yepp, PCO und Kinderwunsch. 

Ich bin nämlich überzeugt, dass diese Dinge sich bei mir gegenseitig beeinflussen. Seit der Hormoneinnahme ist die Stoffwechselproblematik wieder schlimmer geworden und möglicherweise sorgt die Stoffwechselproblematik auch für einen Nährstoffengpass in meinem Körper - was eine Schwangerschaft ver-/behindern oder vielleicht auch für eine Fehlernährung und Entwicklung des Embryos sorgen könnte. Also, zumindest in meinem Kopf klingt das völlig logisch. Nun, auch auf diesen Termin bin ich gespannt und wünsche mir, dass nun endlich nach langen Jahren jemand eine Möglichkeit findet, den Urzustand meines Stoffwechsels wiederherzustellen.

Ich präsentiere die Erweiterung meines Ärzte-Portfolios

Wie praktisch, dass der Termin für meine HSK oder auf nicht Kinderwünschlerdeutsch: Gebärmutterspiegelung, also dass der Termin auf einem Montag liegt. So konnte ich heute noch ein gemütliches Schaumbad nehmen - inklusive "Politur" des Untergeschosses. So fühle ich mich bei dieser ganzen Prozedur wenigstens ein bisschen wohler. 

Ich habe mir extra einen halben Tag frei genommen, vielleicht mache ich danach noch einen kleinen Bummel und gönn mir was Schönes. Es sollte noch genug vom Rest des Tages übrig bleiben, denn schließlich mache ich "HSK - light", d.h. keine Narkose o.ä. - eine sogenannte "Office HSK": weil man es praktisch auf jedem Büroschreibtisch machen könnte. Wobei, ich glaube, dem Professor wäre es nicht so recht, wenn ich mich auf seine Befunde setze.

Sollte es irgendwelche unvorhergesehenen Komplikationen geben, z.B. der Zugang für die Kamera nicht problemlos gemanagt werden, wird abgebrochen und unter Narkose wiederholt. Muss ich nicht haben - Narkose ist wirklich nicht so meins. 

Auf den Prof. bin ich allerdings schon gespannt, bisher habe ich nur Gutes gehört. Im Flur bin ich ihm auch schon mal über den Weg gelaufen, aber mehr nicht. Nun, Frau Doktor sagt, er macht das sehr gut und einfühlsam. Ich bin gespannt. Ein weiterer Punkt, den ich dann auf meiner Liste abhaken könnte. 


Nächste Woche werde ich übrigens mein Ärzte-Portfolio erweitern. Seit Ende letzten Jahres plagen mich ja wieder die Stoffwechselprobleme ganz arg. Also habe ich ganz streng wieder alle stärkehaltigen Lebensmittel gestrichen bzw. soweit möglich reduziert. Zumindest die schlimmsten Probleme (sagen wir mal im Magen-Darm-Bereich) hat das erstmal stoppen können - aber dass dieses Problem wieder da ist, zeigt mir, dass die bisherigen Möglichkeiten der Schulmedizin nicht ausreichen, um dauerhaft Abhilfe zu schaffen. Deswegen habe ich jetzt einen Termin bei einer TCM-Medizinierin, ein paar Kilometer von hier. Sie ist - praktischerweise - auf diese Problematik spezialisiert und ratet auf was noch? Yepp, PCO und Kinderwunsch. 

Ich bin nämlich überzeugt, dass diese Dinge sich bei mir gegenseitig beeinflussen. Seit der Hormoneinnahme ist die Stoffwechselproblematik wieder schlimmer geworden und möglicherweise sorgt die Stoffwechselproblematik auch für einen Nährstoffengpass in meinem Körper - was eine Schwangerschaft ver-/behindern oder vielleicht auch für eine Fehlernährung und Entwicklung des Embryos sorgen könnte. Also, zumindest in meinem Kopf klingt das völlig logisch. Nun, auch auf diesen Termin bin ich gespannt und wünsche mir, dass nun endlich nach langen Jahren jemand eine Möglichkeit findet, den Urzustand meines Stoffwechsels wiederherzustellen.

Donnerstag, 23. Januar 2014

363.

Nein, das ist kein HCG-Wert. Jedenfalls nicht meiner. Leider. 363 Tage gibt es nun schon meinen Blog. In zwei Tagen mache ich das erste Blog-Jahr voll. 

136 Posts habe ich veröffentlicht
1084 Kommentare wurden abgegeben
105267 mal habt ihr mich hier besucht
 
Das sind ziemlich nüchterne Zahlen. Sie spiegeln in keinster Weise wieder, was dieser Blog mir wirklich gibt. Hier kann ich sagen, was ich sonst nicht sagen kann. Hier kann ich sein, wie ich sonst nirgendwo sein kann. Hier kann ich zugeben, was ich sonst nicht zugeben kann. 

Für die nächsten 363 Tage wünsche ich mir, dass dieser Blog beim nächsten Geburtstag kein Blog zum Thema "unerfüllter Kinderwunsch" mehr ist, sondern über eine gesunde Schwangerschaft im 4. Kinderwunschjahr.










363.

Nein, das ist kein HCG-Wert. Jedenfalls nicht meiner. Leider. 363 Tage gibt es nun schon meinen Blog. In zwei Tagen mache ich das erste Blog-Jahr voll. 

136 Posts habe ich veröffentlicht
1084 Kommentare wurden abgegeben
105267 mal habt ihr mich hier besucht
 
Das sind ziemlich nüchterne Zahlen. Sie spiegeln in keinster Weise wieder, was dieser Blog mir wirklich gibt. Hier kann ich sagen, was ich sonst nicht sagen kann. Hier kann ich sein, wie ich sonst nirgendwo sein kann. Hier kann ich zugeben, was ich sonst nicht zugeben kann. 

Für die nächsten 363 Tage wünsche ich mir, dass dieser Blog beim nächsten Geburtstag kein Blog zum Thema "unerfüllter Kinderwunsch" mehr ist, sondern über eine gesunde Schwangerschaft im 4. Kinderwunschjahr.










Mittwoch, 15. Januar 2014

Playlist - Vol. 1

Toll! Toll! Toll! 


Ihr habt so viele tolle Vorschläge für die Kinderwunsch-Playlist gemacht. Manche kenne ich natürlich, einige gehören zu meinen eigenen Lieblingsliedern, von anderen habe ich noch nie etwas gehört. Ich freue mich schon darauf, nach und nach mehr kennen zu lernen. Die Playlist soll und darf natürlich immer weiter ausgebaut werden - ich werde regelmäßige Updates posten.
Schaut mal unsere gemeinsame Ausbeute an, ihr findet die komplette Playlist unter dem Reiter: Playlist 


Jetzt habe ich noch einen Song für die Kinderwunschliste, der mir ganz viel bedeutet und ich widme ihn heute unserer Blogschwester Hanni. 

Liebe Hanni - ich geh den ganzen langen Weg mit Dir!!!

Wunder geschehen 

Auch das Schicksal
und die Angst kommt über Nacht
Ich bin traurig
gerade hab ich noch gelacht und an so was schönes gedacht
Auch die Sehnsucht
und das Glück kommt über Nacht
Ich will leben
auch wenn man dabei Fehler macht ich hab mir das nicht ausgedacht
Refr.: Wunder geschehen
ich hab`s gesehen
es gibt so vieles was wir nicht verstehen
Wunder geschehen
ich war dabei wir dürfen nicht nur
alles glauben was wir sehen
Immer weiter
Immer weiter gerade aus
nicht verzweifeln
denn da holt dich niemand raus
komm steh selber wieder auf
Refr.: Wunder geschehen
ich hab`s gesehen
es gibt so vieles was wir nicht verstehen
Wunder geschehen
ich war dabei wir dürfen nicht nur
alles glauben was wir sehen
Was auch passiert
Ich bleibe hier mmh

ich geh den ganzen langen Weg mit dir
Was auch passiert
Wunder geschehen 
Wunder geschehen mmhmmhmmh
Wunder geschehen




Playlist - Vol. 1

Toll! Toll! Toll! 


Ihr habt so viele tolle Vorschläge für die Kinderwunsch-Playlist gemacht. Manche kenne ich natürlich, einige gehören zu meinen eigenen Lieblingsliedern, von anderen habe ich noch nie etwas gehört. Ich freue mich schon darauf, nach und nach mehr kennen zu lernen. Die Playlist soll und darf natürlich immer weiter ausgebaut werden - ich werde regelmäßige Updates posten.
Schaut mal unsere gemeinsame Ausbeute an, ihr findet die komplette Playlist unter dem Reiter: Playlist 


Jetzt habe ich noch einen Song für die Kinderwunschliste, der mir ganz viel bedeutet und ich widme ihn heute unserer Blogschwester Hanni. 

Liebe Hanni - ich geh den ganzen langen Weg mit Dir!!!

Wunder geschehen 

Auch das Schicksal
und die Angst kommt über Nacht
Ich bin traurig
gerade hab ich noch gelacht und an so was schönes gedacht
Auch die Sehnsucht
und das Glück kommt über Nacht
Ich will leben
auch wenn man dabei Fehler macht ich hab mir das nicht ausgedacht
Refr.: Wunder geschehen
ich hab`s gesehen
es gibt so vieles was wir nicht verstehen
Wunder geschehen
ich war dabei wir dürfen nicht nur
alles glauben was wir sehen
Immer weiter
Immer weiter gerade aus
nicht verzweifeln
denn da holt dich niemand raus
komm steh selber wieder auf
Refr.: Wunder geschehen
ich hab`s gesehen
es gibt so vieles was wir nicht verstehen
Wunder geschehen
ich war dabei wir dürfen nicht nur
alles glauben was wir sehen
Was auch passiert
Ich bleibe hier mmh

ich geh den ganzen langen Weg mit dir
Was auch passiert
Wunder geschehen 
Wunder geschehen mmhmmhmmh
Wunder geschehen




Samstag, 11. Januar 2014

So viele Möglichkeiten

Gestern hatte ich endlich mein Befundgespräch mit Frau Doktor. Sie hat sich sehr viel Zeit genommen und wollte mich unbedingt persönlich sehen, weil sie aufgrund meiner E-Mail das Gefühl hatte, dass der Ausgang der Kryo mich sehr verunsichert hätte. Sowas klärt sie nicht gern per E-Mail oder Telefon, denn sie möchte sehen, wie ihre Patientinnen im Gespräch reagieren, so kann sie die Situation besser einschätzen. Ich bin sehr froh darüber, denn ich war sehr geknickt und habe - mal wieder - ein paar Tränchen verdrückt. Sie hat gesehen, dass es mir schlecht ging mit dem zweiten Negativ, dass meine Gelassenheit überall war, nur nicht bei mir. Wahrscheinlich ist es, weil der Floh-ET-Termin im März immer näher rückt und ich gehofft hatte, dann zumindest schwanger zu sein. Das hätte es ein bisschen leichter gemacht.

Grundsätzlich ist sie der Meinung, dass bei unseren Voraussetzungen ein zweifacher negativer Transfer noch kein Grund zur Sorge ist. Es ist ja so, als ob wir es erst zweimal probiert hätten. Sicher, das ist mir bewusst und wenn wir unendlich viele Chancen hätten, wie andere Paare, würde ich einfach wie bisher weitermachen. Doch jetzt kommt das große ABER: man gibt einem Paar, das es auf dem herkömmlichen Weg probiert, ein Jahr Zeit bevor Handlungsbedarf sieht. Das sind im Idealfall 12 Zyklen mit 12 Eisprüngen und 12 mal Sex zum perfekten Zeitpunkt mit unproblematischem Sperma. Und davon sind wir weit entfernt. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass sich unsere sehr gute Ausbeute von 6 befruchteten Eizellen noch zweimal wiederholt, haben wir maximal 18 Eizellen. Vielleicht auch weniger. Das sind 18 Monate normaler Sex. Wir holen im Idealfall 2 davon pro Versuch zurück, das sind 9 mal Sex. 9 Monate. Weit entfernt von einem Jahr. Und 2 Monate mit 4 Eizellen sind schon weg. Hach, schon wieder so viel Mathe.

Durch die Tatsache, dass meine eindeutige Diagnose PCO erst nach 2 Jahren Kinderwunsch bei der alten Gyn erstmalig vermutet wurde, bin ich skeptisch geworden was eine "abwarten und Tee trinken"-Halten meiner Ärzte angeht. Wäre das zu einem früheren Zeitpunkt geschehen, hätten wir vielleicht weniger Aufwand sprich GVnP oder IUI, weil das Sperma da noch besser war, betreiben können. Gut, das wissen wir nicht, trotzdem - Diagostik zu spät.

Meine Argumentation war scheinbar recht stichhaltig. Ich habe gemerkt, dass Frau Doktor verstanden hat, worum es mir geht. Ich will kein Patentrezept für eine Schwangerschaft, ich weiß, die gibt es nicht. Ich will alle Möglichkeiten ausloten.

Gemeinsam stricken wir einen Fahrplan, der sich aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzt:

1. Gebärmutterspiegelung: da Frau Doktor dort nichts zu finden vermutet, werden wir erst einmal nur eine HSK (Hysteroskopie) ohne Narkose probieren, die sogenannte "Office Hysteroskopie" - einfach nur mal reinschauen, wie es aussieht in der Kinderstube. Ich habe gleich einen Termin bekommen und zwar beim Prof. Dr., seines Zeichens Leiter der Kinderwunschklinik, und sehr erfahren. Es ist total bekloppt, aber ich freu mich wie Bolle auf diesen Termin. Ich möchte einfach die Gewissheit haben, dass wirklich alles ok ist.

2. Gerinnung
Auch da vermutet sie keine Probleme, sieht von sich aus keinen Handlungsbedarf. Da die KIWU hier aber erst aktiv wird, wenn 3 FG vorliegen, bin erstmal ich am Drücker. Sie möchten eine schriftliche Zusage der Krankenkasse für die Kostenübernahme, denn es gab wohl schon mehrfach Schwierigkeiten mit den Krankenkassen. Meine Argumentation, dass ich ich vielleicht gar nicht 3 Fehlgeburten "schaffe", wenn es so weiter geht - mal abgesehen davon, dass ich mich gar nicht auf diese Weise qualifizieren möchte - hat sie dann verstanden. Sie möchte uns einfach die - aus ihrer Sicht hohen und wahrscheinlich unnötigen - Kosten ersparen. Aber je mehr wir darüber gesprochen haben, desto mehr merke ich, dass sie auf meiner Seite steht. Wenn ich das wirklich will, macht sie alles, was da blutuntersuchungstechnisch geht.

Je nachdem wie und wie schnell die Blutgeschichte abgewickelt wird, werden wir also den nächsten Kryoversuch entweder noch vor dem Urlaub im April machen oder direkt im Anschluss daran. Das wird sich in der nächsten Zeit herausstellen.

Doch was, wenn es wieder nicht klappt? Wie ist der Plan für den nächsten Frischversuch?

Auch hier haben wir 2 Optionen, die wir besprochen haben:

1. Scratching (Info zum Verständnis hier):
meine Topmodel-Gebärmutterschleimhaut hat sich ja eigentlich immer von ihrer kooperativen Seite gezeigt. Trotzdem bestünde die Möglichkeit, dass sie den Embryonen nicht gemütlich genug ist oder sonst irgendetwas verquer ist. Frau Doktor meint, dass oft vergessen wird, dass auch die Schleimhaut ein aktives Organ ist. Sie hat sich im vergangenen Jahr intensiv mit dieser Methode beschäftigt und die Studien zum Scratching haben sie überzeugt, deshalb denkt sie, dass dies eine passende Möglichkeit für uns ist. Da dieser Eingriff erstens sehr unkompliziert ist und zweitens auch mit 95 Euro finanziell eher am unteren Rand der Skala liegt, was die Kinderwunsch-Methodik angeht, denke ich, wir werden es mal versuchen.

2. EmbryoScope (Info zum Verständnis hier)
auf diese Sache sind wir gekommen, weil wir nochmal eingehend über die Embryoqulität gesprochen haben. Wir haben alle transferierten Embryonen nochmal angeschaut, der 6- und der 8-Zeller aus dem Frischversuch waren beide A-Qulität, der 8-Zeller aus der Kryo ebenfalls, der 10-Zeller war wohl C-Qualität, weil er ein paar kleinere Fragmentierungen hatte. Allerdings, sagt Frau Doktor, sind die Beurteilungskriterien in meiner KIWU sehr streng - was woanders ein B wäre, ist bei ihnen oft ein C, was woanders ein A wäre, wäre hier ein B. Insofern haben wir an der Qualität nichts zu meckern. Doch die Frage die sich stellt, ist, dass keiner der tollen hochqulitätiven Embryonen sich eingenistet hat und vielleicht steckt dort doch noch etwas dahinter. Denn wir haben den Zustand ja nur an Tag 2 und 3 gesehen. Möglicherweise gibt es doch Dinge, im Teilungsprozess, die man so nicht sieht. Auch beim Floh war ja irgendetwas nicht in Ordnung, dass er sich so früh nicht richtig entwickelt hat. Ob wir diese Möglichkeit nutzen, haben wir noch nicht entschieden. Darüber müssen wir gründlich nachdenken, aber zum Glück haben wir noch genug Zeit dazu. 

Somit steht der Fahrplan für die nächsten Versuche. Am Ende konnte ich auch wieder lachen, denn mir war ein großer Felsbrocken von der Seele geplumst. 

Ich bin eigentlich ein positiver Mensch, ich kann mich gut selbst an den Haaren aus dem Dreck ziehen, aber manchmal ist auch meine Kraft und Zuversicht am Ende und dann ist es gut, wenn da jemand ist, der einem die Hand reicht. In diesem Fall hat Frau Doktor das getan und ich habe ihr angesehen, dass sie auch sehr froh über den Verlauf dieses Gesprächs war. Minimalziel: Frau ZweiLinien wieder optimistisch nach vorn schauen lassen - geglückt!



So viele Möglichkeiten

Gestern hatte ich endlich mein Befundgespräch mit Frau Doktor. Sie hat sich sehr viel Zeit genommen und wollte mich unbedingt persönlich sehen, weil sie aufgrund meiner E-Mail das Gefühl hatte, dass der Ausgang der Kryo mich sehr verunsichert hätte. Sowas klärt sie nicht gern per E-Mail oder Telefon, denn sie möchte sehen, wie ihre Patientinnen im Gespräch reagieren, so kann sie die Situation besser einschätzen. Ich bin sehr froh darüber, denn ich war sehr geknickt und habe - mal wieder - ein paar Tränchen verdrückt. Sie hat gesehen, dass es mir schlecht ging mit dem zweiten Negativ, dass meine Gelassenheit überall war, nur nicht bei mir. Wahrscheinlich ist es, weil der Floh-ET-Termin im März immer näher rückt und ich gehofft hatte, dann zumindest schwanger zu sein. Das hätte es ein bisschen leichter gemacht.

Grundsätzlich ist sie der Meinung, dass bei unseren Voraussetzungen ein zweifacher negativer Transfer noch kein Grund zur Sorge ist. Es ist ja so, als ob wir es erst zweimal probiert hätten. Sicher, das ist mir bewusst und wenn wir unendlich viele Chancen hätten, wie andere Paare, würde ich einfach wie bisher weitermachen. Doch jetzt kommt das große ABER: man gibt einem Paar, das es auf dem herkömmlichen Weg probiert, ein Jahr Zeit bevor Handlungsbedarf sieht. Das sind im Idealfall 12 Zyklen mit 12 Eisprüngen und 12 mal Sex zum perfekten Zeitpunkt mit unproblematischem Sperma. Und davon sind wir weit entfernt. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass sich unsere sehr gute Ausbeute von 6 befruchteten Eizellen noch zweimal wiederholt, haben wir maximal 18 Eizellen. Vielleicht auch weniger. Das sind 18 Monate normaler Sex. Wir holen im Idealfall 2 davon pro Versuch zurück, das sind 9 mal Sex. 9 Monate. Weit entfernt von einem Jahr. Und 2 Monate mit 4 Eizellen sind schon weg. Hach, schon wieder so viel Mathe.

Durch die Tatsache, dass meine eindeutige Diagnose PCO erst nach 2 Jahren Kinderwunsch bei der alten Gyn erstmalig vermutet wurde, bin ich skeptisch geworden was eine "abwarten und Tee trinken"-Halten meiner Ärzte angeht. Wäre das zu einem früheren Zeitpunkt geschehen, hätten wir vielleicht weniger Aufwand sprich GVnP oder IUI, weil das Sperma da noch besser war, betreiben können. Gut, das wissen wir nicht, trotzdem - Diagostik zu spät.

Meine Argumentation war scheinbar recht stichhaltig. Ich habe gemerkt, dass Frau Doktor verstanden hat, worum es mir geht. Ich will kein Patentrezept für eine Schwangerschaft, ich weiß, die gibt es nicht. Ich will alle Möglichkeiten ausloten.

Gemeinsam stricken wir einen Fahrplan, der sich aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzt:

1. Gebärmutterspiegelung: da Frau Doktor dort nichts zu finden vermutet, werden wir erst einmal nur eine HSK (Hysteroskopie) ohne Narkose probieren, die sogenannte "Office Hysteroskopie" - einfach nur mal reinschauen, wie es aussieht in der Kinderstube. Ich habe gleich einen Termin bekommen und zwar beim Prof. Dr., seines Zeichens Leiter der Kinderwunschklinik, und sehr erfahren. Es ist total bekloppt, aber ich freu mich wie Bolle auf diesen Termin. Ich möchte einfach die Gewissheit haben, dass wirklich alles ok ist.

2. Gerinnung
Auch da vermutet sie keine Probleme, sieht von sich aus keinen Handlungsbedarf. Da die KIWU hier aber erst aktiv wird, wenn 3 FG vorliegen, bin erstmal ich am Drücker. Sie möchten eine schriftliche Zusage der Krankenkasse für die Kostenübernahme, denn es gab wohl schon mehrfach Schwierigkeiten mit den Krankenkassen. Meine Argumentation, dass ich ich vielleicht gar nicht 3 Fehlgeburten "schaffe", wenn es so weiter geht - mal abgesehen davon, dass ich mich gar nicht auf diese Weise qualifizieren möchte - hat sie dann verstanden. Sie möchte uns einfach die - aus ihrer Sicht hohen und wahrscheinlich unnötigen - Kosten ersparen. Aber je mehr wir darüber gesprochen haben, desto mehr merke ich, dass sie auf meiner Seite steht. Wenn ich das wirklich will, macht sie alles, was da blutuntersuchungstechnisch geht.

Je nachdem wie und wie schnell die Blutgeschichte abgewickelt wird, werden wir also den nächsten Kryoversuch entweder noch vor dem Urlaub im April machen oder direkt im Anschluss daran. Das wird sich in der nächsten Zeit herausstellen.

Doch was, wenn es wieder nicht klappt? Wie ist der Plan für den nächsten Frischversuch?

Auch hier haben wir 2 Optionen, die wir besprochen haben:

1. Scratching (Info zum Verständnis hier):
meine Topmodel-Gebärmutterschleimhaut hat sich ja eigentlich immer von ihrer kooperativen Seite gezeigt. Trotzdem bestünde die Möglichkeit, dass sie den Embryonen nicht gemütlich genug ist oder sonst irgendetwas verquer ist. Frau Doktor meint, dass oft vergessen wird, dass auch die Schleimhaut ein aktives Organ ist. Sie hat sich im vergangenen Jahr intensiv mit dieser Methode beschäftigt und die Studien zum Scratching haben sie überzeugt, deshalb denkt sie, dass dies eine passende Möglichkeit für uns ist. Da dieser Eingriff erstens sehr unkompliziert ist und zweitens auch mit 95 Euro finanziell eher am unteren Rand der Skala liegt, was die Kinderwunsch-Methodik angeht, denke ich, wir werden es mal versuchen.

2. EmbryoScope (Info zum Verständnis hier)
auf diese Sache sind wir gekommen, weil wir nochmal eingehend über die Embryoqulität gesprochen haben. Wir haben alle transferierten Embryonen nochmal angeschaut, der 6- und der 8-Zeller aus dem Frischversuch waren beide A-Qulität, der 8-Zeller aus der Kryo ebenfalls, der 10-Zeller war wohl C-Qualität, weil er ein paar kleinere Fragmentierungen hatte. Allerdings, sagt Frau Doktor, sind die Beurteilungskriterien in meiner KIWU sehr streng - was woanders ein B wäre, ist bei ihnen oft ein C, was woanders ein A wäre, wäre hier ein B. Insofern haben wir an der Qualität nichts zu meckern. Doch die Frage die sich stellt, ist, dass keiner der tollen hochqulitätiven Embryonen sich eingenistet hat und vielleicht steckt dort doch noch etwas dahinter. Denn wir haben den Zustand ja nur an Tag 2 und 3 gesehen. Möglicherweise gibt es doch Dinge, im Teilungsprozess, die man so nicht sieht. Auch beim Floh war ja irgendetwas nicht in Ordnung, dass er sich so früh nicht richtig entwickelt hat. Ob wir diese Möglichkeit nutzen, haben wir noch nicht entschieden. Darüber müssen wir gründlich nachdenken, aber zum Glück haben wir noch genug Zeit dazu. 

Somit steht der Fahrplan für die nächsten Versuche. Am Ende konnte ich auch wieder lachen, denn mir war ein großer Felsbrocken von der Seele geplumst. 

Ich bin eigentlich ein positiver Mensch, ich kann mich gut selbst an den Haaren aus dem Dreck ziehen, aber manchmal ist auch meine Kraft und Zuversicht am Ende und dann ist es gut, wenn da jemand ist, der einem die Hand reicht. In diesem Fall hat Frau Doktor das getan und ich habe ihr angesehen, dass sie auch sehr froh über den Verlauf dieses Gesprächs war. Minimalziel: Frau ZweiLinien wieder optimistisch nach vorn schauen lassen - geglückt!



Mittwoch, 8. Januar 2014

Für nichts auf dieser Welt - Kinderwunsch Playlist

Heute bin ich ziemlich viel rumgegurkt. Gestern habe ich nämlich beim Optiker meine neue Brille abgeholt und die alte dort vergessen. Also heute nach Büroschluss dort hin, Brille geholt und neue nochmal angepasst. Beim Warten habe ich gemerkt, dass ich mein Handy im Büro vergessen habe... also nochmal zurück - eine Strecke sind ja nur 20 Kilometer und ich hab ja sonst nichts zu tun... als ich mich endlich, endlich auf den Heimweg mache, will ich nur noch ankommen. Plötzlich klingen Töne aus dem Radio, die das ganze Auto erfüllen. Ich drehe lauter... Roger Cicero singt "für nichts auf der Welt geb ich uns verlor'n, an Tagen wie diesen werden Sterne geborn..." Irgendwie packt es mich. Ich singe laut mit. Egal wie falsch. Meine Laune hebt sich, für knapp dreieinhalb Minuten bin ich voller Energie. Ich wünschte, ich könnte es jetzt auf repeat stellen und in Dauerschleife hören. Danke, Roger, für diese Minuten. (Ok, da ist eine Zeile, die passt nicht so ganz für den Kinderwunsch, aber da es für die EM geschrieben wurde, sing ich einfach drüber weg, weil wir es einfach anders verstehen...)

Da kommt mir auf einmal eine Idee. Eine Kinderwunsch-Playlist. Schon oft haben mir einzelne Lieder Mut gemacht, ich habe auch schon mindestens einen Songtext hier gepostet und auf anderen Kinderwunschblogs viele gelesen. Manche Songs machen Mut, manche trösten, manche machen Hoffnung, manche geben verlorene Energie zurück. 

Bestimmt habt ihr auch solche Songs ... wie wäre es, wenn wir sie sammeln? Hinterlasst einen Kommentar oder schreibt mir eine Mail. Ich bin total gespannt und hoffe auf zahlreiche Vorschläge - denn ich brauche ganz dringend eine Kinderwunsch Playlist.


Für Nichts Auf Dieser Welt Songtext

Sie reden vom Scheitern,
sie reden viel zu oft davon.
Doch wir gehen weiter,
denn wir haben gerade erst angefangen.
Jede Sekunde,
die wir im Dreck gelegen haben,
sie bleibt ein Leben lang hier.
Wenn du jetzt aufstehst,
auch wenn sie nicht verstehen wofür!

Ref:
Für nichts auf der Welt
geb ich uns verloren!
An Tagen wie diesen
werden Sterne geboren!
Weiß, dass der Weg uns zum Ziel führt,
auch wenn es nicht leicht wird.
Ich dreh nicht um für nichts auf dieser Welt!

Sie sagen, es geht nicht,
sie fragen ständig nach dem Sinn.
Sie reden vergeblich,
wir werden sie zum Schweigen bringen!
Jede Sekunde,
in der du merkst, dass es schwer wird,
ist am Ende noch mehr wert als Gold!
Wenn du jetzt aufstehst,
ich hab nicht einen Tag bereut!

[Ref]

Für nichts..
Denn nichts ist so schön
wie das Gefühl, wenn für uns
am Himmel neue Sterne entstehen
und dies werden sie uns heute nicht nehmen!

Für nichts auf der Welt
geb ich uns verloren!
An Tagen wie diesen
werden Sterne geboren!
Weiß, dass der Weg uns zum Ziel führt!
Ich dreh nicht um für nichts..

Für nichts auf der Welt
geb ich uns verloren!
Für nichts...
Für nichts auf der Welt
geb ich uns verloren!

[Ref]





Für nichts auf dieser Welt - Kinderwunsch Playlist

Heute bin ich ziemlich viel rumgegurkt. Gestern habe ich nämlich beim Optiker meine neue Brille abgeholt und die alte dort vergessen. Also heute nach Büroschluss dort hin, Brille geholt und neue nochmal angepasst. Beim Warten habe ich gemerkt, dass ich mein Handy im Büro vergessen habe... also nochmal zurück - eine Strecke sind ja nur 20 Kilometer und ich hab ja sonst nichts zu tun... als ich mich endlich, endlich auf den Heimweg mache, will ich nur noch ankommen. Plötzlich klingen Töne aus dem Radio, die das ganze Auto erfüllen. Ich drehe lauter... Roger Cicero singt "für nichts auf der Welt geb ich uns verlor'n, an Tagen wie diesen werden Sterne geborn..." Irgendwie packt es mich. Ich singe laut mit. Egal wie falsch. Meine Laune hebt sich, für knapp dreieinhalb Minuten bin ich voller Energie. Ich wünschte, ich könnte es jetzt auf repeat stellen und in Dauerschleife hören. Danke, Roger, für diese Minuten. (Ok, da ist eine Zeile, die passt nicht so ganz für den Kinderwunsch, aber da es für die EM geschrieben wurde, sing ich einfach drüber weg, weil wir es einfach anders verstehen...)

Da kommt mir auf einmal eine Idee. Eine Kinderwunsch-Playlist. Schon oft haben mir einzelne Lieder Mut gemacht, ich habe auch schon mindestens einen Songtext hier gepostet und auf anderen Kinderwunschblogs viele gelesen. Manche Songs machen Mut, manche trösten, manche machen Hoffnung, manche geben verlorene Energie zurück. 

Bestimmt habt ihr auch solche Songs ... wie wäre es, wenn wir sie sammeln? Hinterlasst einen Kommentar oder schreibt mir eine Mail. Ich bin total gespannt und hoffe auf zahlreiche Vorschläge - denn ich brauche ganz dringend eine Kinderwunsch Playlist.


Für Nichts Auf Dieser Welt Songtext

Sie reden vom Scheitern,
sie reden viel zu oft davon.
Doch wir gehen weiter,
denn wir haben gerade erst angefangen.
Jede Sekunde,
die wir im Dreck gelegen haben,
sie bleibt ein Leben lang hier.
Wenn du jetzt aufstehst,
auch wenn sie nicht verstehen wofür!

Ref:
Für nichts auf der Welt
geb ich uns verloren!
An Tagen wie diesen
werden Sterne geboren!
Weiß, dass der Weg uns zum Ziel führt,
auch wenn es nicht leicht wird.
Ich dreh nicht um für nichts auf dieser Welt!

Sie sagen, es geht nicht,
sie fragen ständig nach dem Sinn.
Sie reden vergeblich,
wir werden sie zum Schweigen bringen!
Jede Sekunde,
in der du merkst, dass es schwer wird,
ist am Ende noch mehr wert als Gold!
Wenn du jetzt aufstehst,
ich hab nicht einen Tag bereut!

[Ref]

Für nichts..
Denn nichts ist so schön
wie das Gefühl, wenn für uns
am Himmel neue Sterne entstehen
und dies werden sie uns heute nicht nehmen!

Für nichts auf der Welt
geb ich uns verloren!
An Tagen wie diesen
werden Sterne geboren!
Weiß, dass der Weg uns zum Ziel führt!
Ich dreh nicht um für nichts..

Für nichts auf der Welt
geb ich uns verloren!
Für nichts...
Für nichts auf der Welt
geb ich uns verloren!

[Ref]





Montag, 6. Januar 2014

60-Tage: Reloaded

Tja, der erste Versuch hat sehr verheißungsvoll gestartet. Aber dann mit der ersten ICSI und dem ganzen Medi-Kram und der Kryo war mir das alles zu viel. Und dann kam die Adventszeit und Stress im Büro und Weihnachten und Silvester...

und ich merkte schon: hier ist irgendwas im Busch. Und zwischen Weihnachten und Silvester machte mein Körper mir ziemlich deutlich klar, dass er mit meinem Rückfall in alte Ernährungsgewohnheiten nicht einverstanden war. Der Magen rumpelte, ich brauchte die ein oder andere Immodium akut und an Neujahr war mir von morgens bis abends dauerübel. Und das war keine Randerscheinung der Silvesterparty. Nein, alles war wie vor dem Kohlehydratverzichtsexperiment. Also gab es seit dem 02.01. kein Brot mehr, keine Nudeln, keinen Reis, kein Mehl etc. Was soll ich sagen: schlagartig alle Beschwerden weg. 

Ich lerne es wohl nur auf die harte Tour. Also bin ich wieder radikal geworden. Vielleicht sind nach einer Weile sehr reduzierte Mengen möglich, aber mir ist klar geworden, dass ich - wenn ich beschwerdefrei sein will - nicht mehr wie wir es normalerweise gewohnt sind essen kann. Aber so wie in den Jahren vorher will und kann ich auch nicht mehr leben.

60-Tage: Reloaded

Tja, der erste Versuch hat sehr verheißungsvoll gestartet. Aber dann mit der ersten ICSI und dem ganzen Medi-Kram und der Kryo war mir das alles zu viel. Und dann kam die Adventszeit und Stress im Büro und Weihnachten und Silvester...

und ich merkte schon: hier ist irgendwas im Busch. Und zwischen Weihnachten und Silvester machte mein Körper mir ziemlich deutlich klar, dass er mit meinem Rückfall in alte Ernährungsgewohnheiten nicht einverstanden war. Der Magen rumpelte, ich brauchte die ein oder andere Immodium akut und an Neujahr war mir von morgens bis abends dauerübel. Und das war keine Randerscheinung der Silvesterparty. Nein, alles war wie vor dem Kohlehydratverzichtsexperiment. Also gab es seit dem 02.01. kein Brot mehr, keine Nudeln, keinen Reis, kein Mehl etc. Was soll ich sagen: schlagartig alle Beschwerden weg. 

Ich lerne es wohl nur auf die harte Tour. Also bin ich wieder radikal geworden. Vielleicht sind nach einer Weile sehr reduzierte Mengen möglich, aber mir ist klar geworden, dass ich - wenn ich beschwerdefrei sein will - nicht mehr wie wir es normalerweise gewohnt sind essen kann. Aber so wie in den Jahren vorher will und kann ich auch nicht mehr leben.

Samstag, 4. Januar 2014

Immer Lächeln, auch bei völliger Ahnungslosigkeit

Willkommen im neuen Jahr! Wie heißt es noch gleich? Neues Jahr, neues Glück? 

Nächsten Freitag habe ich den nächsten Besprechungstermin in der Kiwu. Und zum ersten Mal bin ich unsicher. Was macht mich so unsicher? Ich denke, es sind die zwei negativen Versuche - denn auch wenn mir vorher bewusst war, dass es nicht sofort klappen muss - mich verunsichert, dass die Voraussetzungen so super waren und es trotzdem nicht geklappt hat. Wäre da irgendein Faktor gewesen, der ein Grund hätte sein können, wäre es vielleicht anders. Komisch, dass man immer Gründe sucht, oder? Aber die Eizellen hatten A-Qualität, waren 6-10 Zeller, die Schleimhaut war beide Male bei mindestens 10 mm, ich war entspannt, ich war zuversichtlich und habe es bis zum Bluttest geschafft ohne größere Komplikationen. Trotzdem hat es nicht geklappt. 

Und ich mache mir Sorgen. Sorgen, dass vielleicht noch mehr nicht stimmt mit mir. Auch wenn meine Frau Doktor sagt, dass grundsätzlich gilt, dass zwei erfolglose Transfers noch kein Hinweis darauf sind, das irgendetwas nicht in Ordung ist. Aber was ist, wenn doch irgendwo noch ein Haken an der Sache ist? Wir haben aus der ICSI "nur" 6 befruchtete Eizellen gehabt, davon sind 4 bereits weg, ohne den Hauch einer Einnistung. Das wäre noch eine Kryo und dann wäre schon die nächste ICSI fällig. Das wäre der zweite Krankenkassenversuch. Ich will nicht erst nach der dritten erfolglosen ICSI anfangen, weitere Diagnostik zu betreiben. Aber das würde bedeuten, es dauert wieder, bis es weiter geht und es geht noch mehr Zeit ins Land. Schon jetzt steht fest, dass ich an meinem nächsten Geburtstag - dann werde ich 37 sein - noch nicht Mama sein werde. 

Aber zurück zum Thema: wie soll es weiter gehen? Hatching, Scratching oder die drei "großen G" - wie ich sie nenne: Genetik, Gerinnung, Gebärmutterspiegelung. Ich bin nicht sicher, was Frau Doktor davon hält. Für mich ist es gerade enorm schwierig, eine Entscheidung diesbezüglich zu treffen. Bisher war ich mir immer sehr sicher mit meinen Entscheidungen, der nächste Schritt war immer greifbar und ich habe mich gut damit gefühlt. Jetzt frage ich mich ständig, was wäre besser, was wäre richtig, was bringt uns weiter? 

Ich habe gerade überhaupt keine Ahnung. Doch ich setze ein nettes Lächeln auf und der Rest der Welt lässt sich blenden. Keep smiling. 

Immer Lächeln, auch bei völliger Ahnungslosigkeit

Willkommen im neuen Jahr! Wie heißt es noch gleich? Neues Jahr, neues Glück? 

Nächsten Freitag habe ich den nächsten Besprechungstermin in der Kiwu. Und zum ersten Mal bin ich unsicher. Was macht mich so unsicher? Ich denke, es sind die zwei negativen Versuche - denn auch wenn mir vorher bewusst war, dass es nicht sofort klappen muss - mich verunsichert, dass die Voraussetzungen so super waren und es trotzdem nicht geklappt hat. Wäre da irgendein Faktor gewesen, der ein Grund hätte sein können, wäre es vielleicht anders. Komisch, dass man immer Gründe sucht, oder? Aber die Eizellen hatten A-Qualität, waren 6-10 Zeller, die Schleimhaut war beide Male bei mindestens 10 mm, ich war entspannt, ich war zuversichtlich und habe es bis zum Bluttest geschafft ohne größere Komplikationen. Trotzdem hat es nicht geklappt. 

Und ich mache mir Sorgen. Sorgen, dass vielleicht noch mehr nicht stimmt mit mir. Auch wenn meine Frau Doktor sagt, dass grundsätzlich gilt, dass zwei erfolglose Transfers noch kein Hinweis darauf sind, das irgendetwas nicht in Ordung ist. Aber was ist, wenn doch irgendwo noch ein Haken an der Sache ist? Wir haben aus der ICSI "nur" 6 befruchtete Eizellen gehabt, davon sind 4 bereits weg, ohne den Hauch einer Einnistung. Das wäre noch eine Kryo und dann wäre schon die nächste ICSI fällig. Das wäre der zweite Krankenkassenversuch. Ich will nicht erst nach der dritten erfolglosen ICSI anfangen, weitere Diagnostik zu betreiben. Aber das würde bedeuten, es dauert wieder, bis es weiter geht und es geht noch mehr Zeit ins Land. Schon jetzt steht fest, dass ich an meinem nächsten Geburtstag - dann werde ich 37 sein - noch nicht Mama sein werde. 

Aber zurück zum Thema: wie soll es weiter gehen? Hatching, Scratching oder die drei "großen G" - wie ich sie nenne: Genetik, Gerinnung, Gebärmutterspiegelung. Ich bin nicht sicher, was Frau Doktor davon hält. Für mich ist es gerade enorm schwierig, eine Entscheidung diesbezüglich zu treffen. Bisher war ich mir immer sehr sicher mit meinen Entscheidungen, der nächste Schritt war immer greifbar und ich habe mich gut damit gefühlt. Jetzt frage ich mich ständig, was wäre besser, was wäre richtig, was bringt uns weiter? 

Ich habe gerade überhaupt keine Ahnung. Doch ich setze ein nettes Lächeln auf und der Rest der Welt lässt sich blenden. Keep smiling.